ERZBISTUM KÖLN   Rechtliche Hinweise     

Schreiben des Herrn Henric Peeters, Caritasdirektor für die Landeshauptstadt Düsseldorf

Direkt zu Beginn der Coronakrise, Mitte März, konnte unsere Kirchengemeinde der Caritas Düsseldorf einen höheren Betrag überweisen, um schnell und unbürokratisch zu helfen. Der Dank des Caritasdirektors, Herrn Peeters, gilt vor allem dem Einsatz der Caritassammlerinnen und Caritassammler und natürlich allen Spenderinnen und Spendern. 

Hier der ausführliche Dank von Herrn Peeters an unsere Kirchengemeinde:

 

Ihre Großzügigkeit hat mich sehr gerührt. Und deshalb sagen wir alle

„DANKE für Ihre großzügige Spende!“

Dies tun wir insbesondere im Namen von zahlreicher Kindern, Jugendlichen und deren Familien, Senioren und  wohnungslosen Menschen, die wir durch Ihre großzügige Spende in dieser schwierigen Zeit der Corona Pandemie unterstützen konnten.

Der Alltag vieler Kinder und deren Familien war und ist in aktuellen Zeiten leider oft trist und eintönig. Fehlende Kontakte zu Freunden und die häufig sehr stark reduzierten Möglichkeiten den Tag zu gestalten verlangen den Kindern und Eltern Einiges ab.

Kinder und Jugendliche sind von den Regelungen und Gesetzen in besonderer Weise betroffen. Sind sie doch besonders  angewiesen auf menschliche Nähe, Aufmerksamkeit durch Erwachsene  und (Körper-)Kontakt sowie Bewegung um sich entwickeln und entfalten zu können. Regelungen, wie der „Sozialen Distanz“, das Betretungsverbot für Kindertagesstätten und Schulen und das Spielplatzbetretungsverbot und damit eine weitgehende Isolation der Kinder verringern die alltäglichen Möglichkeiten stark und stören die Entwicklung, insbesondere, wenn die Kinder zusätzlich auch noch die Sorge der Eltern wahrnehmen, oder die Kinder und Jugendlichen aus finanziell und sozial benachteiligten Familien kommen. Gerade für diese Familien haben das  „Bleib zu Hause Paket“  entwickelt!

Viele  der betroffenen Familien wohnen in z.T. sehr beengten Verhältnissen. Die fehlenden  Versorgungs- und Bildungsinfrastrukturen, das lange andauernde Ausgehverbot führten zu hohen familiären Belastungen. 

Dank Ihrer Unterstützung konnten wir bisher mehr als 800 Kinder und deren Familien mit „Bleib zu Hause Paketen“ ausstatten. Die Verteilung erfolgte über unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Erziehungsberatungsstellen, Stadtteiltreffs, Kitas und Flüchtlingsunterkünfte.

Die Caritas-„Bleib zu Hause Pakete" befinden sich Bücher, Beschäftigungsmaterial und Spiele, die individuell und altersgerecht an jedes Kind angepasst wurden.

Mit vollbepacktem Fahrrad und Korb ging es los!

Gerne möchten wir Ihnen einige konkrete Beispiele benennen, wo wir Dank Ihrer Hilfe helfen konnten:

„Einer hat an mich gedacht!“

Ein Mädchen im Grundschulalter, das mit seinen Eltern eher zurückgezogen und mit wenig sozialer Anbindung lebt. Migrationshintergrund und psychische Erkrankung der Eltern führen eher zu Einsamkeit, die sich durch Corona und den fehlenden Schulbesuch noch verstärkt hat. Die Familie wohnt recht einfach und bekommt vermutlich auch nicht viel Besuch. Das Mädchen strahlte, als das Bleib zu Hause Paket tatsächlich auch zu ihr nach Hause kam. Auch die Mutter war gerührt über das Geschenk, und dass an ihre Tochter in dieser Zeit jemand gedacht hat.

Wir haben was zum Anschauen und  Lesen – Hurra!

Zwei kleine Jungen im Vorschulalter, die wie viele andere Kinder schon so lange nicht mehr in den Kindergarten und auf die Spielplätze dürfen. Die Familie steckte zu Beginn der Corona-Einschränkungen mitten im Umzug. Zusätzlich ist die Familie belastet durch eine Erkrankung der Mutter, eine anstehende OP und bauliche Schäden in der neu angemieteten Wohnung. Der Vater der Kinder kann in dieser Zeit nicht im Home-Office arbeiten, so dass die Mutter mit all dem doch sehr überlastet ist. Was für eine Freude, als da das Paket zu den Jungs nach Hause kam. Sie tanzten beide im Treppenhaus und lachten und sangen, packten die Bilderbücher aus und strahlten. Dann zogen sie gemeinsam mit den neuen Büchern unter den Arm geklemmt in ihr Kinderzimmer ab.

