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Die Entstehung des Klosters

Über die Stiftung und die Entstehung der Klosterkirche gibt es folgende Legende in Dünnwald:
Im Wald "vor Selkoren" soll einsam eine alte Kapelle gelegen haben. Zwischen den morschen Mauern der Kapelle stand ein Bild des Erlösers, fast vermodert wie die Kapelle selber. Jahraus, jahrein zogen Scharen frommer Wallfahrer zu diesem kleinen Gotteshauses. Eines Tages wurde das Gebet der frommen Pilger plötzlich durch gellende Hilferufe aus dem Dickicht unterbrochen und im nächsten Augenblick stürzte Ritter Heidenreich, verfolgt von Feinden, in die Kapelle. Er wollte dort Schutz suchen vor den Verfolgern, denen er wohl mannhaft entgegengetreten wäre, wenn er Waffen mitgeführt hätte. Da er sich aber auf einem Pilgerweg befand, war er unbewaffnet und zur Flucht in das Heiligtum gezwungen. Voll Dank für die Rettung küsste er die Schwelle und klammerte sich an den Altar. Aber einer der Räuber achtete nicht den heiligen Ort, sondern hob das Schwert zum tödlichen Streich. Doch, welch ein Wunder! Als das Schwert blitzend niedersaust, bricht der starke Stahl glatt am Heft ab. Der Schlag hatte das Bild des Erlösers getroffen, dessen eine Hand zwar durchbohrt wurde, dessen Nagel aber dem Knienden Rettung vorm sicheren Tod gebracht hat. Das Schwert in den Händen des Erlösers bringt selbst die rasenden Mörder zur Besinnung. In jähem Entsetzen flüchten sie aus der Kapelle.
Voller Dank gegen Gott stiftete der Ritter Heidenreich an diesem Ort ein prächtiges Gotteshaus und ein großes Kloster.
Längst verschwand der Wald dort und weite Flure ziehen sich um das Gotteshaus hin. Segnend streckt der Erlöser aber auch noch heute seine Hände dort aus.
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