05 | 12 | 2022

50 Jahre Projektpartnerschaft

Katholische Kirchengemeinde St. Gereon und Dionysius mit den Schwestern vom armen Kinde Jesu in Monteredondo/Kolumbien
21. November 2022;

50. Adventsbasar mit reichhaltigem Angebot findet am 26./27. November 2022 im Pfarrer-Franz-Boehm-Haus statt

  

„Als Margret Jenniches 1972 das erste Mal nach Kolumbien reiste und dort den Kontakt zu den Schwestern vom armen Kinde Jesu in Bogotá aufnahm, hat sie sicherlich nicht erwartet, dass diese Verbindung so viele Jahrzehnte halten sollte,“ so Barbara Thomas, die Sprecherin des Basarteams der Katholischen Kirchengemeinde St. Gereon und Dionysius, dem außerdem Katharina Niemeyer und Anne Blasberg angehören.

 

„Unsere Gemeinde hat seit 50 Jahren durch die Erlöse der Adventsbasare, diversen Kollekten und vielen, vielen privaten Spenden die Arbeit der Schwestern tatkräftig unterstützt. Dabei haben sie mit ihren Einrichtungen und Hilfsangeboten die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen gefördert, die in einer von Armut und Gewalt geprägten, bildungsfernen Umgebung aufwachsen“, berichtet jetzt Barbara Thomas. In allen Schulen, die von den Schwestern geleitet würden, durchliefen die Kinder eine qualifizierte Ausbildung, die ihnen neben Fachkenntnissen zum Schul- und Ausbildungsabschluss auch Werte vermittele und sie für die gesellschaftliche Situation ihres Landes sensibilisierten.

 

Die Kongregation der Schwestern arbeitet dabei sehr effektiv – so konnten sie vor kurzem eine Schule, die ursprünglich in einem sozialen Brennpunkt lag, verkaufen. Die Situation im Viertel hatte sich u.a. durch die Arbeit der Schwestern so sehr verbessert, dass sie sich von dort zurückziehen konnten. Mit dem Verkaufserlös konnten notwendige Investitionen in Cazucá, einem besonders gefährlichen Slumgebiet, getätigt werden.

 

Durch die politisch angespannte Lage im Nachbarland Venezuela kommen seit einiger Zeit sehr viele Flüchtlinge von dort u.a. nach Cazucá. Sr. Johann Baptist, die dort eine Arztpraxis betreibt, berichtet, dass zurzeit 70 Prozent ihrer Patienten aus Venezuela stammten. Sie benötigt deshalb dringend Medikamente, um alle Patienten zu versorgen.

 

Lebenshaltungskosten haben sich teilweise vervierfacht

Die Corona-Pandemie ist zwar aktuell in Kolumbien nicht mehr sehr aktiv, doch Sr. Maria del Rocio, die Provinzoberin, erzählt mit großer Sorge, dass viele Eltern ihrer Schüler ihren Arbeitsplatz verloren hätten und keine neue Einkommensmöglichkeit finden könnten. Viele Familien müssten mit ca. fünf € im Monat auskommen. „Das ist natürlich unmöglich“, so die Provinzoberin. Zudem hätten sich die Lebenshaltungskosten um das Drei- bis Vierfache verteuert, so dass die Eltern kaum noch in der Lage seien, selbst die geringen Schulbeiträge zu bezahlen. Das bringe auch die Institutionen in ökonomische Schwierigkeiten. Den Schwestern sei es deshalb sehr wichtig, alle Kinder, aber auch die 135 Lehrer und sonstigen Mitarbeiter, deren Gehälter gesetzlich erhöht wurden, zu behalten. Die Finanzierung dieser monatlichen Ausgaben sei aber nur durch Spenden möglich!

 

Einladung zum Adventsbasar am ersten Adventswochenende

„Von daher sind wir vom Basarteam sehr froh, dass in diesem Jahr der Adventsbasar zu Gunsten der Schwestern vom armen Kinde Jesu nach zweijähriger Corona bedingter Unterbrechung wieder stattfinden kann“, ergänzt Anne Blasberg. So lädt das Team die Gemeindemitglieder aber auch alle Monheimerinnen und Monheimer sehr herzlich zum Besuch des Basars ins Pfarrer-Franz-Boehm-Haus (PFBH), Sperberstr. 2, ein. Er findet – wie auch in früheren Jahren – traditionell am ersten Adventswochenende, mithin am 26./27. November, statt. Am Samstag, dem 26., ist er von 12 bis 17:30 Uhr, und am Sonntag, dem 27., von 11 bis 16:30 Uhr, geöffnet. 

 

Außerdem findet am 20. November 2022, um 17 Uhr, in St. Gereon, ein Benefizkonzert mit dem Vokalensemble „Vokalexkursion“ aus Köln statt, dessen Erlös ebenfalls den Schwestern zugutekommt.

 

Individuelle Geschenkideen für Weihnachten

Im liebevoll dekorierten Adventsdorf erwartet die Besucherinnen und Besucher wieder eine reichhaltige Auswahl von individuell geschmückten Adventskränzen und -gestecken. Außerdem findet man an den Ständen zahlreiche weihnachtliche Dekorationen wie Engel und Sterne aller Art sowie Krippen einschl. Zubehör. Weiterhin erwartet die Besucher individuell gefertigte modische Strickwaren, hochwertige Näharbeiten und Schals, Filzdekorationen, kunstvolle Papierkreationen, Holzarbeiten sowie köstliche Marmeladen, Weihnachtsgebäck und vieles mehr.  

 

Natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. So gibt es wieder Kaffee bzw. Tee und selbstgebackenen Kuchen. Außerdem bietet das neue Küchenteam am Samstag eine leckere Erbsen- und am Sonntag eine deftige Gulaschsuppe mit Brötchen sowie an beiden Tagen eine vegetarische Gemüsesuppe an. Für die kleinen Gäste gibt es jeweils Nudeln mit roter Soße. Kurzum: Es ist wieder für jeden Geschmack etwas dabei!

 

„Jeder gespendete Euro hilft den Schwestern helfen“

Unabhängig vom Besuch des Basars und dem Kauf der zahlreichen Angebote, bittet das Basarteam auch in diesem Jahr um großherzige Spenden für die Arbeit der Schwestern. Und Katharina Niemeyer, die „Schatzmeisterin“ des Basarteams, appelliert deshalb schon jetzt an alle Gemeindemitglieder: „ Helfen Sie wieder mit einer großzügigen Spende, dass die ‚Schwestern vom armen Kinde Jesu‘ in den Slumgebieten in und um Bogotá auch weiterhin ihre wertvolle caritative Arbeit fortführen können. Hier hilft jeder gespendete Euro.“

 

Damit die Spenden direkt bei den „Schwestern vom armen Kinde Jesu“ eingehen, bittet das Basarteam, die entsprechende Überweisung direkt auf das nachfolgende Konto der Schwestern vorzunehmen: 

Generalat der „Schwestern vom armen Kinde Jesus“

IBAN: DE 17 3905 0000 0004 0441 11

Verwendungszweck: CAZUCA

 

Selbstverständlich werden auch die Schwestern eine entsprechende Bescheinigung für das Finanzamt ausstellen. Hierzu ist es allerdings erforderlich, dass auf dem Überweisungsträger die vollständige Adresse angegeben wird.

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