Erzbistum Köln     

Der lange Weg zur Weihnachtskrippe - Hohe Bänke und gestohlene Tresore

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In dieser Woche haben wir die Feinarbeit fortgesetzt. Der Tisch und die Bank waren für unsere Figuren doch zu hoch. Also haben wir sie noch mal auseinander gebaut und abgesägt. Jetzt haben wir noch einen Hocker dazu gebaut. Es entstehen halt auch spontan neue Teile die dann auch in der Krippe gebraucht werden. Jetzt können sich Maria und Elisabeth im Sitzen unterhalten. Derweil haben die Frauen weitere Figuren angezogen. Der kleine Hirte ist neu. Wir mussten erst neue Kleider für den Hirtenjungen aus unserem Fundus heraussuchen. Alle wollten mal Handanlegen bis er für die Krippe bereit ist.

Bis zum nächsten Click die Krippenbauer/innen

 

Extra Meldung

19.00 Uhr

Der Opferstock für das Krippenopfer ist weg. Gestohlen??? Der Korpus wiegt ca. 80 Kg.

Schock………..

21.30 Uhr es klopft an der Kirchentüre. Es kommt ein Nachbarn und sagt uns, dass der Opferstock vor seiner Türe in einem Mülleimer steht.

Danke dem Finder

 

Der Stadtschreiber zählt die Einwohner von Betrhlehem

In jenen Tagen aber erließ Kaiser Augustus den Befehl, dass sich der ganze Erdkreis registrieren lassen sollte. Diese Eintragung war die erste und sie geschah, als Quirinius Statthalter in Syrien war. Alle machten sich in ihre Heimatstadt auf, um sich eintragen zu lassen.

Auch Josef ging aus Nazareth in Galiläa hinauf nach Bethlehem in Judäa, in die Stadt Davids, weil er aus dem Haus und Geschlecht Davids war, um sich mit Maria, seiner Verlobten, eintragen zu lassen. (Lk 2,1-4)

 

Registrieren lassen, eintragen lassen…Wie oft wurden Sie schon in Listen eingetragen oder haben sich eintragen lassen? - Einwohnermeldeamt, Standesamt, Behörden, Banken, Versicherungen, Arztbesuche, Geschäfte, Online-Einkäufe, Reisebuchungen, Vereine, ehrenamtliche Tätigkeiten….Wie viele Ec-, Payback-, Kundenkarten, Kundennummern und Formulare füllen Ihre Geldbörsen und Schränke? Bitte geben Sie Ihren Namen und Ihre Kontaktdaten an, d.h. lassen Sie sich registrieren. Ohne Registrierung geht gar nichts. Es gehört natürlicherweise zum Alltagsleben dazu.

Wie wohltuend anders klingt da ein Wort des Propheten Jesaja:

„Gott spricht: Ich habe deinen Namen in meine Hand eingeschrieben.“ Jes 49,16

Das ist eindeutig mehr als ein Name oder eine Nummer unter vielen, mit der wir überhaupt erst erkannt und handlungsfähig werden können. Das ist Zusage: Gott hat uns ohne unser Zutun und ohne Bedingung auf seiner Liste – in seiner Hand und vor allem seinen Herzen. Die ganze Welt und die Menschen passen in seine Hand. Unvorstellbar – aber es  ist die Zusage, dass er keinen von uns einfach so fallenlässt und vergisst. Dass er mich kennt, mit meinen Schwächen und Stärken. Meiner Freude und meiner Traurigkeit. In dieser Zusage steckt Beziehung drin. Gott steht zu mir und hält zu mir, auch wenn es mal eng wird. Ich kann nicht erwarten, dass er alle meine Probleme löst. Er macht mich z.B. nicht einfach gesund, er zahlt nicht meine Schulden und er kittet auch nicht meine gescheiterte Ehe. Und selbst wenn ich ihn vergesse, nicht mit ihm rechne oder ihn abschreibe – ich kann nie aus seiner Hand fallen.

