kfd Mittwochsgruppe

"Meditativer Tanz" mit Andrea Honrath

An­drea Hon­rath lädt die ka­tho­li­schen Frau­en aus Hü­ckes­wa­gen re­gel­mä­ßig zum me­di­ta­ti­ven Tanz ins Ge­mein­de­haus ein.   

Seit et­wa 20 Jah­ren tref­fen sich je­den Mitt­woch­vor­mit­tag kfd-Frau­en aus Hü­ckes­wa­gen zum ge­mein­sa­men Tan­zen.

VON WOLF­GANG WEITZ­DÖR­FER Bild BM

HÜ­CKES­WA­GEN | Et­wa zehn Frau­en sind in ei­nem der bei­den Ne­ben­räu­me des ka­tho­li­schen Ge­mein­de­hau­ses an der Wei­er­bach­stra­ße. In ei­nem Mo­ment ste­hen sie zu­sam­men mit An­drea Hon­rath um ein Tuch, das in ih­rer Mit­te dra­piert ist. Ei­ne bren­nen­de Ker­ze und ein paar Son­nen­blu­men run­den die herbst­li­che De­ko­ra­ti­on ab. Dann star­tet An­drea Hon­rath die Mu­sik, und die Frau­en be­gin­nen zu tan­zen. Der Kur­sus Me­di­ta­ti­ver Tanz der ka­tho­li­schen Frau­en Hü­ckes­wa­gen fin­det je­den Mitt­woch­mor­gen von 10 bis 11.30 Uhr statt.

Und es geht da­bei weit lus­ti­ger und le­ben­di­ger zu, als es der Ti­tel ver­mu­ten las­sen wür­de. „Me­di­ta­ti­ves Tan­zen setzt sich aus Folk­lo­re und klas­si­schen Ele­men­ten zu­sam­men“, sagt An­drea Hon­rath. Die Ber­gisch Glad­ba­che­rin hat den Kur­sus von ih­rer Vor­gän­ge­rin Bar­ba­ra Ber­ger vor zwei Jah­ren über­nom­men. Sie ist Leh­re­rin und So­zi­al­ar­bei­te­rin, die zu­dem zahl­rei­che Zu­satz­aus­bil­dun­gen ge­macht hat. „Et­wa über Tanz als Ge­bet, ri­tu­el­le Frau­en­tän­ze so­wie me­di­ta­ti­ven und spi­ri­tu­el­len Tanz“, sagt An­drea Hon­rath. Für sie ist Me­di­ta­ti­ves Tan­zen ähn­lich wie Yo­ga. „Es spricht das glei­che see­li­sche Seg­ment an. Me­di­ta­ti­ves Tan­zen ist nur nicht so en vogue wie Yo­ga. Wie Fo­rel­le blau nicht im­mer in ist, son­dern eben Su­shi“, sagt sie und lacht.

Der Kur­sus der Hü­ckes­wa­ge­ner kfd-Orts­grup­pe wird schon seit et­wa 20 Jah­ren an­ge­bo­ten. Man­che der Teil­neh­me­rin­nen sind schon seit der ers­ten Stun­de da­bei. Wie et­wa An­ne­gre­te Reu­ber. Die 76-Jäh­ri­ge kommt ger­ne am Mitt­woch­vor­mit­tag ins Ge­mein­de­zen­trum. „Man muss sich ein biss­chen in den Rhyth­mus rein­fin­den, und Spaß am Tan­zen ha­ben scha­det na­tür­lich auch nicht“, sagt sie. In den An­fangs­ta­gen ha­be der Tanz­kur­sus noch auf Wie­ha­gen statt­ge­fun­den. Der Mitt­woch­vor­mit­tag sei im­mer gleich ge­blie­ben. „Ich wür­de mir nur ein we­nig Nach­wuchs wün­schen, denn wir müs­sen min­des­tens zehn Teil­neh­me­rin­nen sein, da­mit der Kur­sus ge­för­dert wird“, sagt An­ne­gre­te Reu­ber.

Ei­ne neue Tän­ze­rin ist an die­sem Mitt­woch­vor­mit­tag je­den­falls da­bei. An­ge­li­ka Lei­den­ber­ger hat in ih­rem Le­ben noch nicht ge­tanzt und ist von ei­ner al­ten Schul­freun­din über­re­det wor­den, doch ein­mal zum Me­di­ta­ti­ven Tan­zen zu kom­men. „Ich ha­be mir gar nicht wirk­lich was dar­un­ter vor­stel­len kön­nen“, sagt die 66-Jäh­ri­ge. Es ha­be ihr aber auf je­den Fall gro­ßen Spaß ge­macht, und sie wer­de auf je­den Fall wie­der kom­men, sagt An­ge­li­ka Lei­den­ber­ger.

Die Lau­ne der Tän­ze­rin­nen ist gut, auch wenn man­che Be­we­gungs­ab­läu­fe nicht beim ers­ten Mal sit­zen. „Es gibt hoch­kom­ple­xe Cho­reo­gra­phi­en, aber auch ganz ein­fa­che. Hier ma­che ich nicht die ganz schwe­ren, weil der Spaß ja auch nicht zu kurz kom­men soll“, sagt An­drea Hon­rath. Der­zeit tan­ze sie mit ih­ren Kur­sus­teil­neh­me­rin­nen ei­nen Zy­klus Herbst­tän­ze. „Ein Tanz et­wa macht den Jah­res­kreis­lauf sicht­bar. Ein an­de­rer kommt da­ge­gen aus Ost­eu­ro­pa und stellt die Rhyth­mik in den Mit­tel­punkt“, sagt die Kur­sus­lei­te­rin. Da­bei wird viel ge­lacht, weil es zum En­de hin sehr schnell wird und die Frau­en kaum mit dem rhyth­mi­schen Stamp­fen hin­ter­her­kom­men.

Wie im­mer bei den ka­tho­li­schen Frau­en steht auch beim Me­di­ta­ti­ven Tan­zen die Ge­mein­schaft im Mit­tel­punkt, bei al­ler Freu­de am Tan­zen. „Die Un­ter­hal­tung, das Klö­nen, ge­hört na­tür­lich auch da­zu. Wir ma­chen auch in der Mit­te der an­dert­halb Stun­den ei­ne Kaf­fee­pau­se“, sagt An­drea Hon­rath.

Der Tanz­kur­sus rich­tet sich in ers­ter Li­nie an Frau­en. Aber An­drea Hon­rath wehrt sich da­ge­gen, dass Tan­zen ei­ne rei­ne Frau­en­do­mä­ne sei. „Das ist to­ta­ler Quatsch und nur bei uns in Mit­tel­eu­ro­pa ver­brei­tet. Über­all sonst tan­zen Män­ner ge­nau­so ger­ne und lei­den­schaft­lich wie Frau­en.“ Da­her hät­te sie auch kein Pro­blem da­mit, wenn ein Mann mit­tan­zen wol­le. „Wenn das für den Rest der Grup­pe in Ord­nung ist – war­um denn dann bit­te nicht?“, fragt die Lei­te­rin und lacht.

Im­mer mitt­wochs wird me­di­ta­tiv ge­tanzt

Ter­min Der Kur­sus „Me­di­ta­ti­ver Tanz“ fin­det je­den Mitt­woch von 10 bis 11.30 Uhr im Ge­mein­de­haus an der Wei­er­bach­stra­ße 15 statt.

Kos­ten Pro Kurs­ein­heit fal­len Kos­ten in Hö­he von drei Eu­ro an.

Kon­takt In­fos gibt es bei Bea­te Knecht, Tel. 02192 83111.

 

BM v. 27.09.2019

 

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