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Architektur St. Remigius

Hauptschiff St.Remigius

Die schon vor 1144 bestehende Kirche war nach Ansicht der Forschung eine einschiffige, verhältnismäßig breite Saalkirche mit dem vorgesetzten hohen Untergeschoss des Turmes. Im ersten Drittel des 13. Jahrhunderts erfolgte der Ausbau zur dreischiffigen Pfeilerbasilika.

Davon sind heute noch beachtliche Reste der ursprünglichen Bausubstanz erhalten. Die Seitenschiffe der romanischen Flachbaubasilika sind bis etwa zur halben Breite des Westturmes vorgezogen. Das Untergeschoss des Turmes ist ungegliedert, das erste Obergeschoss wird durch Lisenen, Rundbogenfriese und Gesimse belebt. Im dritten Geschoss, der Glockenstube, befinden sich an allen Seiten zwei durch Pilaster gegliederte Felder. Darin sind je zwei Schallfenster zu sehen, die von Zwischensäulen mit Würfelkapitellen geteilt werden. Den Obergaden des Mittelschiffes gliedern acht Blendarkaden mit Halbsäulen, zwischen jeder zweiten Rundblende sitzt ein Rundbogenfenster. Die Seitenschiffe haben je fünf Rundbogenfenster, die jedoch auf die Position der Obergadenfenster keine Rücksicht nehmen.

Das quadratische Chorhaus im Osten entspricht in seiner Breite dem Turm und wird von einer Apsis abgeschlossen. Es ist niedriger als das Mittelschiff und besitzt auf jeder Seite ein großes Rundbogenfenster. Im Giebel befindet sich ein kleines kreuzförmiges Fenster, darüber leitet ein Gesims zum Dach über. Drei Rundbogenfenster zwischen Rundbogenblenden und Pilastern gliedern die Außenwand der Apsis.

Durch ein einfaches Rundbogenportal im Turm betritt der Besucher das Gotteshaus. Nachdem er die kleine Halle unter dem Turm durchschritten hat, öffnet sich der weite Innenraum des Hauptschiffes mit seinen weißen Wänden und dem schwarzen Schieferboden. Auffallend ist der große Bogen am Übergang vom Hauptschiff in das Chorhaus. Er wird von einem profilierten und farbig gefassten Sandsteinbogen gerahmt, der keine tragende Funktion hat. Die Decke der Apsis besteht aus einem Dreikappengewölbe mit wulstigen Rippen und Schildbögen, die auf zierlichen Konsölchen aufsitzen. Im Zentrum der Apsis und im sakralen Mittelpunkt des Gotteshauses befindet sich der Wandtabernakel, der 1980 von dem Bildhauer Karl Kluth gestaltet wurde und durch eine eigene Beleuchtung hervorgehoben wird.

Die Scheidemauern, die das Hauptschiff von den Seitenschiffen trennen, ruhen auf vier Vollpfeiler-Paaren und einem Dreiviertel-Pfeilerpaar mit umlaufenden Schmiegekämpfern. An der Westwand des Hauptschiffes thront über dem Eingangsportal die Orgel, die 1998 von der Firma Weimbs neu gebaut wurde.

 

Grundriss St. Remigius Grundriss St. Remigius

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