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Ralph Vaughan Williams

* 12. Oktober 1872 in Down Ampney/Gloucestershire
† 26. August 1958 in London

Repertoire

  • Der Abend kommt (Text: Msgr. Christoph Biskupek (*1957), 2003)
    (2010 unter Kantor Stefan Mohr einstudiert)

 

Portrait

Englischer Organist, Komponist und Dirigent

 

Ralph Vaughan WilliamsVaughan Williams, Sohn eines Vikars der Christ Churst in Down Ampney, der bereits 1875 starb, wuchs in Leith Hill Place (Surrey) auf und erhielt von einer Tante ersten Musikunterricht. Nach seiner Schulzeit an der englischen Eliteschule Charterhouse School studierte er ab 1890 am Royal College of Music in London bei Hubert Parry und Charles Villiers Stanford, dann von 1892 bis 1895 bei Charles Wood am Trinity College der Universität Cambridge und 1896 nochmals in London, wo seine enge Freundschaft mit Gustav Holst begann. Durch Studienaufenthalte in Berlin und Paris, wo er Schüler von Max Bruch und Maurice Ravel war, vertiefte er seine Ausbildung, die er 1901 am Trinity College mit dem Grad eines Doctor of Music abgeschlossen hat. 

 

Von 1896 bis 1899 wirkte Vaughan Williams in London als Organist an der Pfarrkirche in South Lambeth. Bald schon beschäftigte er sich intensiv mit dem Sammeln und Veröffentlichen englischer Volkslieder (Bushes and Briars, 1903) und entdeckte auch die englische Musik der Renaissance für sich. Beides beeinflusste seinen Kompositionsstil erheblich.

 

1905 wurde er musikalischer Leiter des Leith Hill Musical Festival (bis 1953), 1906 gab er ein neues Kirchengesangbuch, The English Hymnal, heraus. 1908 hielt er sich in Paris auf, um bei Maurice Ravel noch einmal weiteren Unterricht zu nehmen.

 

1919 wurde er Kompositionslehrer am Royal College of Music in London (bis 1938), von 1920 bis 1928 leitete er den Londoner Bach-Chor. Immer häufiger trat er auch als Dirigent seiner eigenen Werke auf.

 

Vaughan Williams' Urne wurde im Poets’ Corner in der Westminster Abbey in London beigesetzt.

 

Quellen und weiterführender Link:

Siegmar Hohl in: Siegmar Hohl (Hrsg.): Musikführer. Oper, Operette, Musical, Ballett, Konzert, Orbis Verlag München, 1995

 

Werke

Sein umfangreiches und vielseitiges Lebenswerk umfasst Instrumentalmusik (Sonaten, Kammermusik, neun Symphonien, Konzerte), Vokalwerke (Lieder, Volksliedbearbeitungen, eine Messe, das Oratorium Sancta Civitas 1926, verschiedene Kantaten) und Bühnenwerke (die Opern: Hugh the Drover, 1924, Sir John in Love, 1926, Riders to the Sea, 1936 und das Ballett Old King Cole, 1923)

  • Dona nobis pacem, Kantate für Sopran, Bariton, Chor und Orchester (1936)
  • Hodie, Weihnachtskantate für Sopran, Tenor, Bariton, Chor und Orchester (1953-54)
  • Festival Te Deum für Chor und Orchester (Orgel) (1937)
  • Messe in g-Moll für Soli (SATB) und Doppelchor (1920-1921)
  • Oratorium Sancta Civitas (1926)
  • Sine Nomine aus English Hymnal (1906)
  • The 100th Psalm c-moll für Chor und Orchester (1929)

 

 

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes auf folgende URL:
http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/stifts-chor-bonn/service/komponisten/Vaughan.html

Stifts-Chor Bonn | Service | Komponistenverzeichnis | Komponistenportrait Ralph Vaughan Williams

Autor: Judith Roßbach

Letzte Änderung am 04.10.2017


 
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