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Egon Beckers - Pfarrer an St. Johann Baptist und Petrus Bonn von 1967 bis 1985


Egon Beckers Geboren wurde Egon Beckers am 28. Juli 1929 in Düsseldorf. Nachdem sein Düsseldorfer Elternhaus 1944 zerbombt wurde, zog es die Familie von Beckers in die Eifel. Im Jahr 1949 erwarb er in Prüm das Abitur. Eine begonnene kaufmännische Lehre befriedigte ihn nicht und so begann er bald das Theologiestudium in Bonn und Freiburg. Am 25. Juli 1957 wurde er durch Erzbischof Josef Kardinal Frings im Kölner Dom zum Priester geweiht.

Immer wieder führte Beckers' Weg in seine Geburtsstadt Düsseldorf. An seine erste Kaplansstelle an St. Elisabeth in Düsseldorf-Reisholz hat er noch gute Erinnerungen: Viele Messdiener gab es damals, eine intensive Jugendarbeit, für die er sich als junger Kaplan intensiv engagierte. Sein Talent blieb nicht auf Reisholz beschränkt: Der Kardinal ernannte ihn 1962 zum Stadtjugendseelsorger für die weibliche Jugend verbunden mit seelsorglichen Aufgaben an die Düsseldorfer Altstadt-Pfarre St. Maximilian.

Nach zehn Jahren Kaplanstätigkeit wurde er Pfarrer; seine erste Pfarrstelle war die neugotische Stiftskirche in Bonn, wo er von 1967 bis 1985 achtzehn, zum Teil sehr aufregende Jahre erlebte: Es waren die Jahre der Studentenrevolution, die Zeit des NATO-Doppelbeschlusses und der Demonstrationen dagegen - Bonn war sowohl Studenten- als auch Bundeshauptstadt.  In der Gemeindeseelsorge war dies auch die Zeit, in der die Idee der Familienkreise entstand, ein Schwerpunkt seiner Arbeit in der Bonner Stiftspfarrei.


Seine nächste Aufgabe holte ihn wieder ins vertraute Düsseldorf zurück: 1985 wurde er Pfarrer an St. Paulus und wirkte dort 15 Jahre, bis er mit 71 Jahren in den Ruhestand ging. Aufgrund der Kontakte der Paulusgemeinde zu einer Partnergemeinde in Litauen wurde ihm der Titel eines Ehrenbürgers von Telsia verliehen.

Im Jahr 2000 wechselte Beckers nach Homberg und war dort als Subsidiar im Seelsorgeteam Ratingen-Mitte/Homberg tätig. Am Fest des hl. Jacobus (25. Juli) 2007 feierte er dort sein Goldenes Priesterjubiläum. Auch nachdem ihn der Kardinal seit seinem 75. Geburtstag von seinen seelsorglichen Verpflichtungen freistellte, feierte er weiterhin regelmäßig Gottesdienste und predigte. Erst in den letzten Jahren ließen seine Kräfte nach, so dass er sonntags nicht mehr selber zelebrierte, sondern schlicht von einer Kirchenbank aus am Gottesdienst teilnahm. Über viele Jahre hinweg lud er die Gemeinde immer ein, seinen Weihetag und zugleich das Patronatsfest der Jakobuskirche mit ihm zu feiern - oft bei wunderbarem Sommerwetter. Dies wird ihm in diesem Jahr, nach einem schweren Sturz im Januar 2017, leider nicht möglich sein. Nach einer Operation liegt er im Koma und ist inzwischen nicht mehr ansprechbar.

 

Quellen und weiterführende Links:

 

 

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes auf folgende URL:
http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/stifts-chor-bonn/service/portraits/Beckers.html

Autor: Judith Roßbach

Letzte Änderung am 23.09.2017


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