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26 | 09 | 2020

kfd von St. Dionysius begeisterte an drei Abenden

15. Februar 2017;

Im Pfarrheim von St. Dionysius war der Teufel los. Seit 46 Jahren feiern die Frauen der Katholischen Frauengemeinschaft von Baumberg ihren Frauenkarneval! Und auch in diesem Jahr stürmten fast 500 sehr gut gelaunte und kostümierte jecke Frauen zu den drei närrischen Sitzungen.

Das Programm wird von Frauen der Frauengemeinschaft in Eigenregie gestaltet. Und unsere 21 Akteurinnen boten ein mehrstündiges Programm, das so bunt war wie die Kostüme im Saal!

Im Pfarrheim war die Stimmung an allen drei Tagen entsprechend großartig! 


Musikalisch begleitete uns Ralf Kosing, der uns und unsere „Eigenheiten“ seit Jahren kennt und immer wieder aufs Neue auf unsere Wünsche eingeht. Durch das Programm führten Christel Schumacher, die mit ihrem Vortrag unter dem Titel „Jahresrückblick“ gekonnt die Situation in unserem Land schilderte, sowie Doreen Wahlers. Stolz präsentierte uns das Duo zudem drei neue Jecken, die unseren Karnevalskreis verstärken! Angela Brunnenwasser sowie die beiden „Küken“ Alina Reichling und Olivia Wittek.

 
Die kfd-Spatzen- angeführt von Renate Meisen und Dagmar Reichling, die auch für die gesamte Organisation verantwortlich war - sorgten gleich zu Beginn für tolle Stimmung.

Sie besangen das kfd Herz, das für den Karneval und für die närrischen Besucherinnen schlägt. Sie wünschten sich ein bisschen mehr Frauen- Power in der Kirche, denn: Ohne Frauen läuft dort ja doch nichts! Und sie präsentierten lokale Anekdoten, damit unser Bürgermeister Daniel Zimmermann, der natürlich wieder Gast im Saal war, auch weiß, was die Baumberger in Sachen Stadtverschönerung von ihm erwarten. Mit einem besonderen Danklied für seinen Einsatz bei der kfd wurde unser Geistlicher Begleiter Sven Clouth verabschiedet. Viele gute Wünsche für seine neue Stelle bekam er gesanglich mit auf den Weg.

 
Mit einem orientalischen Tanz begeisterte Inge Müller das Publikum, ehe zwei Mütter - Renata Stradiath und Christine Witt – auf der Bühne aneinandergerieten: Beide wollten jeweils das Verhalten ihres Kindes rechtfertigen. Die prügelten sich nämlich- und hörten erst dann mit der Rauferei auf, als eine der Mütter ihrem Max die Waffensammlung streichen wollte.


Die „Baumberger Bauarbeiter“ Elisabeth Kluczny, Monica Beckmerhagen sowie die zwei erwähnten neuen Mitglieder Olivia und Alina legten anschließend einen flotten Bauarbeitertanz mit akrobatischen Sprüngen aufs Parkett und durften die Bühne erst nach der lautstark vom Publikum geforderten Zugabe verlassen.


Danach wurde ein baufälliges Haus in der Annonce von Marlene Petry (Sie spielte eine Maklerin) als Bungalow mit vielen Extras angeboten. Er erschien damit derart wertvoll, dass die Erbin des Hauses, gespielt von Rosemarie Weiffen, es dann doch nicht mehr verkaufen wollte.

 
Das Pastoralteam bewies wenig später sein Bühnentalent als flotte Schwanenseetänzer, die in Tutus beinahe elfengleich über die Bühne schwebten. Ihren Auftritt honorierten die närrischen Zuschauerinnen mit Begeisterungsausrufen und viel Applaus. Natürlich wollten sie dieses Highlight zweimal sehen, weil es sooo schön war.

 
Beate Buchheister schilderte als Hausfrau, die schon immer davon geträumt hatte, an einem Motorcross- Rennen teilzunehmen, wie sie ihren Traum wahr werden ließ: Mit Speck und Öl möbelte sie einen verrosteten Käfer auf und funktionierte ihn kurzerhand in ein Rennauto um. Natürlich war ihr kein Erfolg beschieden: Das Rennen endete in einem Desaster.

Immerhin: Dafür war ihr aber der Applaus der Jecken im Saal sicher.

 

Mit Spannung erwartet wurden die Showgirls von St Dionysius. Sie begeistern mit ihren Tänzen schließlich jedes Jahr aufs Neue das Publikum!

Die Erzieherinnen der Kita von St. Dionysius- Barbara Köver, Daniela Schneider und Sandra Schertgens- hatten dieses Mal gemeinsam eine Choreographie zum Lied „ Mein Herz, das brennt..“ von Andrea Berg entwickelt und unter Leitung von Sandra Schertgens einstudiert.

Die Teamsprecherin der kfd, Gabi Katzschke, hatte als Choreographin des Tanzes zum Stück „Helele“ (Safri Duo) ganze Arbeit geleistet.

Rasant und flott präsentierte die Gruppe in wunderschönen, bunten Kostümen ihre Tänze.

Das Publikum sang und tanzte begeistert mit! Und auch diese Mädels wurden nicht ohne Zugabe von der Bühne gelassen!

