November 1988


 
Mit Küchenbenutzung
Lustspiel in 3 Akten
von
Hans Kirchhoff
Untermieter sein oder Untermieter haben, ist ganz bestimmt nicht immer eine allzu rosige Angelegenheit, aber was sich in der Wohnung des cholerischen Pferdeschlachters Piening abspielt, als ihm das Wohnungsamt das Ehepaar Senkpiel „mit Küchenbenutzung“ einquartiert, übersteigt zweifellos selbst die schlimmsten Befürchtungen. – Der einzige Trost mag sein, dass sich Wohnungsinhaberin und Untermieterin in ihren Schikanen und Gegenschikanen wahrlich ebenbürtig sind. Und auf was für Iden diese beiden komme! Nur gut, dass ihre Männer dazwischentreten, wenn es allzu heiß hergeht und wenigstens für ein paar Minuten wieder einen Scheinfrieden herstellen. Dabei ist der Herr Pferdeschlachter beileibe keine friedliche Natur, denn schlechter Geschäftsgang, Dauerkrieg mit Wohnungsamt und Straßenbahnverwaltung sowie ständige Reibereien mit seiner besseren Hälfte sind seinem ohnehin leicht erhitzbaren Gemüt ganz und gar nicht zuträglich.
Das Aufeinanderprallen der verschiedenen Charaktere im beengten Rahmen einer Küche schafft Szenen von einfach unbeschreiblicher Komik und Turbulenz. Frau Pferdeschlachter schikaniert ihre Untermieterin nach allen Regeln der Kunst bis zu dem Tage, da diese erfährt, dass sie durch die Erbschaft ihres Mannes Besitzerin des Hauses geworden ist, in dem sich die Pferdeschlachterei befindet. Nunmehr dreht sich das Blatt, und Untermieterin Senkpiel zahlt ihrer Peinigerin alles das doppelt und dreifach heim, was sie in den letzten Wochen erdulden musste. – Nun erweist sich diese Erbschaft aber als Irrtum, und abermals scheint die Frau Pferdeschlachter das Heft in die Hand zu bekommen. - Doch dazu kommt es glücklicherweise nicht mehr – ihre Rache wäre bestimmt zu furchtbar geworden, und an das Publikum muss gedacht werde: wer zwei Stunden ununterbrochen Tränen gelacht hat, muss unbedingt wieder einmal zum Luftholen kommen.
„Mit Küchenbenutzung“ ist ein Lachschlager allererster Ordnung und seine Situationskomik einfach nicht zu übertreffen. Kein Wunder, dass dieses Stück im Hamburger St. Pauli-Theater 170 mal hintereinander über die Bühne ging!

 

Fotostrecke



 
Mitwirkende


 
Personen Darsteller
Max Piening Matthias Haschke
Dora Piening Elke Philipsen
Georg Senkpiel Norbert Florian
Ella Senkpiel Barbara Meyer Bracken
Erich Brendel Peter Bellinghausen
Manni Brendel Doris Zuleger
Walter Wendland Markus Brockmann
Muschi Piening Silke Riedel
Oma Meier Marita Knab
   
Soufleuse Hildegard Day
Leitung Norbert Florian






Für die tatkräftige Unterstützung danken wir:

Ali Janazek
Hans-Dieter Kowalke
Peter Simonmeyer
Therese Wierich




 
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