Rückblick
Kinderfreizeit auf Ameland

Die Ferienfreizeit 2018 fand vom 14. bis 24. Juli auf Ameland statt. Im Vergleich zum letzten Jahr können wir jedoch zehn Tage Sonne vermelden. Daher wurde viel Zeit am Strand oder auf dem Wasserspielplatz verbracht. Jedem Kind stand die gesamte Zeit ein Fahrrad zur Verfügung, deshalb konnten wir auch einiges unternehmen.


Die Highlights waren


• die Fischkutterfahrt, wo wir mit einem Schleppnetz Fische gefangen und, nach der Identifizierung durch den Fischer, wieder freigelassen haben. Zum Ende der Fahrt fuhr der Kutter noch an Sandbänken vorbei, auf denen sich einige Seerobben sonnten.


• Bauerngolf – hier musste ein weicher Ball in der Größe eines Handballs mit einem Schläger aus Holz in ein Loch befördert werden.


• der Besuch des Naturkundemuseums mit Barfußpfad und Fütterung der Raubfische im Aquarium. Den größten Spaß hatten die Kinder aber wahrscheinlich, als sie die etwas lustlos hinterherlaufenden Leiter mit Schlamm bespritzten.


• das traditionelle „Spiel ohne Grenzen“. Höhepunkt hier sicherlich der Transport von Wasser in einem Sieb, was die Sache zwar verkomplizierte, aber auch den Spaßfaktor erhöhte.


• und natürlich die Wattwanderung.

 

In diesem Jahr mussten wir uns nach 13 Jahren von der Küchencrew ET Weismantel und Franz Kippenberger verabschieden. Sie sind in diesem Jahr das letzte Mal dabei gewesen. Unvergessen sind die kulinarischen Besonderheiten wie die Mystery-Suppe und Erinnerungen an ET als Briefträger im Rollenspiel bei der „Augsburger Puppenkiste“ und die von Franz ausgerichteten „Spiele ohne Grenzen“. Egal ob kochen, einkaufen, sonstige Besorgungen machen, Erschrecken bei der Nachtwanderung, Übernehmen von Bastelworkshops oder einfach nur Kinder oder andere Leiter bespaßen, das Team der Ferienfreizeit sagt Danke für 13 tolle Jahre.

Sebastian Klager

Kinderfreizeit 2017

In den ersten zehn Tagen der diesjährigen Sonmerferien fand wieder die Kinderferienfreizeit statt. Diesmal machten sich 46 Kinder auf den Weg nach Ameland. Doch dieses Jahr drohte die Freizeit schon vor der Abfahrt in Erftstadt zu scheitern, als das Busunternehmen aus Bielefeld statt eines Reisebusses nur einen Schulbus und statt eines Busfahrers einen Rentner schickte. Todesmutig wagten wir uns trotzdem in den Bus und kamen sogar an der Fähre an; dass wir zwischenzeitlich auf einem Fahrradweg und auch einige Meter auf der Gegenspur gefahren sind, bleibt an dieser Stelle besser unerwähnt.

