Weltgebetstag 2021 - Vanuatu

Der Inselstaat Vanuatu will Industrieländer in die Pflicht nehmen.

 

Kaum ein Land ist so stark von Klimakatastrophen betroffen wie der Inselstaat Vanuatu im Südpazifik. Dabei ist das wenig entwickelte Land selbst kaum für den Klimawandel verantwortlich. Vanuatu will deshalb vor den Internationalen Gerichtshof ziehen.

 

Umgefallene Grabsteine liegen am Strand, die Gräber unterspült vom Meer. Die Knochen der Vorfahren sind am Ufer verteilt.

 

„Wir haben lernen müssen, dass das Meer sauer wird, weil die Temperaturen steigen. Durch den Schaden haben wir fast 90 Prozent unseres Korallenriffs verloren. Wenn das Riff angeschlagen ist, werden die Wellen nicht mehr abgehalten. Sie erreichen die Küste und spülen die Erde weg. Unsere Häuser sind vom steigenden Meeresspiegel bedroht. Alles hängt zusammen,“ erzählt Willy Kenneth. Zehn Jahre lang hat er für die deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit, GIZ, gearbeitet.


„Wenn wir Erfolg haben, dann könnte jedes einzelne Gericht in jedem Land, jeder Gerichtshof das als Vorlage nehmen. Es könnte die Basis für Übereinkommen zwischen Staaten, für multilaterale Entscheidungen, sogar für Handelsabkommen nach nationalem Recht werden. Das hätte weitreichende Folgen,“ für Willy Kenneth auf der Insel Pele klingt das noch weit entfernt. „Es ist wichtig, dass sie kleine Inselstaaten wie uns respektieren, weil wir diejenigen sind, die die Auswirkungen tragen. Das ist die Botschaft, die wir verbreiten müssen.“


Es wird zu lange dauern. Es wäre besser, wenn die Länder sich einigen könnten, wie wir mit dem Klimawandel umgehen. Deshalb ist es wichtig, dass der Inselstaat Vanuatu Aufmerksamkeit dafür schafft, damit die Industrienationen wissen, was zu tun ist. 


Die, die es sich leisten können, sind schon jetzt auf den Berg gezogen oder in die Hauptstadt. Für Fischer und Landwirte, die sich keinen Umzug leisten könnten, wird eine Klage am Ende zwecklos sein. Das Verfahren dauert schlicht zu lange

 

Die Frauen auf Vanuatu haben die Gottesdienstordnung für den Weltgebetstag 2021 vorbereitet und bitten um unser Gebet.

Gottesdiensttermine zum Weltgebetstag am Freitag, dem 5. März 2021

15.30 Uhr

Marialinden, St. Mariä Heimsuchung

17.00 Uhr

Immekeppel, St. Lucia

18.30 Uhr

Heiligenhaus, St.Rochus 

 

Der Gottesdienst aus St. Rochus Heiligenhaus wird auch über Youtube übertragen.