Herzlich Willkommen

Gottesdienste

Mittwoch, 12. Dezember 2018
Schulgottesdienst
Wortgottesdienst mit Kommunionfeier
Hl. Messe besonders für Senioren
Messdienermesse

Veranstaltungen

St. Stephanus - Probe vom Kirchenchor

19:30 Uhr - Ort: Pfarrheim
Mittwoch, 12.12.18
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St. Elisabeth und Hubertus - Probe Kirchenchor

18:00 Uhr - Ort: Pastor-Bouwmans-Haus
Dienstag, 18.12.18
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St. Stephanus - Probe vom Kirchenchor

19:30 Uhr - Ort: Pfarrheim
Mittwoch, 19.12.18
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St. Elisabeth und Hubertus - Probe Kirchenchor

18:00 Uhr - Ort: Pastor-Bouwmans-Haus
Dienstag, 25.12.18
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St. Stephanus - Probe vom Kirchenchor

19:30 Uhr - Ort: Pfarrheim
Mittwoch, 26.12.18
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Auf Wiedersehen

19. Juli 2018; Pfarrnachrichten

12 Jahre habe ich als Seelsorgerin in unseren Gemeinden St. Stephanus, St. Pankratius, St. Martinus, St. Elisabeth und St. Hubertus gearbeitet. 12 Jahre habe ich in Grefrath gelebt.
Es war eine schöne Zeit mit vielen guten Begegnungen, wunderbaren Gottesdiensten, interessanten Projekten, lebendigen Gemeinschaften, mit Plänen für die Zukunft der Kirche, Aktionen mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, mit fröhlichen Festen und vielen berührenden Gesprächen über den Glauben und das
Leben. Gerne wäre ich hier geblieben doch stattdessen heißt es jetzt Abschied nehmen.
Als ich im Sommer vor zwölf Jahren das erste Mal nach Grefrath kam, um mir anzuschauen, wohin man mich schickt, da bekam ich einen Schreck: leere Straßen, ein kleines Dorf mit verschlossenen Läden, es sah so leer und abweisend aus. ich fürchtete, es würde sehr schwer, hier akzeptiert zu werden, ich würde hier sehr einsam sein. Heute weiß ich, dass es ein völlig untypischer Sonntag war: ein Sonntag ohne Feste und ohne nachbarschaftlichen Austausch auf der Straße oder dem Friedhof. Das Gegenteil meiner Befürchtungen traf ein: ich fand in Grefrath und unseren Gemeinden ein Zuhause. Seit ich nach dem Abitur Hamburg verließ, habe ich an fünf Orten gelebt aber erst in Neuss habe ich wieder eine Heimat gefunden. Sie nahmen mich in Grefrath und in allen unseren Gemeinden offen auf, luden mich in Ihre Gruppen und Häuser ein, Sie brachten mir Wertschätzung entgegen – dem Menschen Jessica Weis und der Pastoralreferentin.
Diese berufliche Wertschätzung ist nicht selbstverständlich und bestärkte mich auch in Zeiten als ich die Rahmenbedingungen für meinen Beruf als Pastoralreferentin so bedrückend fand, dass ich einen Berufswechsel plante. Die tägliche Arbeit mit Ihnen, Ihre Wertschätzung und die Freiheit und Anerkennung, die Pastor Tewes mir stets für meine Arbeit gab, brachten mich dann dazu, in meinem Beruf zu bleiben.
In diesen zwölf Jahren erlebte ich mit Ihnen alles, was das Leben in Gemeinden ausmacht, was diese Arbeit spannend, schön, manchmal herausfordernd und nie langweilig sein lässt.
Zu den Herausforderungen dieser zwölf Jahre gehörten für mich auch meine schweren Erkrankungen, in diesen Zeiten bekam ich viel Hilfe, für den ich Ihnen herzlich danke.
Erinnern Sie sich?
Die Katecheten*innen, Kinder, Jugendlichen und Eltern in den Firmvorbereitungen, später dann den Erstkommunionvorbereitungen. Die Steinforth-Rubbelrather erinnern sich vielleicht an die Vespern, die Holzheimer Frauengemeinschaft an unsere Gemeinschaft in den Gottesdiensten, die Bewohner des Hubertusstiftes an unsere besonderen Gottesdienste, die Grefrather Schützen, die die ersten waren, die mich nach meinem Einzug besuchten und in Grefrath willkommen hießen, die Frauengemeinschaft in Grefrath, die mir immer zur Seite stand, der Grefrather Chor, mit dem mich eine besondere Zusammenarbeit verband.
Manche Schüler an unseren fünf Grundschulen, der Realschule Holzheim und den Förderschulen in der Aurinstrasse erinnern sich vielleicht an lebhafte Unterrichtsstunden und viele schöne Schulgottesdienste, in denen ich durch die Gedanken der Schüler selbst oft Neues über unseren Glauben entdeckte.
Die Mitglieder in den Gremien erinnern sich vielleicht an die endlosen Sitzungen bei der Errichtung des Pfarrverbandes und der Erarbeitung des Pastoralkonzeptes; Kinder und Jugendlichen an die Ferienaktionen rund um die Bibel. So vielseitig ist Gemeindearbeit.
Besondere Erinnerungen nehme ich mit an die Kinderlektoren, ein Projekt, das wir gemeinsam entwickelten, die Kinder und Jugendlichen mit mir. Zu diesem Projekt sagte der Weihbischof Schwaderlapp bei der Visitation, das gäbe es nur einmal im Erzbistum und ob andere Gemeinden es sich zum Vorbild nehmen dürften. Dürfen sie, oder was meint Ihr?
Besonders schön erlebte ich auch die Zusammenarbeit mit den Erzieherinnen und Leiterinnen unserer Kitas und die Kinder, die mich auf der Straße in Grefrath mit den Worten begrüßen: „Ich kenne dich, du bist die Frau von der Kirche“.
Mancher von Ihnen erinnert sich vielleicht mit mir an wunderbare Gespräche über unseren Glauben bei Exerzitien im Alltag, Besinnungstagen, dem Glaubensgesprächskreis und vielen persönlichen.
All diese und noch viele andere Erinnerungen nehme ich mit an meinen neue Wirkungsorte: die Universitäten Düsseldorf und Wuppertal, an denen ich als Hochschulseelsorgerin arbeiten werde und die Gemeinde St. Bonifatius in Bilk, Hamm, Flehe, Volmerswerth und Stoffeln. Wir jedoch bleiben uns nachbarschaftlich verbunden – einmal über die Südbrücke und schon treffen wir uns wieder.


Liebe Gemeindemitglieder,
noch ganz unter dem Eindruck des Ehrenamtlerabends und meiner Verabschiedung am 22. Juni 2018 möchte ich mich bei Euch und Ihnen bedanken.
Mit dieser großen Resonanz, mit den vielen Briefen, Wünschen, Gebetsgedenken und Geschenken hatte ich nicht gerechnet. Herzlichen Dank für jedes Zeichen der Nähe und Verbundenheit!!
Ihre und Eure Jessica Weis

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