Orgelkonzert

23.04.20 20:00

  • Orgelkonzert
Hans Leenders (c) Leenders

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Maurice Pirenne (1928-2008)
De creatione mundi

"In the beginning" von Aaron Copland ist vielleicht das bekannteste Stück über den Genesistext 1-2. Ein poetischer Text mit einer klaren Struktur. So wählte auch Priester-Musiker Maurice Pirenne diese Schöpfungshymne. In den Jahren 1995 bis 1997 vertonte er diese "märchenhafte Geschichte" (wie er selbst sagt). Diese Geschichte über die Entstehung von Himmel und Erde ist noch immer in unserem Zeitempfinden eingebettet. Sieben Tage, eine Urzahl der Vollkommenheit. 

Die ganze Komposition, die ungefähr eine dreiviertel Stunde dauert, wird durch vier musikalische Motive getragen, abgeleitet von den Worten Genesis, Creatio und Mundi (der Buchstabe A korrespondiert mit dem Ton C etc.), und ein siebentöniges Thema als Symbol für die Schöpfungstage. Mit dieser Konstruktion knüpft Pirenne an die Tradition der Komponisten der Renaissance an, die auf vergleichbare Art und Weise Motive als Strukturelemente nutzten.

Die Aussagekraft des Textes jedoch ist der große Ausgangspunkt der Komposition des ehemaligen Organisten und Dirigenten der Sint-Janskathedraal in ’s-Hertogenbosch.