Weniger abenteuerlich verliefen dann die zehn Tage auf Ameland. Aufgrund des guten Wetters konnten wir den ein oder anderen Tag am Strand verbringen. Großer Beliebtheit bei den Kindern erfreute sich auch der nahe am Haus gelegen Wasserspielplatz, der ebenfalls häufig besucht wurde. Als nach sechs Tagen ein Teil des Leiterteams ein Festival der Ferienfreizeit vorzog (wir haben es alle nicht verstanden), wurde die Atmosphäre noch entspannter.
In Erinnerung bleiben wird sicherlich auch die Fahrradrallye. Es ging über einige Stationen zu einem Leuchtturm am anderen Ende der Insel. An den Stationen mussten Aufgaben erledigt werden wie Schnellfahren, Langsamfahren oder Slalomfahren, was die Kinder zum Erstaunen einiger Leiter wirklich recht gut hinbekommen haben. Auch beim Völkerballspiel der Kinder gegen die Leiter stellten sich die Kinder erstaunlich gut an und so mussten die Leiter eine bittere Klatsche hinnehmen. Das soll selbstverständlich nicht darüber hinwegtäuschen, dass einige Kinder zum Teil obskure Fahrradunfälle oder sonstige Unfälle produzierten. Das lag im Wesentlichen daran, dass die Kinder zwar Fahrrad fahren konnten, aber Probleme hatten mit Bremsen, Kurven fahren, Berg hochfahren, Berg runterfahren, aufsteigen und absteigen. Ein besonderes Highlight ereignete sich als ein Kind einfach einer anderen Gruppe hinterherfuhr ohne zu merken, dass es sich um eine Jugendgruppe handelte, die mehrere Jahre älter war. Zum Glück waren wenigstens einige Leitern über weite Strecken aufmerksam und nüchtern, sodass wir dem Kind noch hinterherfahren konnten. Das war auch nach dem Hinweis, dass es sich um die falsche Gruppe handelte noch nicht gänzlich überzeugt, vertraute aber den Leitern später glücklicherweise doch. Auch als am letzten Tag die übrig gebliebenen Süßigkeiten verteilt wurden, kam es zu skurillen Situationen (Bilder des arabischen Frühlings wirken hiergegen wie eine friedliche Demonstration) - hier verfahren wir aber nach dem alt hergebrachten Grundsatz "Was auf Ameland passiert ist, bleibt auf Ameland".

An den wenigen Tagen, wo uns das schlechte nordfriesiche Wetter erwischte, wurden Drachen gebaut, Pizza gebacken, Armbänder geflochten, Bilder gemalt und irgendwas gebastelt (kann mich jetzt im Detail auch nicht mehr an alle Workshops erinnern).

Erwähnenswert ist an dieser Stelle noch die Fahrt mit einem Robbenboot. Nach einer Bootsfahrt um die Insel hielten wir an einer großen Sandbank, wo wir aussteigen und Muscheln sammeln konnten (und sich abermals komplett einsauen konnte). Danach ging es weiter zu Sandbänken, auf denen sich Robben sonnten. Hier sind wir mit dem Boot ganz nah an die Robben herranfahren, sodass wir einige Minuten die Robben und ihre Heuler beobachten konnten. Das ein oder andere Kind nutzte sogar diese Möglichkeit, während andere lieber mit den Resten und Papieren der mitgebrachten Süßigkeiten den inneren Bereich des Bootes verschönerte.

Ein weiteres Highlight war die Wattwanderung, die jedoch leider an einem Regentag stattfand. Wir wurden in drei Gruppen eingeteilt; eine dieser Gruppen wurde von ihrem Wattführer durch sehr tiefen Morast geführt, was unfassbar eingesaute Klamotten zur Folge hatte. Ein besonderes Highlight waren ein Kind, dass tatsächlich so elegant gefallen ist, dass es einmal bäuchlinks im Morast lag. So hatten die Kinder aber die Möglichkeit Tiere zu sehen, die im Watt leben, die man sonst sicherlich nicht jeden Tag sieht.

Die Fahrt endete dann so wie sie anfing - mit Ärger über das Busunternehmen. Diesmal verspätete sich der Bus, der leider geschlagenen zwei Stunden zu spät kam, die wir einigermaßen genervt im Regen am Fähranleger in Holwerd verbringen mussten. Trotzdem sind wir dann irgendwann noch in Erftstadt angekommen. Jetzt freuen wir auf das nächste Jahr mit neuem Busunternehmen und altem Team.

Ein Hinweis an die jährlichen Leser des Berichts. Zu einer Neuauflage des "Leiter-Kicker-Turniers" kam es nicht; augenscheinlich war die Performance der Titelverteidiger im ein oder anderen Trainingsspiel für den Rest des Leiterteams schlichtweg zu erdrückend.

Sebastian Klager