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Chronik Marienburgs und der Pfarrei St. Maria Königin

  • bis zur Säkularisation 1803 gehörte das Gebiet südlich der Stadtmauer zur Pfarre St. Severin und wurde landwirtschaftlich genutzt, außer der Alteburger Windmühle gab es hier keine Bebauung
  • nach 1803 kamen kam die Fam. Engels in den Besitz großer Länderein an der Alteburg, die sie 1845 an Paul Josef Hagen weiterverkauften
  • Paul Josef Hagen legte auf dem südlichen Teil seiner Besitzungen das Hofgut Marienburg an und wurde so zum Namensgeber des Viertels
  • 1847 verkaufte Hagen das Hofgut an das Bankhaus Oppenheim, das das Gut durch einen Pächter bewirtschaften ließ und als Anfahrtsweg zum Gut die erste Straße in der Marienburg anlegte, die spätere Ulmenallee
  • 1869 kaufte der Kölner Fabrikat Ernst Leybold das Gut, Zukäufe von Ackerland vor allem aus dem Besitz der Pfarrei Rodenkirchen vergrößerten die Fläche, die er durch Anlegen einer Kanalisation und den Bau von Straßen zu attraktivem Bauland umwandelte
  • 1874 zog die Familie Leybold selbst in die Marienburg ein, es ließen sich jedoch nur wenige Käufer überzeugen, diese bauten zunächst vor allem an der heutigen Marienburger Straße, damals Rathausstraße, da es Leybold gelungen war, die Verwaltung der Gemeinde Rondorf, zu der auch der neu entstehende Stadtteil gehörte, in sein Interessengebiet zu verlegen
  • trotzdem war das Land nicht attraktiv, vor allem aufgrund fehlender Anbindung an die Stadt
  • 1879 zog die Fam. Leybold wieder zurück in die Stadt, die Marienburg wurde zu einem Ausflugslokal umgebaut
  • 1878 fuhr die erste Pferdebahn bis zur Marienburg, große Raddampfer hielten hier an und am Wochenende verkehrten die Mülheimer Bötchen regelmäßig von der Innenstadt zur Marienburg
  • 1888 wurde das Gebiet nach Köln eingemeindet
  • 1897 war das Rheinufer befestigt und eine Promenade führt bis zur Marienburg, die sich seit den 20-er Jahren im Besitz der Familie Gerling befindet
  • seit 1905 endete die elektrischen Straßenbahn in Marienburg am Südpark
  • bis zum 1. Weltkrieg war Marienburg mit 42% Protestanten das evangelische Viertel Kölns
  • in den 20er Jahren änderte sich die soziale Struktur des Viertels stark, die Zahl der Katholiken stieg, sodass eine eigene Kirche erforderlich wurde und so wurde in einer alten Villa in der Goethestraße 84 eine Rektoratskapelle eingerichtet
  • 1939 wurde die Rektoratspfarrei "St. Maria Königin" selbständig, ihr erster Pfarrer Pfarrer Marx, ihm folgte bald Pfarrer Bernhard Erasmi Erasmi
  • 1954 wurde an Stelle der Rektoratskapelle eine neue Kirche gebaut, die heutige Kirche St. Maria Königin
  • nach Pfarrer Bernhard Erasmi übernahm Pastor Dr. Paul Berndorff die Pfarrei, dann Pastor Robert Bachem und schließlich Pastor Hans Stieler, der gleichzeitig auch Pastor von St. Matthias in Bayenthal war
  • am 1. 1. 2004 fusionierte die Pfarrei St. Maria Königin wieder mit ihrer "Mutterpfarrei" St. Matthias zur Pfarrei St. Matthias und Maria Königin

 

 

 

 

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