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Buchtipp des Monats

 

Nachdem die Rezensionen am Tag des Buches und beim Bücherherbst so gute Resonanz gefunden haben, stellt das Team der KÖB Im Alten Rathaus Ihnen jetzt regelmäßig einmal im Monat ein lesenswertes Buch vor.

Dieser Buchvorschlag enthält eine Zusammenfassung, eine persönliche Einschätzung sowie Angaben zum Buch des Autors.
Vielleicht weckt es Ihr Interesse?   -   Dann besuchen Sie uns …

 

Sie können auch die Rezensionen der vergangenen Monate Nachlesen im Archiv Buch des Monats

 

Anne Hölters empfiehlt im Februar:

 

 

 

Leila Slimani

 


Der Duft der Blumen bei Nacht

 


Luchterhand Literaturverlag - 160 Seiten

 


Rezension: 

 

Dieses kleine ungewöhnliche Büchlein von Leila Slimani ist ihr persönlichstes. Sie wurde 1981 in Marokko geboren, ist dort aufgewachsen, lebt seit ihrem Studium in Frankreich und hat mehrere preisgekrönte Romane geschrieben.

 

In diesem Buch beschreibt sie ihre Gedanken in einer besonderen Nacht.

 

Diese Nacht verbringt sie alleine in einem Kunstmuseum in Venedig. Ihre Lektorin hat ihr vorgeschlagen an dem Projekt „Meine Nacht im Museum“ teilzunehmen, vielleicht kann sie nach einem solchen Erlebnis ihre Schreibblockade überwinden?

 

Leila Slimani ist sehr skeptisch, denn was soll sie, die seit ihrer Kindheit einen guten Bezug zur Literatur hatte, aber mit moderner Kunst nicht viel anfangen kann, alleine nachts im Museum?

 

Sie nimmt diese Herausforderung an und schlendert durch das dunkle Museum. Die Kunstwerke lösen bei ihr eine Gedankenreise aus, die wir dank ihrer fesselnden Sprache miterleben können.

 

Sie erinnert sich an ihre Kindheit, die, obschon ihre Eltern in bevorzugter Stellung sie möglichst frei erziehen, von der Kultur des Landes geprägt wurde. Sie erinnert sich   sehnsüchtig und schmerzhaft an ihren Vater, aber auch an den herrlichen Duft des Nachtjasmins.

 

Bereits als Jugendliche versuchte sie dem empfundenen Eingesperrtsein zu entfliehen. Obwohl sie inzwischen in Frankreich bekannt und anerkannt ist, fehlt ihr „eine feste Verankerung“. Sie schreibt: “Man beansprucht immer für sich, Ausländerin zu sein, und gleichzeitig haßt man, als solche gesehen zu werden.“

 

In diesem Buch passiert sehr wenig und trotzdem kann man mit dem Lesen kaum aufhören!  Nehmen Sie sich ein paar Stündchen Zeit und lassen Sie sich in die Gedankenwelt von Leila Slimani verführen.

 

Dieser Roman ist als Hörbuch in der ONLEIHE ERFT verfügbar!