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Die Kapelle in Burglahr

Kapelle-BurglahrDie Burg zu Lahr geht wohl auf das 12. Jahrhundert zurück und war bis zur Säkularisation 1812 bei wechselnden Nutzern im Eigentum des Kölner Erzstiftes.

Der Kölner Kurfürst war also weltlicher und kirchlicher Herr der Bewohner in der Lahrer Herrlichkeit. Die Burg war der Überlieferung nach bis zum Beginn des 18.Jahrhunderts bewohnt, verfiel dann aber mehr und mehr. Die Ruinen wurden als Steinbruch genutzt. Die Oberlahrer Schule soll sogar aus diesen Steinen gebaut worden sein. Die Burg hatte wohl auch eine Kapelle, die aber auch dem Zerfall anheim gegeben war.

Etwa um 1700 (nach Pfarrer Lückerath) wurde im Ort eine Ersatzkapelle errichtet. Da sie aber sehr klein war, wurde sie 1851 auf das heutige Maß erweitert. Die Kapelle ist auf den Titel "Maria Heimsuchung" geweiht. Ein wunderschöne (bäuerliche), barocke Madonna schmückt daher bis auf den heutigen Tag das Altarbild. Über dem Marienbild in Altar der Burglahrer Kapelle steht: "Maria Larete O:P:N:" (Maria von der Lahr bitte für uns). Die Lahrer Herrlichkeit verehrt also ein eigenes Gnadenbild der Muttergottes.

Jeden Dienstag wird hier heilige Messe gefeiert.

Die Kapellengemeinde ist sehr darum bemüht, dieses Gotteshaus zu pflegen und zu erhalten. So wurden in den letzten Jahren Messgewänder, eine Ampel für das Ewige Licht und Gebetbücher gespendet. Für die notwendige Reparatur des Harmoniums wurde ein Spender gefunden, der die Kosten von 500 € übernahm. Der Küsterdienst, die Pflege der Kapelle und kleinere Reparaturen werden von den Gemeindemitgliedern ehrenamtlich übernommen. In der Regel sind es um die 15 Personen, die an der Messe am Dienstag teilnehmen. Es bleibt zu hoffen, dass die Kapelle auch in Zukunft ein geistliches Zentrum für die Gemeinde bleibt.

Foto: Superbass

 
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