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Priesterweihe

Priesterweihe

Die Priesterweihe gehört zu den sieben Sakramenten in der katholischen Kirche. Mit der Weihe werden dem Diakon und den Priesteramtskandidaten die priesterlichen Aufgaben und Vollmachten vom Bischof übertragen. Sie symbolisiert den Eintritt ins Priesteramt.
Das Sakrament der Weihe unterteilt sich in drei Stufen: Der Weihe zum Diakon, der Weihe zum Priester und der Weihe zum Bischof.

Die Priesterweihe darf nur der empfangen, der nach dem Urteil des Bischofs für den kirchlichen Dienst geeignet ist. Laut Kanonischem Kirchenrecht (CIC) kann ein Bewerber abgelehnt werden, wenn er den Voraussetzungen nicht entspricht.

Im feierlichen Rahmen einer Messfeier wird das Weihesakrament gespendet, bei der der Bischof und das gesamte Presbyterium (Priesterversammlung einer Diözese) des Bistums anwesend sind. Der Bischof, das Presbyterium, der Regens (Leiter des Priesterseminars der Diözese) und die Priesteramtskandidaten mit ihrem Spiritual (Mentor) ziehen zu Beginn der Messe in die Kirche ein.

Messfeier

Zu Beginn der Liturgie werden die Priesteramtskandidaten aufgerufen. Mit den Worten "hier bin ich", ursprünglich "ad sum" erklären sie ihre Bereitschaft zur Weihe. Nach der Predigt geben die Kandidaten gegenüber dem Bischof das Gehorsamsversprechen und singen gemeinsam die Herabrufung des Heiligen Geistes im "Heilig-Geist-Hymnus". Es folgt das Gebet der Heiligenlitanai, bei dem die Kandidaten längst ausgestreckt mit dem Gesicht zum Boden liegen. Symbolisch versinnbildlicht diese Handlung, dass der Priester sich in Gottes Hände begibt.

Die folgenden beiden Rituale machen den Kern der Priesterweihe aus: Zunächst spendet der Bischof mit der Handauflegung das Weihesakrament. Es folgt das Weihegebet. Daraufhin legt auch das versammelte Presbyterium den Neugeweihten die Hände auf, um sie in die Gemeinschaft der Priester aufzunehmen. Im zweiten Teil erhalten die Neugeweihten die ausdeutenden Riten: In der Regel zieht ihnen der jeweilige Heimatpfarrer Priestergewand und Stola an, der Bischof salbt ihnen die Hände mit Chrisam und die Gefäße wie Hostienschale und Kelch werden überreicht. Es ist üblich, dass jeder Priester seine eigenen heiligen Utensilien besitzt, die in seiner Pfarrgemeinde aufbewahrt werden.
Nach dem Weiheritus zelebrieren die Neupriester gemeinsam mit dem Bischof die Messe.

Primiz

Einige Tage nach der Priesterweihe feiert der Neugeweihte seine erste Eucharistiefeier im Priesterseminar. Kurz darauf erfolgt die zweite Primiz in seiner Heimatgemeinde.

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