„Passwort vergessen? Melden Sie mit einem Identifizierungscode neu an!“ – diese Fragen und Vorgänge gibt es bei Gott nicht. Bei ihm gibt es nur tiefste Verbundenheit, denn ich bin ständige Gegenwart in seiner Hand.

„Gott spricht: Selbst wenn ich es könnte,

ich würde es nie übers Herz bringen, dich zu vergessen.

Schau, in meine Hände habe ich dich eingezeichnet.“

(Jes 49,15+16)

Hören, fühlen und entdecken … weil Singen Spaß macht!

Ab Januar 2019 möchten wir das chorische Angebot um ein weiteres ergänzen! Die verschiedenen Möglichkeiten der Singschule Brühl, die Chorgruppen für Kinder jeden Alters anbietet, möchte ich Ihnen in dem Flyer gerne vorstellen.

Je früher und intensiver wir mit Musik in Berührung kommen, desto stärker prägt sie uns. Musikmachen bringt Spaß und Abwechslung – und verbindet Generationen! Durch die Erfahrungen und die erlebte Freude an der Musik, gerade auch mit meinen eigenen Kindern, ist dieses neue Angebot motiviert. Die verschiedenen Kurse mit jeweils 6-8 Terminen für die Jüngsten, die „TonZwerge“ laden dazu herzlich ein.

 

Die chorische Arbeit setzt früh - in der Regel ab dem 6. Lebensjahr - an und orientiert sich in ihrer Gliederung an den unterschiedlichen Anforderungen der jeweiligen Altersstufen. Die Proben der Kinderchorgruppen B und A finden einmal wöchentlich statt. Die Chorgruppen gestalten die Liturgie in den verschiedenen Kirchen unserer Gemeinde mit. Darüber hinaus ist auch das Mitwirken bei Konzerten und anderen Projekten angedacht. Voraussetzung ist lediglich eine "normale" bildungsfähige Singstimme und die Bereitschaft zur regelmäßigen Teilnahme an Proben und Auftritten. Für das zustande kommen ist eine Mindestteilnehmerzahl erforderlich. Die Teilnahme an den Chorgruppen ist kostenfrei.

 

Der Start der Singschule ist für den 23. Januar 2019 geplant. Alle wissenswerten Informationen und die Anmeldung finden Sie hier.

Der lange Weg zur Weihnachtskrippe - Palmenwald, Maria trifft Elisabeth, Verschönerungsarbeiten an der Herberge

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Heute am Samstag haben wir uns getroffen um den Palmenwald aufzubauen. Den Wald haben wir von einem Krippenbauer aus dem Garten geholt. Mit einem geliehenen Kleintransporter und der Fahrerin Susanne sind die Bäume transportieren worden. Jetzt konnten wir den Wald gestalten. Die Lücke zwischen Wald und Krippen wird noch geschlossen. Da passiert noch was!

An zwei Fenstern der Herberge mussten noch Zierleisten montiert werden. Das haben wir uns schon im letzten Jahr beim Abbau der Krippe überlegt. Danach wurde es Zeit für die neue Szene mit Maria und Elisabeth. Der Impulstext unseres letzten Online-Berichts (siehe unten) ist jetzt auch in der Kirche an der Krippe zu finden. Dann haben wir nach langer Arbeit noch unseren Durst gelöscht (natürlich nicht, ohne Maria auch etwas anzubieten) und haben für heute Schluss gemacht.

Bis zum nächsten Klick, die Krippenbauer/innen

Der lange Weg zur Weihnachtskrippe - Wer bin ich, dass Gott mich braucht?

