Bericht aus dem Weihnachtspfarrbrief 2014

Frauengemeinschaft Heilig Kreuz in Aktion

 

Seit vielen Jahren gehört die Besichtigung einer romanischen Kölner Kirche zum Jahresprogramm. Im Mai führte der von uns sehr geschätzte Herr Broicher uns durch die Basilika St. Severin, die auf einem römischen Begräbnisfeld gebaut wurde und im Laufe der Jahre vielfältige Erweiterungen und je nach Zeitgeist diverse Umbauten erfahren hat. Im Hochchor der Kirche wird der Schrein von St. Severin aufbewahrt, und an den Wänden erzählen 20 Gemälde die Legende des Heiligen.

 

Ab Herbst d. J. wird das einzigartige Bauwerk, Wahrzeichen der Südstadt, wegen Sanierung für zwei Jahre geschlossen.

 

Als Ziel unseres diesjährigen Ausflugs haben wir uns für eine Stadt entschieden, nicht weit von unserem Zuhause entfernt, ca. 80 km, die ein Naturspektakel mit Weltrekordcharakter zu bieten hat: Andernach. Wussten Sie, dass es hier  den höchsten Kaltwasser-Geysir der Welt gibt? Im Rahmen einer Führung durch das Erlebniszentrum erfuhren wir einiges Wissenswerte über eine derartige Erscheinungsform in der Natur. Dann ging es per Schiff stromabwärts zum „Namedyer Werth“, ein Naturschutzgebiet auf einer Rheinhalbinsel. Hier warteten wir gespannt auf den Ausbruch des Geysirs. Erst zischte, brauste und brodelte es, und dann wurde mit gewaltiger Kraft eine bis zu 60m hohe Fontäne aus dem Boden geschleudert.

 

Roswitha, eine unserer Ausflüglerinnen, hatte sich voller Neugier zu nahe an die spektakuläre Quelle herangewagt und bekam dann das kühle Nass bis auf die Haut zu spüren, was sie aber bei dem herrlichen Sommerwetter als angenehme Abkühlung empfand. Anschließend blieb genügend Zeit, Andernach, die Stadt am Mittelrhein, die mit über 2000jähriger Geschichte zu den ältesten Städten Deutschlands zählt, zu erkunden. Es gab auch reichlich Gelegenheit, bis zum gemeinsamen Abendessen z. B. bei Kaffee, Eis o. Ä. den Sonnenschein zu genießen.

 

Anlässlich der diesjährigen Wallfahrt statteten wir der „Mater Dolorosa“ in Kürten-Biesfeld einen Besuch ab. Bereits im Bus trugen wir in Bitten und Gebeten der Gottesmutter unsere eigenen und die Anliegen der Menschheit vor. Die Hl. Messe vor Ort las dann - wir staunten nicht schlecht, als wir ein bekanntes Gesicht sahen - der ehemalige Pfarrer des Heppendorf-Elsdorfer Bereichs, Harald Fischer, der wenige Wochen zuvor in seiner jetzigen Pfarrgemeinde das Silberne Priesterjubiläum gefeiert hat.

 

Nach dem Mittagessen brachte uns der Bus nach Kürten zu einem am Waldrand angelegten Kreuzweg. Er trug die Überschrift „Jesu und der bedrängte Mensch - sein und unser Weg“.

 

In beeindruckenden Bildern ist die letzte Wegstrecke Jesu nachgestaltet und in das Leben der heutigen Menschen gestellt.

 

Keine der Ichendorfer Pilgerinnen hat es sich nehmen lassen, diesen Weg gemeinsam mit der Gruppe zu gehen, sich von den Abbildungen berühren zu lassen und hinter die Fassaden des Lebens zu schauen.

 

Als kleine Stärkung vor der Rückfahrt hatte die dortige Frauengemeinschaft gegen einen Obulus Kaffee und Kuchen für uns vorbereitet.

Anneliese Ziesemann-Kreutz

 

Am 20. August machte die Frauengemeinschaft einen Halbtagsausflug zum Drachenfels. Wir starteten mit dem Bus um 13.00 Uhr von Ichendorf nach Königswinter. Dort angekommen, fuhren wir mit der Bergbahn rauf zum Drachenfels. Nachdem wir die tolle Aussicht in uns aufgenommen hatten, ging es zum Kaffeetrinken. Danach fuhren die „Fußkranken“ mit der Bahn wieder runter und der Rest wanderte zum Tal. Nach einem Glas Wein in Königswinter war die Heimfahrt angesagt.

Gerda Franken