ERZBISTUM KÖLN | Kath. Kirchengemeinde St. Jacobus Hilden

Wann brennt eigentlich die Osterkerze?

Pfarr-Info April 2007, Msgr. Ulrich Hennes, Pastor

Die Feier der Osternacht beginnt damit, dass die Osterkerze bereitet und dann am zuvor gesegneten Feuer entzündet wird. Die Bereitung der Kerze dient der Verdeutlichung ihrer Symbolik: Das Kreuz erinnert an Jesu Tod, die griechischen Buchstaben Α (Alpha) und Ω (Omega) daran, dass Jesus Anfang und Ende der Geschichte ist, in die die aktuelle Jahreszahl sich als eine Wegstrecke unseres
Lebens einfügt. Schließlich werden fünf rote Wachskörner eingefügt für die fünf Wunden Jesu. So ist die Osterkerze Symbol des auferstandenen Christus, der das Dunkel der Welt hell macht. Die Osterkerze steht von der Osternacht an die ganze Osterzeit hindurch, also bis zum Pfingstsonntag, im Altarraum und brennt in dieser Zeit bei allen Gottesdiensten. Danach wird sie an den Taufbrunnen gestellt. Denn in der Taufe empfängt der Täufling Anteil an Tod und Auferstehung Jesu: das ewige Leben. So wird die Osterkerze auch außerhalb der Osterzeit bei jeder Taufe entzündet. Weil der Sonntag als erster Tag der Woche der Tag der Auferstehung Jesu, jeder Sonntag also gewissermaßen ein kleines Osterfest ist, kann die Osterkerze auch an jedem Sonntag zur Feier der hl. Messe brennen, bleibt dann aber am Taufbrunnen stehen. Schließlich brennt die Osterkerze bei jeder Begräbnismesse als Zeichen der Hoffnung, dass der Verstorbene zum ewigen Leben auferweckt wird.

 
 
 
 
Zum Seitenanfang | Seite weiterempfehlen | Druckversion | Kontakt | Klassisch | Impressum