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Pastorales Raumkonzept -
Pfarrversammlung am 10.11.2019

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Heilige Familie überprüft Raumbedarf

Über Sanierungen, Schließungen und Neubauten wird mit Leidenschaft diskutiert

Die kirchlichen Versammlungsgebäude der „Heiligen Familie“ haben in den letzten Jahren zu einem „strukturellen Defizit“ geführt. „Wir geben derzeit für Heizung und Reinigung viel zu viel Geld aus, wir putzen und heizen uns um Kopf und Kragen“, klagt der Leitende Pfarrer Markus Wasserfuhr. Die Einnahmen aus Raumvermietungen hätten daran wenig geändert. Und auch die Heiztemperaturen ließen sich nicht beliebig weiter absenken. Deshalb hat ein Ausschuss „Pastorales Raumkonzept“ den tatsächlichen Raumbedarf in den einzelnen Ortsteilen für die nächsten 20 Jahre neu ermittelt. Erst wenn ein schlüssiges Raumkonzept vorliegt, wird das Erzbistum nötige Sanierungsarbeiten bewilligen.

Vor drei Jahren nahm der Ausschuss „Pastorales Raumkonzept“ seine Arbeit auf. „Bei allen Planungen war nicht allein der Sparzwang ausschlaggebend“, sagt Ausschussmitglied Gabriele Becker. Sie spricht von der pastoralen Idee, auch noch in 20 Jahren nahe bei den Menschen sein zu können. Deshalb soll es künftig in der Nähe von jeder der sechs Kirchen zumindest einen kleinen, rund 50 qm großen Versammlungsraum mit einer Teeküche geben. „Uns ist es wichtig, dass es weiterhin an jedem der sechs Standorte kirchliches Leben gibt“, betont Rainer Nückel vom Pfarrgemeinderat.

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Geplant ist nur noch ein großer, teilbarer Gemeindesaal für knapp 300 Personen. Dieser könnte künftig in Unterrath stehen. Schon jetzt gibt es einen großen Saal in St. Maria unter dem Kreuze (Kürtenstraße), der rege genutzt wird, aber sanierungsbedürftig ist. Das Pfarrzentrum St. Bruno (Kalkumer Straße) befindet sich in einem schlechten Zustand. Sollte der große Pfarrsaal hier entstehen, müsste er komplett neu gebaut werden.

Der Saal des Pfarrzentrums Heilige Familie (Carl-Sonnenschein-Straße) soll künftig als Probenraum für alle Chorgruppen und das Pfarrorchester dienen. Von den bisherigen vier Gruppenräumen könnten zwei abgegeben werden an eine Kindertagespflegeeinrichtung. Denkbar wäre stattdessen auch eine Nutzung dieser beiden Räume durch die Jugendgruppen. Derzeit finden die Gruppenstunden noch in den Kellerräumen statt. Das wird als unbefriedigend empfunden. Die Kellerräume könnten künftig als reine Lagerräume dienen. Und die zuletzt wenig genutzte Kegelbahn könnte für ein Pfarrarchiv weichen. Das zentrale Pastoralbüro ist bereits saniert.

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Die Kirche St. Maria Königin (Krahnenburgstraße) verfügt derzeit nur über einige ziemlich dunkle Räume unter der Kirche. Diese könnten künftig mit einer Glasfassade heller gemacht und barrierefrei gestaltet werden.

Neben der Kirche St. Maria Himmelfahrt (Im Grund) sind derzeit ein städtischer Kindergarten und die gemeindeeigenen Räumlichkeiten unter einem Dach untergebracht. Sollte die Stadt ihre Einrichtung erweitern wollen, könnte das vorhandene Pfarrzentrum dafür abgegeben werden. Hinter der Kirche oder hinter der ehemaligen Kaplanei könnten ein neuer kleinerer Versammlungsraum, eine Teeküche und ein neuer Raum für das Kontaktbüro entstehen.

Der Pfarrsaal der Kirche St. Albertus Magnus (Kaiserswerther Straße) wurde bereits vor Jahren verkauft und abgerissen. Jetzt soll ein kleiner Versammlungsraum neu gebaut werden – entweder hinter der Sakristei oder auf der Wiese vor dem Kindergarten. Möglicherweise entsteht an der Josef-Gockeln-Straße ein weiteres pfarreigenes Mietshaus. Da die Kirche wochentags von Orgelstudenten der Robert-Schumann-Musikhochschule als „Musikkirche“ genutzt wird, könnte in der Kirche ein Raum als Notenarchiv abgetrennt werden. Denkbar erscheint auch ein kleiner abgetrennter Catering-Bereich.

Jugendräume sind künftig nur noch an den Standorten „Heilige Familie“ und „St. Bruno“ geplant. Die drei Pfarrbüchereien in „Heilige Familie“, „Maria Königin“ und „Maria unter dem Kreuze“ sollen nicht aufgegeben werden.

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Bei einer gut besuchten Pfarrversammlung wurde die Pfarrgemeinde am 10. November 2019 über den Stand der Planungen informiert. Dort wurde der Wunsch geäußert, Abrissarbeiten erst dann zu beginnen, wenn der Bau der Nachfolgeräumlichkeiten abgeschlossen oder zumindest hundertprozentig gesichert ist.
Wichtig: Der Ausschuss „Pastorales Raumkonzept“ nimmt weitere Anregungen und Voten gern noch bis zum 30. November entgegen: buero@heiligefamilie.de

Im Anschluss will der Kirchenvorstand ein konkretes Konzept erarbeiten, wie es das Erzbistum einfordert. Pfarrer Wasserfuhr machte klar, es sei derzeit noch viel zu früh für einen Zeitplan. Das Konzept lasse sich nur nach und nach verwirklichen. Auch die Reihenfolge der Umsetzung sei noch offen.

Werner Czaschke

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