Janine Schiller

Ehrenamtskoordinatorin des Pfarrverbands

"Für jedes Talent finden wir das passende Projekt"

Vor 47 Jahren wurde sie in Köln geboren, lebt seitdem in Stommelerbusch – und seit Oktober dieses Jahres ist sie die neue Ehrenamtskoordinatorin des Pfarrverbands: Janine Schiller. Sie hat die Aufgabe von Ruth Henn übernommen, die als Pressesprecherin zur Stadt Pulheim gewechselt ist. Janine Schiller, studierte Umweltingenieurwesen, arbeitet seit vielen Jahren als Grafikerin und ist seit langem mit der Gemeinde verbunden. Unter anderem gestaltet und betreut sie den Internetauftritt www.am-stommelerbusch.de und wird das neue Logo entwerfen. Auch organisiert sie federführend das St.-Martins-Fest in Stommelerbusch.

„Die Begegnungen, die ich bisher in unserer Gemeinde erleben durfte, waren genauso bunt wie das Leben. ‚Komm wie du bist‘, unser Gemeindemotto, gibt auch mir das Vertrauen und die Zuversicht, hier richtig zu sein, mit meinen Talenten und Ideen aber auch mit meinen Ecken und Kanten.“


Die dreifache Mutter – ihre Kinder sind 9, 19 und 22 Jahre alt – geht ihren neuen Job mit viel Optimismus an: „Ich weiß, wie wichtig freiwilliges Engagement ist. In Stommelerbusch bieten Feste oft den einzigen Treffpunkt für die Dorfbewohner. Die Kirche liefert die Grundlage für viele Begegnungen unterschiedlicher Altersgruppen. Von den Gottesdiensten über Seniorengruppen und den Kindergarten bis hin zum Erntedankfest oder St. Martin.“ Besonders in schweren Lebenslagen sei der Zusammenhalt groß. Das spürte sie besonders, als ihr ältester Sohn 2016 schwer verunglückte. 


Die neue Ehrenamtskoordinatorin trifft überall auf Menschen, die sich gern engagieren würden, „etwas bewegen, ihr Können weitergeben oder auch dazugehören wollen. So unterschiedlich wie wir sind, so unterschiedlich sind die Talente und Begabungen, die wir in die Gemeinschaft einbringen können. Für jedes Talent finden wir das passende Projekt. Vielleicht hat auch jemand selbst eine Idee, die wir gemeinsam zum Leben erwecken können.“ Gute Beispiele dafür aus jüngerer Zeit seien die Sinnersdorfer Nachbarschaftshilfe „Herz und Hand“ oder der gemeinsame Mittagstisch.

 

Große Aufgaben warten - und wie entspannt sie sich davon? Im Sommerurlaub reist sie am liebsten mit Mann und Maus in den Süden. „Man findet uns und unser kleines Wohnmobil am Gardasee oder in Südtirol, da wir hier unsere Hobbys, Mountainbiken und Wandern, bestens mit mediterraner Lebensweise verbinden können.“


Einen besonderen Herzenswunsch will sie sich möglichst bald erfüllen. Sie erzählt, wie Pfarrer Hittmeyer sie einmal fragte, wie sie bete, wie sie am liebsten beten würde und was es brauche, um ihr den richtigen Rahmen dafür zu geben. Da antwortete sie: „Ich bete heute still und vor allem alleine. Ich möchte aber gern tanzend und singend beten, gemeinsam mit anderen, im Austausch mit viel Musik. Eine Kirche, die mir den Rahmen anbietet, den ich benötige, erfordert die Bereitschaft, mich selber zu ergründen und zu formulieren, welche Bedürfnisse ich habe.“ Das möchte Janine Schiller gern mit anderen gemeinsam herausfinden. Ein neues Programm des Erzbistums bietet die Möglichkeit sich zum Thema „Liturgische Feste feiern“ schulen zu lassen: „Ich freue mich sehr über Interessierte, die mit mir gemeinsam die Schulung besuchen möchten.“