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Unsere Mannschaft war heute 6 Personen stark. Die beideni Frauen haben in der Sakristei verschiedene Figuren für die nächsten Szenen vorbereitet. Da das Ganze ohne feste Vorgaben abläuft sind die Figuren jedes Jahr immer wieder neu b. z. w. anders gestaltet. Wir Männer machen in der Zeit verschiedene Arbeiten am Krippenbau. Unser Mann fürs Elektrische wechselt die Beleuchtung in der Herberge aus, damit das Licht besser zur Wirkung kommt. Die andern Drei legen Mosaiks aus, die dann später den Weg zur Stadt und zur Krippe ergeben werden.  Das Dach des Stalls wird mit Stroh eingedeckt. Der Wasserfall kommt aus dem Keller nach oben und wird aufgestellt. Die Stromversorgung für die Beleuchtung und Pumpe wird angeschlossenen, Wasser eingefüllt und ein Testlauf durchgeführt. Okay, zum Feierabend geht's zu den Frauen in die Sakristei. Ein Fläschchen für alle zum Schluss und ein Lob für die wieder schönen Figuren.  Kurzen Austausch für die nächsten Termine und Szenen.                 

Bis zum nächsten Klick, die Krippenbauer/innen

  

Wer bin ich, dass Gott mich braucht?

 

Der Mensch braucht Gott. Aber braucht Gott auch den Menschen? Man möchte diese Frage spontan verneinen, aber doch hat Gott sich an einen Menschen gewandt, um selbst Mensch zu werden, um uns Menschen gleich zu sein und als Mensch geboren zu werden. Gott zur Welt bringen: Diese Aufgabe hatte Maria – und sie mag sich nicht nur einmal gefragt zu haben: Wer bin ich, dass Gott mich sucht, dass Gott mich braucht?

Mit dieser Frage im Herzen und dem ganzen Trubel um ihre Schwangerschaft zieht sich Maria aus dem Alltag zurück und besucht ihre ebenfalls schwangere Cousine Elisabeth. So lesen wir beim Evangelisten Lukas:

„In diesen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth.

Und es geschah, als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib.

Da wurde Elisabeth vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme:

Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.

Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“

 

Zwei Frauen - Maria und Elisabeth. Zwei Fragen - Wer bin ich, dass Gott mich sucht und braucht? Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? -, die in der Begegnung der beiden Frauen Klärung finden. Lukas erzählt von einer rundum geglückten Begegnung. Eine Begegnung, die glücklich macht, die leicht und froh macht. Klar: Solche Begegnungen sind selten – sie lassen sich nicht erzwingen. Aber wir können offen dafür werden. Indem wir Haltungen üben, die Maria und Elisabeth auszeichnen.

 

Erste Haltung: In aller Hektik, allem Stress immer – noch – den anderen wahrnehmen.

Zweite Haltung: Auch wenn viel Lärm um uns ist, ein offenes Ohr für andere haben.

Dritte Haltung: Bereit sein, dass etwas passiert, was nicht geplant ist.

 

Mit diesen drei Haltungen können Begegnungen geschehen, können Beziehungen zwischen Menschen wachsen. Machen Sie es wie Maria und Elisabeth. Erzählen Sie sich gegenseitig etwas Schönes – von heute oder aus vergangenen Tagen: ein Erlebnis, das sie beglückt hat, eine gute Nachricht, die Sie gelesen, gesehen, gehört haben, ein Augenblick heute, der sie froh gemacht hat, kurz, etwas, das heute, gestern, vor ein paar Tagen geboren wurde und bald zur Welt kommen kann.

 

Ihr Pfr. Jochern Thull

 

Der lange Weg zur Weihnachtskrippe - Der Engel brachte Maria die Botschaft

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Mit kleineren Schwierigkeiten ging es weiter. Langsam nimmt die Krippenlandschaft Form an. Sogar der Stall steht schon. Die Verkündiguzngsszene, in der der Engel der jungen Frau Maria die Botschaft überbringt, dass sie ein Kinde gebären wird, ist für alle Kirchenbesucher zu sehen - und für ein Höckertier: ein Klick auf die Fotostrecke zeigt, was gemeint ist!

