ERZBISTUM KÖLN  domradio     

fallen gelassen

 

- Gerade war er noch der Heilsbringer,

einer, von dem man sich alles erhofft hatte,

ein Star, eine Berühmtheit,

einer, dem man nacheifern wollte,

in dessen Gefolgschaft man sich gern zeigte

und in dessen Bekanntheit man sich sonnen konnte.

 

- Die Stimmung hatte sich über Nacht geändert:

Er war unbequem geworden,

er hatte ein paar Wahrheiten gesagt

und sich nicht um die öffentliche Meinung geschert.

Er hatte Missstände angeklagt.

Er hatte sich nicht missbrauchen lassen

durch gesellschaftliche Zwänge

wegen der öffentlichen Ordnung

für das „Das war schon immer so!“

 

- Da haben sie ihn fallen lassen,

wütend - auf sich selbst - sind sie über ihn hergefallen,

haben seinen Tod gefordert,

aufgestachelt von den Mächtigen,

 aus Angst davor,

dass sich etwas ändern könnte…

 

- Palmsonntag

(rd)

Zum Seitenanfang Seite weiterempfehlen Druckversion Kontakt  Barrierefrei  Impressum