Veranstaltungen

St. Elisabeth und Hubertus - Probe Kirchenchor

18:00 Uhr - Ort: Pastor-Bouwmans-Haus
Dienstag, 18.12.18
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St. Stephanus - Probe vom Kirchenchor

19:30 Uhr - Ort: Pfarrheim
Mittwoch, 19.12.18
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St. Elisabeth und Hubertus - Probe Kirchenchor

18:00 Uhr - Ort: Pastor-Bouwmans-Haus
Dienstag, 25.12.18
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St. Stephanus - Probe vom Kirchenchor

19:30 Uhr - Ort: Pfarrheim
Mittwoch, 26.12.18
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St. Elisabeth und Hubertus - Probe Kirchenchor

18:00 Uhr - Ort: Pastor-Bouwmans-Haus
Dienstag, 01.01.19
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Kleiner Führer durch die Kirche St. Elisabeth in Neuss-Reuschenberg

Liebe Besucher unserer Pfarrkirche!

In dieser der heiligen Elisabeth von Thüringen geweihten Kirche begrüße ich Sie herzlich.
Ich bitte Sie, einen Augenblick zu verweilen und auszuruhen.
Lassen Sie die Kirche als HAUS GOTTES auf sich wirken, in dem Sie im Gebet zu Gott und zu sich selbst finden.
Möge Gott Sie mit seinem Segen begleiten.

Ihr Pfarrer von St. Elisabeth

Pfarrpatronin St. Elisabeth

Die Hl. Elisabeth von Thüringen (1207 - 1231) war die Tochter des Königs Andreas II. von Ungarn und der Gertrud von Andechs. Sie gebar ihrem Ehemann Ludwig IV, Landgraf von Thüringen, drei Kinder, kümmerte sich um die Bedürftigen und besuchte Armenviertel. Ihr Mann Ludwig trat dem Deutschen Orden bei, um am 5. Kreuzzug teilzunehmen und starb 1227 an einer Seuche. Nach dem Tod ihres Mannes wurde sie dann von der Familie ihres Mannes von der Wartburg vertrieben bzw. ging freiwillig und führte bewußt ein Leben in Armut und mildtätiger Liebe zu den Armen. Mit ihrem Witwenvermögen errichtete sie in Marburg ein Spital und benannte es nach Franziskus. Sie arbeitete dort auch selbst als Pflegerin. Sie starb mit 24 Jahren; bereits vier Jahre nach ihrem Tod erfolgte ihre Heiligsprechung.
Die Legende vom "Rosenwunder" berichtet:
Ludwig, von seiner Umgebung gegen Elisabeths angebliche "Verschwendung" aufgehetzt, soll seine Frau, die mit einem brotgefüllten Deckelkorb die Burg herab stieg, gefragt haben: "Was trägst du da?". "Rosen, Herr", antwortete sie mit demütiger Miene. Ungläubig sah er selbst in den Korb und fand statt der eben eingepackten Brote unter dem Tuch lauter frisch duftende Rosen. Lächelnd ging er davon und ließ Elisabeth gewähren. Deshalb wird Elisabeth von Thüringen mit dem Attribut: Korb mit Rosen oder Rosen in der Schürze dargestellt. Die Kirche feiert das Gedächtnis der Hl. Elisabeth am 19. November.

Baugeschichte

Im Jahr 1937 wurde die Gründung eines neuen Seelsorgebezirks Reuschenberg vom KV Hl. Dreikönige geplant und die ersten Planungen für einen Kirchbau gemacht.
Die Nationalsozialisten wehrten sich jedoch gegen einen Kirchbau in der Mustersiedlung.
Im Jahr 1939 wurde Kaplan Doppelfeld zum Pfarr-Rektor ernannt, der in Privaträumen einer Familie einen Pfarrstützpunkt errichtete.
Bis 1945 gab es sehr wohl ein lebendiges Pfarrleben, aber keine Kirche in Reuschenberg.
Nach dem Krieg diente kurze Zeit der Bunker als Kirche, anschließend eine Flakbaracke.
Als Pfarr-Rektor Doppelfeld nach 8,5 Jahren Gefangenschaft 1950 nach Reuschenberg zurückkehrte, war die Notkirchenbaracke schon in einem bedenklichen Zustand, so dass Franz Doppelfeld dem Kirchbau oberste Priorität einräumte.
Während der Gefangenschaft hatte er mit dem ebenfalls inhaftierten Limburger Dombaumeister Fritz Johannbroer schon Pläne durchdacht und erarbeitet, und der Kölner Kardinal Frings unterstützte den Kirchbau mit einer Kardinalspende von 30.000 DM.
Die Reuschenberger taten alles, um den Kirchbau und dessen Finanzierung voranzubringen.
Dem tatkräftigen Engagement vieler Menschen ist es zu verdanken, dass innerhalb eines Jahres die St. Elisabeth-Kirche mit Pfarrhaus und Turm entstand. Die Einweihung erfolgte am 21.10.1951 durch Kardinal Frings.
Nach den Plänen von Fritz Johannbroer und unter Bauleitung von Werner Denecke entstand eine schlichte Hallenkirche, besonders charakterisiert durch große geschlossene Wände.
Die Eingangstüren sind ein eichenes Gitterwerk, das als fast durchscheinende Wand den geheiligten Raum nicht verschließt, sondern im Gegenteil ihn zu öffnen scheint.

