ERZBISTUM KÖLN     

St. Mariä Geburt, Efferen


In Efferen ist eine Kirche seit 1223 bezeugt.
Vielleicht schon seit der merowingischen Zeit gehörte Efferen bis zur Säkularisation zum Damenstift St. Maria im Kapitol.
Neben der romanischen Kirche  wurde nach Plänen von Heinrich Nagelschmidt 1869 eine neugotische Kirche eingeweiht, die im Oktober 1944 vollkommen zerstört wurde. Nach dem 2. Weltkrieg wurde für einige Jahre eine Notkirche an der Kaulardstraße genutzt, bis am 25. November 1956 die jetzige Pfarrkirche eingeweiht wurde. Der Kirchturm wurde 1957 errichtet. Die Efferener Pfarrkirche ist der letzte von vier Kirchenbauten im Erzbistum Köln der Architekten Borgard und Vollmer.

Durch die Zunahme der Gemeindemitglieder wurde seit 1967 über eine Erweiterung der Pfarrkirche nachgedacht.
Nach 1972 hat der Architekt Karl Band aus Köln die Kirche nach Westen hin erweitert und sich behutsam dem bestehenden Gebäude der Architekten Borgard und Vollmer angepasst. Die jetzige Kirche wird bestimmt durch das große asymetrische Satteldach und ein auffallendes rhombenförmiges Oberlicht über dem Altarbereich. Die Verglasung der Fenster stammt von Will Thonett. Der Gemeinderaum ist vierschiffig auf fast quadratischem Grundriss angelegt.

Im Inneren zeigt sich dem Besucher ein weiter ruhiger Raum, der von filigranen Sichtbetonstützen getragen wird.
Der Innenraum konzentriert sich ganz auf den Altarbereich und wird fast auschließlich durch das Oberlicht über ihm belichtet.

Die Orgelempore ist im südlichen Seitenschiff eingezogen und unter ihr befindet sich seit 1992 die Werktagskapelle.
Auf der Orgelempore steht die von der Firma Weimbs 1974 erbaute und 2008 generalsanierte Orgel. 

Der Kölner Bildhauer Bernhard Schoofs schuf den Altar aus Aachener Blaustein.
Im Zuge der Umgestaltung im Jahr 1972 schuf der gleiche Künstler den Taufstein, die Sedilien, den Ambo und die Tabernakelstele, darauf steht das von Heinz Rheindorf geschaffene Sakramentshaus, das mit Silberplatten beschlagen und mit Emailledarstellungen verziert ist. Von ihm stammt auch das silberne Hängekreuz, das als Prinzipalstück die ganze Kirche dominiert.
Als historische Ausstattungsstücke, die schon in der Vorgängerkirche standen, sind zwei barocke Skulpturen erwähnenswert, die der Pfarrpatronin Maria und die des Heiligen Donatus. 
An der Rückwand der Kirche ist der neugotische Kreuzweg von 1879 angebracht worden.
Geschichtlich am bedeutendsten war aber schon immer ein Stück gotischen Chorgestühls, das aus St. Maria im Kapitol der Eigenkirche in Efferen offenbar überlassen worden ist.

 

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