ERZBISTUM KÖLN     

© Christian Schamari / 2011

Versöhnung

Infobox

Regelmäßige Gelegenheit zur Beichte besteht an jedem 2., 3., 4. und 5. Samstag im Monat in der Kirche St. Simon und Judas Thaddäus in Villip von 17.00 bis 17.45 Uhr.

Die Termine der Bußandachten und Beichtgelegenheiten in Advents- und Fastenzeit entnehmen Sie bitte den entsprechenden Ankündigungen.

Bei akutem Gesprächsbedarf ist jederzeit ein Seelsorger unseres Dekanats über die Notfallnummer (02225) 7040200 erreichbar.
Sollten Sie hier niemanden erreichen, ist der Seelsorger gerade auf Hausbesuch. Hinterlassen Sie in diesem Fall bitte unbedingt Ihre Rufnummer auf dem Anrufbeantworter. Sie erhalten so schnell wie möglich einen Rückruf.

Ganz eng verbunden mit der Taufe ist die Beichte. Die Taufe gilt ein für allemal. Sie ist die großartige Zusage Gottes an den Menschen, dass er immer an seiner Seite ist, immer zu ihm stehen wird und dass diese Beziehung unter allen Umständen unzerstörbar ist. Dabei ist diese Beziehung wie jede andere auch allen denkbaren Höhen und Tiefen unterworfen. Aus diesem Grund ist es notwendig, sie von Zeit zu Zeit unter die Lupe zu nehmen. Genau dazu dient die Beichte.

Insofern gilt es, ein entscheidendes Missverständnis auszuräumen. Entgegen aller kursierenden Gerüchte ist der Mittelpunkt der Beichte nicht das Sündenbekenntnis. Deswegen ist sie für die Kirche auch kein Instrument, um den Menschen ein schlechtes Gewissen einzureden oder gar Macht über sie auszuüben. Ebenso ist die Beichte keine unsinnige Angelegenheit, in der behauptet wird, dass „mit drei Gegrüßet-seist-Du-Maria alles wieder in Ordnung“ ist. Kern des Beichtsakramentes ist vielmehr, dass die Unverbrüchlichkeit der in der Taufe gestifteten Beziehung zwischen Gott und dem einzelnen Menschen in Erinnerung gerufen wird. Gott selbst will diese Beziehung immer lebendig und schön halten – sonst wäre er nicht Gott.

Aber wie sieht es seitens des Menschen aus?
Wie in jeder anderen Freundschaft ist es immer wieder nötig, die Beziehung zu betrachten. Was ist gut gelaufen? Hat man dies für selbstverständlich angesehen oder als ein wunderbares Geschenk? Hat man für dieses Geschenk gedankt? Und wo war Schmerz und Leid, Gleichgültigkeit, Unachtsamkeit, Vergessen und sogar Schuld? Und was ist einem die Beziehung wert? Möchte ich darein investieren, dass sie wieder in ihrer ursprünglichen Schönheit und Klarheit einen erfreut? Und was für Konsequenzen für die Lebensführung und den Umgang mit anderen Dingen ziehe ich aus dieser Beziehung und ihrem Wert?

Deswegen beleuchtet die Beichte auch den Umgang des einzelnen Menschen mit sich selbst und auch mit anderen Menschen. Jeder Mensch (auch man selbst!) ist ein Ebenbild Gottes, und daher ist Umgang mit Menschen auch immer Umgang mit Gott. Nicht umsonst gehören nach dem Wort Jesu die Gebote der Gottes- und Nächstenliebe untrennbar zusammen.

In der Beichte sind wir aufgerufen, die Beziehung zu Gott immer wieder neu zu betrachten und auf ihre Lebensrelevanz zu prüfen. Gott steht jederzeit bereit, uns seine Gnade, die er uns in der Taufe versprochen hat, spüren zu lassen. Also: Lassen wir uns durch ihn beschenken!

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