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Chronik

Die Kirchengemeinde Zum Heiligen Geist entsteht
 
Der heutige Pfarrbezirk Zum Heiligen Geist gehörte, genau wie der heute Bereich von St. Pius, dem Pfarrbezirk in Immendorf an. Nachdem die Stadt Köln die sie einengenden Stadtmauern geschleift hatte, wurde am 1. April 1888 das Gebiet von Zollstock nach Köln eingemeindet. Damit begann eine rasche wirtschaftliche und städtebauliche Entwicklung. Mit dem Zuzug neuer Bürger in Zollstock setzte sich auch die Zellteilung der ursprünglichen Pfarre Immendorf in diesem Gebiet fort. Kaum dass im Jahre 1901 das gemeinsame Rektorat Raderthal/Zollstock zur Pfarre erhoben wurde, spaltete sich sieben Jahre später das Gebiet Zollstock mit dem Schwerpunkt Gottesweg / Höninger Weg / Zollstocksweg als Rektorat St. Pius ab. Bereits 1913 wurde St. Pius zur Pfarre erhoben. Nach dem ersten Weltkrieg begann dann der Ausbau des südlichen Teils von Zollstock, in dem heutigen Bereich der Pfarre Zum Heiligen Geist. In einer bis dahin nicht bekannten Schnelligkeit entstand hier in wenigen Jahren ein neuer Ortsteil.
 
Unsere Kirche
Wieder regte sich der Wunsch nach einer eigenen Gemeinde. Trotz äußerster Armut und des wirtschaftlichen Niedergangs nahm der 1927 erstmals formulierte Wunsch nach Selbständigkeit zwischen der Pfarre St. Pius und dem neuen Rektorat Zum Heiligen Geist konkrete Formen an. Im Januar 1931 erhielt die Firma Fuchs & Becker aus Köln-Zollstock, den Auftrag zum Bau der Kirche. Am 22. März 1931 erfolgte der erste Spatenstich und am 13. April war Baubeginn. Am 7. Juni 1931 wurde der Grundstein von Herrn Stadtdechant Dr. Löbbel mit einer Urkunde in die Nordwand des Chores eingelassen. Ein Höhepunkt im Leben des neuen Rektorats war am 16. Mai 1932 die feierliche Konsekration durch Herrn Weihbischof Dr. Wilhelm Stockums. Die Reliquien der Märtyrer Auxillius und Eutropius wurden in den Altar eingelassen.  Herr Kaplan Michael Diefenbach wurde am 5. Februar 1932 als erster Rektor der Kirche Zum Heiligen Geist in sein Amt eingeführt. Er wurde aber bereits 1934 abberufen und zum Pfarrer an St. Pantaleon ernannt. Am 7. Oktober 1934 übernahm Herr Kaplan Karl Manstetten die Rektorratsstelle. Am 1. Januar 1938 wurde Zum Heiligen Geist selbständige Pfarrgemeinde, am 27. März 1938 war die Feier der Pfarrerhebung, und Herr Dechant Kühne ernannte im Auftrag des Erzbischofs Herrn Rektor Manstetten zum Pfarrer in Zum Heiligen Geist.
 
Auch Zum Heiligen Geist wurde von den Wirren des Krieges nicht verschont. Die Kirche und das Pfarrhaus wurden schwer beschädigt, so dass im Kindergarten eine Notkirche eingerichtet werden musste. 1950 wurde Herr Pfarrer Manstetten zum Dechanten des Dekanates Köln-Bayenthal ernannt. In diesem Jahr wurde auch mit dem Wiederaufbau der Kirche begonnen. Das Weihnachtsfest konnte schon in der neuen/alten Kirche gefeiert werden, mit einem feierlichen Pontifikalamt mit Herrn Weihbischof Josef Ferche. 1951 erhielt die Pfarrjugend in der Badorfer Straße ein kleines bescheidenes Jugendheim. 1954 erhielt die Pfarrkirche 16 neue Fenster, die nach den Entwürfen des Künstlers Lüneborg von der Glasmalerei Dr. Reuter gefertigt wurden. 1956 begann der Ausbau der Kirche und der Bau des neuen Pfarrhauses nach den Plänen von Reg. Baumeister Karl Band. 1957 zog Herr Dechant Manstetten in das neue Pfarrhaus in der Hürther Straße 4, das Haus Hermülheimer Straße 13 wurde als Kaplanei genutzt. Im September 1962 erfolgte die Grundsteinlegung für das neue Pfarrzentrum. Errichtet wurden der große Kirchturm, sowie drei Wohnungen in der Hürther Straße 2, eine Pfarrbücherei und das Pfarrheim am Zollstocksgürtel. Am 17. Januar 1965 weihte der Erzbischof von Köln, Herr Kardinal Josef Frings den neuen Hochaltar in der Pfarrkirche. Am 30. Mai 1965 war die Weihe von fünf neuen Glocken durch Herrn Prälat Josef Kowalski.
 
Der Kindergarten Zum Heiligen Geist wurde 1935 durch die Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft Köln-Süd zwischen Hermülheimer Straße und Fischenicher Straße gebaut und an unser Rektorat vermietet. In den Kriegswirren wurde er zeitweise als Notkirche genutzt. Ab 1950 stand das Gebäude dann wieder ausschließlich für die Kinderbetreuung zur Verfügung. Von 1948 bis 1969 wurde der Kindergarten von der allseits beliebten und geachteten Schwester Theophana aus dem Orden der Franziskanerinnen geleitet. Seit über 25 Jahren leitet nun schon Frau Ellen Müller den Kindergarten.
 
Unsere Orgel
Am 1. März 1958 wurde eine neue Orgel bei der Firma Rieger in Schwarach/Tirol bestellt, am 30. Oktober 1960 war die feierliche Orgelweihe mit Herrn Prof. Zimmermann.
 
Glocken der Pfarrgemeinde Heilig Geist
Am 30. Mai 1965 erfolgte die Weihe von fünf neuen Glocken aus der Glockengießerei Petit & Edelbrock aus Gescher. Die größte Glocke ist dem Pfarrpatron, dem Heiligen Geist geweiht.
 
Heilig Geist-Glocke, 1500 kg          
Marien-Glocke, 1000 kg
Karl-Borromäus-Glocke, 570 kg
(diese Glocke wurde dem Pastor Manstetten
1964 von der Gemeinde anlässlich seines
dreißigjährigen Ortsjubiläums geschenkt)
Papst Johannes XXIII.-Glocke, 400 kg
Glocke der Heiligen Engel, 180 kg
[zur Hörprobe]
 
 
Die Pfarrer unserer Gemeinde:
Pfarrrektor Kaplan Michael Diefenbach 1932 – 1934
Dechant Karl Manstetten 1934 – 1967
Pastor Wilhelm Roth 1967 – 1983
Pastor Johannes Krautkrämer 1984 – 2002
Pastor Msgr. Peter Haanen seit 2002

 
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