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LeitlinienGRUENE_GOCKEL_HKS63

Umweltleitlinien der kath. Kirchengemeinde Heilige Familie

 

1.    Als Christen glauben wir, dass die Welt Gottes Schöpfung ist

Alle Menschen sind Teil der Schöpfung. Unser Auftrag lautet, diese Welt zu gestalten und Verantwortung für unsere Mitgeschöpfe (Pflanzen und Tiere) zu übernehmen. Wir betrachten die Erde als Lebenshaus, in dem jedem Geschöpf der nötige Raum zur Entfaltung zusteht. Als Menschen nehmen wir darin eine Sonderrolle ein, die zugleich mit einer besonderen Verantwortung verbunden ist.

2.    Wir wollen Gottes Gegenwart in der Welt erfahrbar machen

Uns ist bewusst, dass auch wir als Gemeinde Bestandteil ungerechter, unsozialer und unökologischer Strukturen sind. Doch wenn der Mensch seinen Mitmenschen und Mitgeschöpfen in Achtung und Liebe begegnet, wird Gottes Gegenwart erfahrbar. Unser Anspruch ist daher, dass durch uns möglichst niemand ausgebeutet wird. Weder hier und jetzt, noch andernorts oder zu anderen Zeiten. Wir sehen als Gemeinde den Auftrag, durch unser Tun Leben zu ermöglichen und Not zu lindern.

3.    Als Kirche wollen wir selbst handeln

Wir sehen uns als Gemeinde in besonderer Verantwortung. Wir sind Verkünder der Botschaft Gottes und werden mit diesem Anliegen in besonderer Weise auch in der Öffentlichkeit beachtet. Daher sehen wir uns in der Pflicht, stetig unser Handeln als Gemeinde zu überprüfen und unsere Verantwortung für Mitmenschen und Umwelt in unserer Lebenswelt verstärkt wahrzunehmen.

4.    Wir verpflichten uns, unseren Einsatz für die Umwelt kontinuierlich zu verbessern.

Menschliches Leben und Handeln, das ohne negative Auswirkungen auf die Umwelt bleibt, wird es nicht geben. Wir setzen uns dafür ein, Umweltbelastungen stetig und nachhaltig zu verringern. Wir streben an, über die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen hinaus gehende Leistungen freiwillig zu erbringen, um beim Umweltschutz mit gutem Beispiel voran zu gehen. Besonders bei Erneuerungs- und Sanierungsmaßnahmen sind auch ökologische Aspekte und Klimaschutz ein wichtiges Entscheidungskriterium.

5.    Wir nutzen unsere Macht als Verbraucher

Wir kaufen als Gemeinde nach Möglichkeit Güter und Dienstleistungen aus der Region, um kurze Transportwege zu unterstützen. Konsum soll ökologisch und sozial verträglich sein. Auch unter globalem Aspekt möchten wir in Produktion und Handel gerechte Strukturen stützen und fördern und  bevorzugen deshalb fair gehandelte Produkte. Bei Kaufentscheidungen werden auch Informa-tionen über Herkunft und Entstehung von Produkten eingeholt und berücksichtigt. Dazu treten wir auch in Dialog mit Lieferanten und Produzenten.

6.    Wir sehen die Bewahrung der Schöpfung als Bildungsauftrag

In unseren Kindertagesstätten erwirbt die nachwachsende Generation Haltungen und Fähigkeiten, die zum Gelingen des Lebens helfen. In unserer pädagogischen Arbeit spielen Schöpfungsverantwortung und das Staunen über die Wunder der Natur eine wesentliche Rolle.
Mittels der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit der Gemeinde informieren wir zusätzlich über Möglichkeiten, einen eigenen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung im persönlichen Umfeld zu leisten.

7.    Wir fördern die aktive Beteiligung Vieler

Durch umweltverantwortliches und zukunftsfähiges Handeln möchten wir als Gemeinde möglichst viele Menschen im Lebensraum unserer Vororte  zum Nachdenken und Nachahmen anregen. Unsere Gemeinde lebt von dem Engagement Vieler. Unser Ziel ist es, sie in den Umweltschutz einzubeziehen und gemeinsam Verbesserungen herbeizuführen. Jeder hat daher die Möglichkeit, Anregungen zu geben, sich aktiv zu beteiligen und Zugang zu den relevanten Informationen zu bekommen.

 

Beschlossen im Oktober 2017 durch Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat der Gemeinde „Heilige Familie“, Köln–Dünnwald/Höhenhaus
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