St. Remigius

Remigiusdarstellung aus dem Gemeindehaus St.Remigius Königswinter. Das Bild steht unter der GNU-Lizens für freie Dokumentation Remigiusdarstellung aus dem Gemeindehaus St.Remigius Königswinter. Das Bild steht unter der GNU-Lizens für freie Dokumentation St. Remigius, geboren um 436 bei Laon, von vornehmer gallo-romanischer Herkunft, wurde bereits 458 Bischof von Reims. Den Frankenkönig Chlodwig, mit dem Remigius seit dessen Thronbesteigung in Verbingung stand, konnte er Weihnachten 498/99 taufen. Nun begann Remigius mit der Glaubensverkündung unter den Franken und gründete die Diözesen Arras, Laon, Thérouanne und Tournay-Cambrai.

Die Legende berichtet: Der König als überzeugter Bewahrer des alten germanischen Glaubens habe schon vor seiner Taufe durch seine christliche Frau sowie durch Gespräche mit dem Bischof die christliche Lehre einigermaßen gekannt, sie aber als eine Religion der Schwäche verachtet. Als er jedoch 496 in der Schlacht von Zülpich in Gefahr gewesen sei, gegen die Alamannen zu unterliegen, habe er gelobt, sich zum Glauben seiner Gattin zu bekennen, wenn er die Schlacht gewinne. Er siegte und soll später Bischof Remigius um die Taufe gebeten haben.

St. Remigius starb am 13.Jan. um 533. Seine Gebeine wurden 1049 in die Abtei St. Remi, später in die Kathedrale von Reims übertragen. Sein Kult ist außer in Frankreich und Italien besonders im westlichen Deutschland verbreitet.


Die Geschichte von St. Remigius

Die Pfarrkirche St. Remigius ist ein 1976 fertiggestellter, moderner Kirchenbau. Die Pfarrgemeinde hat eine sehr alte Geschichte:
In einer Urkunde des Jahres 873 ist eine 'basilica, quae est in Sunnebrunno' erwähnt: Es gab also schon damals, wahrscheinlich am Platz einer ehemals heidnischen Kultstätte - dort, wo heute die evangelische Hauptkirche steht - ein christliches Gotteshaus.

Urkunden aus dem 16. Jahrhundert erwähnen, dass ein Pfarrer Reimers Änderungen im Gottesdienst vornahm, und bald stellen wir fest, dass Sonnborn weitgehend zur reformierten Gemeinde geworden ist.

Während in der früheren Zeit Sonnborn vom Stift (Düsseldorf-) Gerresheim abhängig war, spielt nun das Kloster Gräfrath eine wichtige Rolle. Da die Zahl der katholischen Gläubigen in Sonnborn auf wenige Familien gesunken ist, gehen diese nach Elberfeld (St. Laurentius) oder aber nach Gräfrath zum Sonntagsgottesdienst.

Der Pfarrer von (Solingen-) Gräfrath ist zuständig für die Katholiken in Sonnborn und sieht Ende des vorigen Jahrhunderts die Notwendigkeit, Sonnborn zu einer eigenen Pfarrei zu errichten. Man kaufte 1854 ein Gebäude an der Sonnborner Straße (ehemals "Kaiserlicher Hof') und richtet dort eine Kapelle, einen „Katechiersaal“ und eine Wohnung für einen Geistlichen ein.
Bald kommt man zur Planung einer neuen Kirche mit Pfarrhaus und anderen notwendigen Gebäuden. Die neue Kirche, noch dem Geschmack der damaligen Zeit von dem Architekten Lange erbaut, wird 1879 eingeweiht.

Sonnborn bleibt von den Bomben des 2. Weltkrieges weithin verschont.
Durch die Industrialisierung und den voraussichtlichen Eisenbahnbau kamen Ende des 19. Jahrhunderts viele Katholiken nach Sonnborn und Vohwinkel (das damals noch zu Sonnborn gehört) und finden hier Arbeit und eine neue Heimat.
1901 wird Vohwinkel von Sonnborn abgetrennt und erhält seine eigene Kirche (St. Mariä Empfängnis) im neugotischen Stil.

1955 wird Wuppertal-Varresbeck mit der St. Bonifatius-Kirche von Sonnborn abgepfarrt.

Eine neue Periode beginnt für St. Remigius mit der Planung des Sonnborner Autobahnkreuzes.
Schon 1966 ist klar, dass die meisten Gebäude in Pfarreigentum dem Autobahnbau, der nicht mehr aufzuhalten ist, zum Opfer fallen werden.
Die Kirche würde völlig von Straßen umschlossen und mitten im Verkehrsgetriebe liegen.
Noch einigem hin und her entschließen sich die Pfarrgemeinde St. Remigius in Abstimmung mit dem Erzbistum Köln zum Bau eines ganz neuen Pfarrzentrums mit Kirche, Wohnungen, Kindergarten und Altenheim auf einem neu erworbenen Gelände an der Garterlaie (ca. 200 m vom alten Standort).

Für den Bau des neuen großen Gemeindezentrums wurde ein begrenzter Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Und schließlich wurde der Neubau des gesamten Pfarrzentrums Herrn Regierungsbaumeister a.D. Fritz Schaller übertragen.
Die Bauleitung lag in Händen der Firma Karl Köhler, Düsseldorf, die meisten Rohbauarbeiten wurden von der Firma Brüggemann, Duisburg, erstellt, die Abwicklung des Bauvorhabens wurde der Gesellschaft für Kommunale Anlagen (GKA), Düsseldorf, übertragen.
Die Vorgaben des Pfarrers für den Kirchbau beschränkten sich bewusst auf die funktionale und theologische Planung einer Kirche nach dem 2. Vatikanischen Konzil.

Der Kindergarten des neuen Gemeindezentrums wurde im Mai 1973 feierlich eingeweiht. Gleichzeitig legte man - bei Verwendung eines alten Grundsteins von 1925 - das Fundament zum neuen St. Remigiushaus (Alten- und Pflegeheim) mit seinen 112 Betten und den übrigen Gebäuden (Pfarrheim, Büro und Dienstwohnungen).

Die am Pfingstsamstag 1976 durch Herrn Weihbischof Dr. Augustinus Frotz geweihte Kirche hat einen ovalen Grundriss und steigt vom Altarraum aus nach hinten leicht an, so daß jeder im Kirchenschiff jeden anderen von seinem Platz aus sehen kann. 

Das Dach des von außen vielleicht auf den ersten Blick nicht besonders einladenden Baues erhebt sich auf 14 schlanken Säulen als freitragende Kuppel über dem Altar.

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