 
Dann erlebten die Patienten, die sich in einer Arztpraxis am Karnevalsdienstag einfanden, so manch amüsante und peinliche Überraschung. Die sibirische Putzfrau, gespielt von Ilona Kluba, machte den so genannten „ Kölschen Wisch“- und verteilte den Staub im Wartezimmer, weil es ja nur steril aussehen und nicht auch steril sein muss. Und sie nahm eine Autozeitung aus der Praxis mit: Ihr Bruder will gut über jene Modelle informiert sein, die er demnächst klauen soll.

Überhaupt: Die Patientin und der Arzt hatten am Ende so viele verwirrende und absonderliche Begegnungen, die man gar nicht beschreiben kann. Man muss es einfach gesehen haben.

Die Zuschauer hatten jedenfalls viel Spaß an dem Sketch, den Renata Stradiath mit der Gruppe einstudiert hatte.


Der anschließende Zwergentanz verblüffte die Närrinnen allein schon wegen der aufwändigen Bühnenkonstruktion: Der Kopf von Elisabeth Kluczny bewegte sich scheinbar freischwebend durch einen Stoffspalt rauf und runter. Als Zwerg tanzte sie dann vor dem Vorhang und erheiterte alle Zuschauer mit dieser Kuriosität. Auch hier verlangte das Publikum eine Zugabe.

Der seit Jahren beliebte "Frauen am Fenster - Vortrag" mit den zwei „Lästermäulern“ kam sehr gut an, weil manch einer sich in der Rolle auch manchmal selbst entdecken kann!

Mit einer Rakete wurden sie von der Bühne verabschiedet.

 

Mit viel Applaus wurde als nächstes der Sketch "Im Altenheim“ bedacht. Die älteren Herrschaften wünschten sich so sehr, einmal noch als Garde aufzutreten.

Die flotte Krankenschwester (Doreen Wahlers) erfüllte ihnen ihren Wunsch. Und da die Kostüme bereits unter den Bademänteln der Senioren steckten, konnten sie den Jecken im Saal einen großartigen Auftritt präsentieren - mit „Stippeföttche“ und einem auf einem Skatebord vorbeifahrenden Funkenmariechen. Einfach super! Das Publikum war begeistert und forderte eine Zugabe!

Nach der Ehrung der vielen fleißigen Helferinnen und Helfer kam letztendlich der Höhepunkt der Sitzung: Das tolle Bühnenbild –bestehend aus einem riesiges Schiff namens „MS kfd“ und zig Stofffähnchen, die von den Kindern des Familienzentrums St. Dionysius unter Anleitung der dortigen Erzieherinnen sowie Dagmar Reichling gebastelt worden waren - kündigte das Schauspiel an, bei dem noch einmal alle Mitwirkenden auf die Bühne kamen.

Aus vielen Ländern reisten kfd Frauen, die jeweiligen Nationalfähnchen schwenkend, an und stürmten auf die Bühne. Von dort fuhren sie mit der “ MS kfd“ zum Heimathafen Baumberg und brachten mit ihren Hits den Saal zum Beben!

Das Publikum sang begeistert das Schlusslied: „Leinen los, volle Fahrt“ von Santiano mit und hätte gerne noch weiter gefeiert!

 
Das Urteil der Jecken am Ende der Sitzung war jedenfalls einhellig: "Es hat wieder einmal riesigen Spaß gemacht, in Baumberg mit der kfd Karneval zu feiern!“


Wir danken denn auch allen, die beteiligt waren und zum tollen Gelingen beitrugen. Dazu zählen die Helferinnen des kfd-Karnevalskreises, die mit ihrem Catering für das Essen und die kleinen Leckereien sorgten. Die Messdiener mit ihrem Fahrdienst. Die Helfer an der Garderobe. Die Leute vom „Cube“ Team, die für die Bühnentechnik verantwortlich waren. Unser Fotograf Jörg Katzschke, der uns immer so tolle Erinnerungsfotos liefert. Die Männern der kfd Frauen, die beim Auf- und Abbau geholfen haben. Und viele weitere Helferinnen und Helfer im Hintergrund!

 
In diesem Zusammenhang möchte ich namentlich vier kfd Damen besonders herzlich danken.

Gabi Katzschke frisierte im Vorfeld bei sich zuhause die Perücken passend für jeden Auftritt! Eine aufwändige Fleißarbeit! Gemeinsam sorgte sie außerdem mit Sabine Stachura - die für die Maske zuständig war - vor den Auftritten dafür, dass wir alle so gut aussahen! Frisiert wurden wir zudem perfekt von Monika De Sousa, die neu im Team ist! Ein besonderes Dankeschön gilt Gerlinde Schnock, die für den Kartenverkauf immer bereitstand und telefonisch zu jeder Zeit alles regelte.

 
Danke sagen wir selbstverständlich auch allen Besucherinnen und Gästen unserer Sitzungen!

Ohne sie wäre eine solch gelungene Veranstaltung, deren Einnahmen komplett für soziale Zwecke gespendet werden, nicht möglich. Im vergangenen Jahr konnten wir übrigens 2.600 Euro spenden.

Und im nächsten Jahr - am 23., 24. und 26. Januar 2018 - simmer widder dabei!

 

Dreimol „kfd Bomberg – Helau!“

Rosemarie Weiffen (für den Karnevalskreis der kfd)

       

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