Glocken

Am 21.11.1954 konnten die Glocken geweiht werden. Anstelle der üblichen Bronze-Glocken hatte man sich für billigere Stahlglocken entschieden. Die Glocken sind auf das Te-Deum Motiv cis,e,fis,a,h abgestimmt und tragen die Namen: St. Elisabeth, St. Barbara, St. Katharina, Maria Königin des Friedens und St. Vinzenz. Ihr erstes volles Geläute ertönte am 08.12.1954, dem Fest der Unbefleckten Empfängnis Mariens.

Kreuz

Dem Besucher der Kirche sticht zunächst das von Prof. Hein Minkenberg geschaffene Kreuz ins Auge. Der aus einem Lindenstamm gefertigte Corpus stellt nicht den Gottmenschen in seiner Todesqual dar, sondern den Heiland, der das Leid überwunden hat, der seine Arme ausbreitet, um die Menschen zu trösten und zu segnen, die sich zu ihm flüchten.

Altar

Der Altar der Kirche ist aus rotem Main-Sandstein, der auch für das Weihwasserbecken und den Taufstein verwendet wurde. Der warme Rot-Ton wurde bewusst als Kontrast zum kühlen Weiß und Grau des Innenraumes gewählt.

Seitenaltar

Über dem Seitenaltar hängt eine Kopie der rumänischen Hinterglasmalerei "Madonna mit den Äpfeln" von 1829. Das Original befindet sich im staatlichen Museum in Bukarest.

Tabernakel

Der Tabernakel wurde von Hein Wimmer geschaffen. In Emaille auf Silber finden wir die Symbole Trauben, Ähren, Kreuz und Fisch.

Taufstein

Der Taufstein ist mit Bronzedarstellungen von Prof. Minkenberg verziert. Sie stellen die Symbole der vier Evangelisten dar: Matthäus-Engel, Markus-Löwe, Lukas-Stier und Johannes-Adler. Auf dem Deckel steht die Taube als Symbol des Hl. Geistes.

Osterleuchter

Dieses Kunstwerk des Bildhauers Friedel Denecke ist von großer Aussagekraft. Aus der Gruppe der vielen Kreuze, die Menschen errichten, geht auch der Leidensweg Jesu hervor; der gebrochene Stab der Verurteilung, die 30 Silberlinge des Verrats, die Folterwerkzeuge und Golgatha zeigen hin auf das Lamm Gottes, das unsere Schuld auf sich genommen hat.

Hungertuch

Um in der Passionszeit das überlebensgroße Kreuz verhüllen zu können, schuf die Paramentengruppe ein Hungertuch. Es ist 10m hoch und 6m breit und von Josef Doppelfeld, dem Bruder von Franz Doppelfeld, entworfen worden.
Es wurde in Applikationstechnik hergestellt und zeigt das große göttliche Herz im Dornenkranz, flankiert von Geißel und Rutenbündel. Darüber streckt sich zwischen Hammer und Zange, begleitet von Würfelbecher und Hahn, in knappen Umrissen ein schemenhaftes Kreuz. Ans Kreuz lehnt sich der Spieß und das Rohr mit dem Essigschwamm. Links und rechts rollen die Silberlinge des Judas in den Abgrund. Die seitlich abschließenden Schriftbänder stellen die gedankliche Verbindung des Wandteppichs mit dem Gebet und Anliegen des Kirchenvolkes her. Die Farben, ein stumpfes Violett und ein blutiges Rot neben wenig Grau und Altrosa sind die Farben der Fasten- und Leidenszeit. Am 7. März 1954 wurde es erstmals aufgehängt und hat bis heute nichts von seiner Faszination verloren.

Kreuzweg

Von Prof. Minkenberg ist auch der Kreuzweg geschaffen, der an der Westwand (Tageskapelle) des Kirchenraumes angebracht ist. Er weicht von der herkömmlichen Darstellung ab und bietet in den einzelnen Stationen nur den wesentlichen Ausschnitt des Leidensweges unseres Herrn.

Orgel

In der Christmette 1952 konnte zum ersten Mal auch die große Orgel (mit Fernwerk auf der kleinen Sängerempore) der Orgelbaufirma Romanus Seifert und Sohn (Kevelaer) erklingen. 1985 wurde die Orgel generalüberholt und um zwei Register erweitert. Außerdem erhielt die Orgel eine elektronische Setzerkombination für 40 Register und 2x8 Kombinationen.

Elisabeth-Statue

Die Elisabeth-Statue ist ein Geschenk von Hans Conrads. In liebevoller Arbeit entstand zwischen 1991 und 1993 aus der Hand des damals schon hochbetagten Künstlers die Statue einer freundlich lächelnden Frau mit besonders ausdruckstarken Händen. Am Fuße, der aus Spessarteiche geschnitzten Figur, finden wir als Symbole für die Heilige eine Kanne, sowie Trinknapf und Brot.

Relief

Das Relief vom guten Hirten der Kölner Künstlerin Rosemarie Peter war als Geschenk der Gemeinde St. Elisabeth für Pastor Henricus Bouwmans zu dessen 40-jährigen Priesterjubiläum gedacht. Nach dessen plötzlichen Tod wurde beschlossen, es als Erinnerungstafel für alle Pastöre von St. Elisabeth an die linke Säule aufzuhängen.

Krypta

Unter dem Altarraum befindet sich die Krypta, die für Gottesdienste mit kleineren Gruppen besonders geeignet ist.
Dort befinden sich fünf gestiftete Motiv-Fenster von Franke mit den Darstellungen von St. Martin, St. Elisabeth, St. Franziskus, Mariä Himmelfahrt und ein Fenster mit dem Thema "Lobet und preiset ihr Völker den Herrn". Ebenfalls in der Krypta befindet sich eine Kopie der "Hallgarter Madonna". Das Original entstand um 1415.