  

Verkündigung des Herrn

Maria, das junge Mädchen, die kleine Tochter des Hauses Israel, empfängt den Sohn Gottes. Ein Relief über dem Nordportal der Marienkapelle in Würzburg (15. Jahrhundert) stellt Maria bei der Menschwerdung Gottes dar. Ähnlich wie bei unserem Krippenbild sind Maria und der Engel einander gegenübergestellt, als Maria die Botschaft des Engels empfängt: „Der Heilige Geist wird über dich kommen und Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden“ (Lk 1,35).

Auf den zweiten Blick erkennt man dann: Der Hauch des Geistes Gottes geht als gedrehter Schlauch vom Mund Gottes des Vaters zum linken Ohr Mariens und endet mit der Taube des Heiligen Geistes. Auf diesem Schlauch eilt Jesus als Kind bäuchlings zu Maria, lustvoll und strahlend, als wenn er mit dem Buch der Sprichwörter sagen will: “Ich war die Freude Gottes Tag für Tag und spielte vor ihm allezeit. Ich spielte auf seinem Erdenrund und meine Freude war es, bei den Menschen zu sein“ (Sprichwörter 8,30-31).  Eine seltene Darstellung und Deutung: die Verkündigung und Empfängnis durch das Hören des Wortes Gottes.

Gott drängt es, bei den Menschen zu sein und begegnet nun Maria, die er von Anfang an zur Mutter seines Sohnes erwählt hat. Und  Maria ist mit hörendem Herz empfänglich für Gottes Wort und für das schöpferische Wirken des Heiligen Geistes. Maria ist ganz Ohr. Maria empfängt zuerst das Wort Gottes im Herzen, damit sie im Mutterleib empfangen kann. Maria empfängt erst den Glauben und dann den Herrn. So nimmt Gott Maria in Dienst, nimmt sie leibhaftig in Beschlag, so dass  das Wort Gottes Hand und Fuß bekommt. „Und das Wort ist Fleisch geworden“, hören wir am ersten Weihnachtstag.

Maria ist dabei jedoch nicht unbeteiligt. Sie ist empfangend, aber nicht passiv. Sie braucht dies alles nicht fraglos hinzunehmen und über sich ergehen zu lassen. „Wie soll das geschehen?“, fragt sie den Engel und fordert damit Gott um Antwort auf. Und Gott will gefragt sein. Maria soll wissen und verstehen, was Gott an ihr tut, und sie soll einverstanden sein mit dem, was ihr geschieht. Der Glaube Mariens ist kein blinder Glaube, sondern Ausdruck eines einsichtigen, verständnisvollen Vertrauens. Gott findet in Maria das  freie und ungezwungene „Ja“, ihre Zustimmung aus voller Überzeugung und mit ungeteiltem Herzen. So rundet sie die Begegnung mit Gott ab: „Mir geschehe, wie du es gesagt hast“  (Lk 1,38).

 

Staunend schauen wir auf Maria bei der Menschwerdung Gottes.

„Maria, du unbegreifliche Frau! Du hast dein Ja gesprochen.

Du hast dich eingelassen auf den unbegreiflichen Gott.

Woher hast du die Kraft und die Weisheit dazu?

Du bist nicht die arme kleine Magd,

die man lange den Frauen vorgehalten hat,

um sie zu unterwürfigem Dienen zu bewegen,

zum fraglosen Gehorsam den Herren gegenüber.

Du bist eine starke Frau, aufrechten Ganges,

Zeichen der Hoffnung für viele Frauen von heute,

die aufstehen und ihre Würde wiederfinden,

Zeichen der Hoffnung für alle Glaubenden.

Guter Gott, lass uns darauf vertrauen,

dass auch durch uns das Heil geboren werden kann in unserer gewalttätigen Welt.“

Jochen Thull, Pfr.                                                                                                      (Ferdinand Kerstien)hhh

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