Religiöses Leben in Sonnborn und Vohwinkel bis 1895

Religiöses Leben in Sonnborn und Vohwinkel bis 1895

Vohwinkel war eine unbedeutende Ansiedlung am Westrand des Tales der Wupper. Die wenigen dort ansässigen Katholiken gingen zum Gottesdienst nach Schöller, Düssel, Gräfrath oder Sonnborn. Die Geschichte unserer Gemeinde hat ihren Ursprung in Sonnborn.

Um 873 wird auf dem Kirberg in Sonnborn eine der ersten Kirchenbauten urkundlich genannt.

Um 1300 wird die Kirche in Schöller erstmals urkundlich erwähnt.

1586 Die Reformation wirkt sich auch in Sonnborn aus, der größte Teil der Gemeinde schließt sich der reformierten Lehre an, so daß hier seit dem 1. Dezember keine katholischen Gottesdienste mehr stattfinden.

1629 Im Zuge der Gegenreformation wirkt der Jesuitenpater Boos für zehn Monate in Sonnborn, vorübergehend werden dort auch katholische Gottesdienste gefeiert.

1713 In Schöller wird eine katholische Kapelle errichtet.

1776 erlaubt der Generalvikar in Köln, dort unter bestimmten Bedingungen Messe zu lesen.

1836 Auf Vohwinkeler Gebiet leben 1.992 Protestanten Und 338 Katholiken. Katholische Kirchen gibt es aber nur in Gräfrath und Düssel.

1837 Durch den Bau der " Düsseldorf-Elberfelder-Eisenbahn" bekommen Sonnborn Und Vohwinkel zunehmende Bedeutung. Die Bevölkerungszahl steigt schnell an.

1854 Am 4. Mai wird in Sonnborn ein Kapellenraum für die katholischen Christen eingerichtet.

1855 Ab November finden in Sonnborn regelmäßig katholische Gottesdienste statt. In Vohwinkel dürfen auf Antrag von Pfarrer Breuer aus Gräfrath zwei Zimmer der evangelischen Schule am Marktplatz für katholische Gottesdienste benutzt werden.

1873 In Sonnborn und Umgebung wohnen jetzt schon ca. 1.000 Katholiken.

1876 Am 6. November gründet die Kirchengemeinde Gräfrath eine katholische Kapellengemeinde in Sonnborn, zu deren Gebiet auch Vohwinkel gehört. Die neue Sankt Remigius-Kirche wird am 16. November geweiht.

1880 Von den jetzt 2.800 Katholiken der Sankt-Remigius Gemeinde wohnen mehr als fünfzig Prozent auf Vohwinkeler Gebiet. Auf dem Rottscheidt wird die erste katholische Schule errichtet, die 1907 eine Zweigstelle in der Grotenbeck erhält.

1887 Am 14. Juni erfolgt die Erhebung der Sonnborner Kapellengemeinde zur Pfarrgemeinde.

1888 Vohwinkel wird selbständige Landbürgermeisterei.

1889 Pfarrer Felix Wamich Und der Kirchenvorstand von Sonnborn beschließen am 8. Dezember, in Vohwinkel ein Grundstück für den Bau einer Kirche zu kaufen. An der Kreuzung Gustavstr./Friedrichstr. (heute Lettow-Vorbeck-Straße) soll für 10.500 Reichsmark ein 210 Quadratruten großes Gelände erworben werden. Am 10. Dezember liegt die bischöfliche Erlaubnis vor.

1890 Durch die Gründung eines Kirchbauvereins wird das Vorhaben erheblich gefördert. Am 12. Juli erfolgt dann die staatliche Genehmigung für den Ankauf des Grundstücks.

1897 Am 21. Dezember erteilt die Erzbischöfliche Behörde von Köln die Genehmigung, eine Notkirche und ein Rektoratsgebäude zu bauen.

1892 Nachdem die örtliche Bauerlaubnis erteilt ist, wird am 4. Mai mit dem Bau begonnen.

1893 Am 18. September sind die Ludgeruskirche und das Pfarrhaus fertiggestellt. Dechant Peter Meisloch aus Barmen weiht die Kirche, assistiert von vierundzwanzig Geistlichen. Dieses erste Gotteshaus ist sechsundzwanzig Meter lang und sechzehn Meter breit, die Baukosten betragen 57.000 Mark. Die Pläne stammen von Baumeister Roß aus Köln. Zur Ausstattung der Kirche gehören ein Hochaltar mit Marienbild (Geschenk der Probsteikirche zu Meppen) und zwei wertvolle Seitenaltäre aus Marmor in Bergischem Barock (Geschenke der Münsterkirche zu Bonn); der Michaelsaltar aus dem Jahr 1700 steht heute noch im linken Seitenschiff unserer Kirche. Der zweite Altar ist verschollen, nachdem er beim Abbruch der Notkirche verschenkt wurde. Der erste geistliche Rektor ist Dr. Peter Steinberg.

1895 Kauf eines Grundstücks am "Halben Berg" zur Anlage eines Friedhofes für Vohwinkel, der am 1. November 1896 eingeweiht wurde.

Quelle: 100 Jahre Pfarrgemeinde Sankt-Mariä-Empfägnis Wuppertal Vohwinkel

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