Kreative Aktion zur Fastenzeit

Ein Haus mit offener Tür steht fest auf dunkler Erde. Um das Haus erstrahlt ein massiver goldener Ring: Mit seiner Gestaltung des diesjährigen Hungertuchs macht der Künstler Uwe Appold das Wort von Papst Franziskus sichtbar, der vom „gemeinsamen Haus“ spricht.

Gottes Haus steht für jeden offen, gerade für die Ausgegrenzten.

 

Das Hungertuch, für das Appold Erde aus dem Garten Gethsemane künstlerisch verarbeitet hat, trägt den Titel „Mensch, wo bist Du?“. Es ist die Frage Gottes an den Menschen, der sich im Garten Eden aus Scham versteckt hat.

Wenn Gott uns sucht, dann besonders dort, wo es ans Eingemachte geht, gerade dann ist er an unserer Seite. Doch trauen wir uns aus der Deckung und sagen „Hier bin ich“?

Ich lade Sie herzlich ein, sich der Frage zu stellen und mit „Hier bin ich!“ zu antworten. Machen Sie Ihre Antwort sichtbar, indem Sie eine kleine Tafel mit Ihrer ganz persönlichen Position gestalten. Das kann mit einem Foto geschehen, einem Händeabdruck, einem Wort, oder vielleicht bleibt Ihre Tafel auch ganz leer.

Aus diesen Quadraten – das Format sollte unbedingt 20 x 20 cm – sein, möchten Pfarrvikar Luckey und ich während der Karfreitag-Liturgie ein Kreuz legen. Denn das Kreuz geht uns alle an, es verweist auf Verletzlichkeit und Sterblichkeit, verheißt aber zugleich Lösung, ja Erlösung und Auferstehung.

Ich würde mich freuen, wenn Sie die Ruhe der Fastenzeit dazu nutzten, dieser Frage Gottes nachzuspüren und Ihre Antwort zu gestalten. Bitte bringen Sie die Tafeln, Format 20x20 cm, das Material spielt keine Rolle, während der Fastenzeit mit zu den Heiligen Messen. Wir sammeln die Tafeln bis Gründonnerstag. An Karfreitag werden wir dann sehen, wie die Antworten auf Gottes Frage ausfallen.

Gerne möchten wir hinterher Fotos von den kleinen Kunstwerken veröffentlichen. Bitte geben Sie mir kurz Bescheid, wenn Sie dies nicht wünschen.

Ich bin gespannt auf Ihre persönliche Standortbestimmung.

 

Ihr Ch. Hittmeyer, Pfr.

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