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Kapelle zur unbefleckten Empfängnis, Bennau

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als am Bennauer Kopf in großem Umfang Basalt abgebaut wurde, reiften In Bennau die Pläne, an Stelle einer kleinen baufälligen Kapelle draußen am Ziegenbusch im Ort selbst eine größere zu bauen. Zunächst hatten drei Brüder der Familie Gödtner das notwendige Kapital und ein Grundstück gestiftet, das als Tausch für eine am Ortseingang gelegene Parzelle des Grafen Nesselrode eingesetzt wurde. So konnten die Bennauer1989 den Rindhausener Maurermeister Michael Decker mit dem Bau beauftragen.
 
Nach und nach wurde das kleine Gotteshaus würdig ausgestattet und 1902 geweiht. Seitdem fanden immer wieder Messen und Andachten dort statt. Darüber hinaus war sie jährlich Ziel einer Bittprozession vor Christi Himmelfahrt. 1945 geriet Bennau in die heftigen Auseinandersetzungen der letzten Kriegsmonate. Die Kapelle wurde beschädigt, und was noch schlimmer war: Im März desselben Jahres kamen Soldaten und Dorfbewohner im Beschuss ums Leben. Da der Asbacher Friedhof unerreichbar war, mussten sie direkt bei der Kapelle zur Ruhe gebettet werden.
 
In den Jahren der Nachkriegszeit stellte sich heraus, dass die Kapelle durch Kriegseinwirkung und ungünstige Witterung trotz Notreparatur auf Dauer nicht zu retten war. Darum wurde sie niedergerissen und 1973 durch einen neuen Bau in modernstem Baustil ersetzt. Fünfeckig, in Beton gegossen und mit flachem Dach passte sie weder ins Ortsbild, noch gefiel sie den Bennauern. Darum baute man sie 1988 nochmals um und ersetzte das flache Dach durch ein spitzes. Mit farblich passenden Klinkern ummauert gefällt sie nun wieder den Dorfbewohnern und fügt sich auch baulich harmonisch ins Ortsbild ein.
 

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Sa, 19.05.18

 
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