Ein Bleib zu Hause Paket auch für Geschwister

Ein jugendliches Mädchen, dessen Familie stark psychisch belastet ist. Zudem leben die Eltern getrennt. Während das Geschwisterkind und die Mutter im Fokus der Hilfen stehen, kommt das Mädchen weniger häufig in den Blick, da es ‚gut zurecht kommt‘ und weniger auffällig erscheint. Das war also wirklich eine Überraschung, als auch das Mädchen ein Bleib-zu Hause Paket mit Büchern zum Lesen bekommen hat. Inzwischen hat sich aus dieser Aktion eine telefonische Beratung für das Mädchen ergeben. Bleib-zu Hause Paket schenkt Freude!

Ein 5jähriges Mädchen, das mit seiner psychisch kranken Mutter und einem kleinen Geschwisterkind alleine lebt. In der Corona-Situation ist die Mutter nun noch mehr belastet; die Unterstützung durch den Kindergarten fehlt sowohl den Kindern als auch der Mutter. Die Großmutter fällt für die Betreuung (da Risikogruppe) auch aus. Manchmal weiß die Familie nicht, womit sich noch beschäftigen? Wie verbringen wir den Tag? Das Bleib zu Hause Paket hat hier viel Freude gebracht und eine neue Spielidee. Das Mädchen war gleich beschäftigt mit dem Malbuch und vor allem mit der Anziehpuppe aus Papier, der man verschiedene Kleider anziehen kann. Die Mutter berichtete, dass sie selbst  sich gleich an früher erinnert  und selber eine solche Puppe gehabt habe. Ein wenig (Erinnerungs-) Freude ist so mit dem Paket in der Familie angekommen.

Alle Familien waren gerührt und haben sich sehr gefreut und bedankt. Hier einige Reaktionen der Familien:

„Die Inhalte waren liebevoll ausgewählt!“

„Zu Herzen ging aber auch das Zeichen dieser Spende:

Wir denken an Euch!

Ihr seid nicht alleine!“

„Das war mehr als eine Spende sondern mit den Paketen wurde das Signal verschenkt:

Wir sind eine Gemeinschaft und halten zusammen.“

„Wir danken für die zutiefst zu Herzen gehende Aktion.“

 „Von Herzen Dank an die Spender!!“

Kerstin und Tomira würden jetzt eigentlich in der Kita oder in der Schule arbeiten und für mehrere Stunden Kinder betreuen, doch stattdessen stehen sie mehrmals am Tag mit Einkaufswagen im Supermarkt und kaufen ein. Die beiden Caritas-Mitarbeiterinnen der individuellen Schul- und Kitaassistenz sind, aufgrund des Coronavirus, seit ein paar Wochen Teil des Caritas-Einkaufsservices. Der Einkaufsservice ist ein Angebot der zentren plus für Senioren und Menschen in Düsseldorf, die der Risikogruppe angehören. Das Angebot gibt es in jedem Stadtteil, wir als Caritas sind in acht Stadtteilen in Düsseldorf aktiv.

Mit Hilfe Ihrer Unterstützung konnten ca. 100 von Grundsicherung lebende Senioren und Seniorinnen mit Lebensmitteln versorgt werden.
Die Bescheidenheit und Dankbarkeit  der Menschen wurde hier sehr deutlich. Dies drückte sich besonders im Telefonat zur Bestellung aus, wenn z.B. erfragt wurde, ob es zu unverschämt sei, neben dem Käse noch Marmelade zu bestellten. Dann wurde entsprechend eingekauft und die Taschen vor die Tür gestellt.  In diesem kurzen Kontakt zeigte sich die Dankbarkeit - das persönliche Wort, das gemalte „Dankesschild“ oder die Vielzahl von Postkarten und persönlichen Briefen, die sehr berührend geschrieben Danke sagen.

Dies sind nur einige Beispiele der vielfältigen Hilfen die wir Dank Ihrer großzügigen Unterstützung tätigen konnten. Unzählige Anfragen nach einmaligen Unterstützungen in Form von Lebens- oder Hygienemitteln konnten wir erfüllen. Dabei kam es immer zu persönlichen Kontakten, denn neben den rein materiellen Hilfen war und ist es uns als Caritas wichtig den Menschen zu zeigen, ihr seid nicht alleine!

Gerne lade ich Sie ein, sich konkret mit unseren Mitarbeitenden über die vielfältigen Hilfen auszutauschen … in welchem Form die Corona Pandemie es auch immer zulässt!

Bis dahin grüße ich Sie in der Verbundenheit mit den Menschen die unser aller Unterstützung und Aufmerksamkeit bedürfen.

Mit freundlichen Grüßen

und bleiben Sie gesund!

Ihr

Henric Peeters

Caritasdirektor für die Landeshauptstadt Düsseldorf

Vorstandsvorsitzender des

Caritasverband Düsseldorf e.V.

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