ERZBISTUM KÖLN     

© Christian Schamari / 2011

Eheschließung

Infobox

Trauungen finden grundsätzlich samstags zwischen 13.00 und 15.30 Uhr statt, die Kirche ist wählbar.

Für die Ehevorbereitung ist der Pfarrer des Wohnortes zuständig. Zum ersten Gespräch wird ein Auszug aus dem Taufregister benötigt, der zum Zeitpunkt der Hochzeit nicht älter als 6 Monate sein darf. 

Sehr empfohlen wird die Teilnahme an einem Ehevorbereitungsseminar. Informationen hierüber gibt es im Internet unter: Ehe.wir.Heiraten

Brautpaare, die nicht in unserer Pfarrei wohnen, aber dennoch in einer unserer Kirchen heiraten möchten, werden gebeten, sich im Pastoralbüro zu informieren:

Am Bollwerk 7 in Berkum, Tel.: 0228/342730 oder Pastoralbuero@kath-wachtberg.de.





Die Feiern von Ehejubiläen sind in im Rahmen der Gottesdienstordnung möglich. Bitte informieren Sie sich im Pastoralbüro.  


Eine besondere Stellung innerhalb der Sakramente hat die Ehe. Bei allen übrigen Sakramenten ist es so, dass ein einzelner sich entweder dafür entscheidet, ein Sakrament zu empfangen, oder dass er von jemand anders, etwa den Eltern, dorthin geführt wird. Dann wird von ihm oder für ihn dieses Sakrament erbeten, und ein Vertreter der Kirche spendet es ihm dann.

Die Ehe ist das einzige Sakrament, das nicht einer, sondern zwei Menschen gemeinsam erbitten, und es ist das einzige, dass nicht jemand anders ihnen spendet, sondern sie beide sich gegenseitig. Der Kirchenvertreter bei einer kirchlichen Hochzeit ist also ein offizieller Trauzeuge, nicht aber der Spender des Ehesakramentes.

Daraus wird Verschiedenes deutlich. Zum einen ist die Ehe etwas, was in besonderer Weise in der Verantwortung und Liebe der Eheleute liegt. Sie entscheiden sich dafür, ihre Beziehung zueinander in derjenigen Tiefe und Ausschließlichkeit zu leben, die nach der Lehre der katholischen Kirche mit dem Ehesakrament verbunden ist. So gehören Einheit, Partnerschaft und die Bereitschaft, Kinder anzunehmen und eine Familie zu gründen, wesentlich zu einer Ehe dazu. Der Satz Jesu: „Was Gott verbunden hat, das soll der Mensch nicht trennen“, (Mt 19,6) bedeutet dabei eine moralische Verpflichtung zur gegenseitigen unbedingten Treue.
Nach katholischer Auffassung bedingt dieser Satz aber nicht nur eine gegenseitige moralische Verpflichtung, sondern eine noch viel tiefere Verbindung, die Unauflöslichkeit der Ehe. Die Ehe ist nämlich nicht – wie es Luther etwa formuliert hat – ein „weltlich Ding“, das die Eheleute allein betrifft und bei dem Gott nur insofern vorkommt, als die Eheleute sich in Verantwortung vor Gott füreinander entscheiden und für ihre Ehe den Segen Gottes erbitten (wobei diese Aspekte auch sehr wertvoll und richtig sind). Vielmehr ist die Ehe auch ein Sakrament, also etwas, wo Gott wirklich gegenwärtig ist.

In der Taufe feiern wir, dass Gott zum Getauften unendlich steht und die Beziehung zu ihm nie zerstört werden kann. In der Beichte feiern wir, dass es sich für den Menschen immer lohnt, diese Beziehung jederzeit neu zu gestalten, weil Gott unendlich treu ist – auch über alle Untiefen und vielleicht auch Enttäuschungen, die ihm seitens des getauften Menschen bereitet werden, hinweg. Und in der Ehe geben zwei Menschen daher für sich gegenseitig wie auch für alle anderen Menschen um sie herum ein Beispiel dafür, wie es ist, wenn man unverbrüchlich einander zur Seite steht. Sie sollen also so miteinander umgehen, wie Gott selbst mit den Menschen umgeht, und Gott befähigt sie im Ehesakrament, über sich hinaus zu wachsen und egal was passiert, an dieser Beziehung festzuhalten. Das ist der besondere Sinn, die besondere Schönheit, aber auch die besondere Herausforderung der Unauflöslichkeit der Ehe – nämlich in dieser Hinsicht Gott und seinen Umgang mit uns zu verdeutlichen.

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