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Markus Riebartsch

* 18. Mai 1971 in Bonn-Bad Godesberg

† 24. August 2011 in Bonn

 

Portrait

Kirchenmusiker, Komponist, Orgelsachverständiger

Markus Riebartsch Markus Riebartsch legte 1994 sein Abitur im Nikolauskloster ab. Die zweijährige Ausbildung zum nebenberuflichen Kirchenmusiker schloss er 1997 mit Abschluss des C-Examens (Orgel bei Regionalkantor Bernhard Blitsch) in Köln ab. 2001 folgten Ausbildungen zum Orgelsachverständigen beim VOD und 2004 zum Sakristan.

 

Zunächst war er im linksrheinischen Bonn-Friesdorf als Organist an St. Servatius, von August 1999 bis Dezember 2005 als Küster, Organist und Chorleiter an St. Cäcilia in Bonn-Oberkassel und in gleicher Funktion seit Januar 2006 im Seelsorgebereich „An Rhein und Sieg“ an St. Peter in Vilich, St. Joseph in Geislar und St. Maria Königin in Vilich-Müldorf tätig. Er war Initiatior der Oberkasseler Orgelkonzerte und der Konzertreihe „Orgelkonzerte An Rhein und Sieg“. Die „Nacht der Chöre“, eine wohl einmalige Kreation, kam 2008 ebenfalls auf seine Initiative zustande.

 

Markus Riebartsch gründete den Chor Kreuz & Quer für Neues Geistliches Liedgut sowie einen Kinderchor und leitete den Adelheidis-Chor an St. Peter in Bonn-Villich und ab Juni 2009 den MGV 1861 Geislar.

 

Seine besondere Vorliebe galt der Orgelimprovisation, besonders der französischen Romantik und des Barock. Mit seinem „Spiel ohne Noten“ überzeugte er regelmäßig in Orgelkonzerten und kirchenmusikalischen Veranstaltungen im Bonner Raum.

 

Seit 1997 war er auch als Komponist für Chorwerke tätig (4 Messen, Bearbeitung und Liedsätze zu Kirchenliedern).

 

Am 24. August 2011 verstarb Markus Riebartsch, kurz nach Vollendung seines 40. Lebensjahres plötzlich und unerwartet.

 

Quellen und weiterführende Links:
Thomas Kirchhoff: Meditationen zur Passionszeit im Bonner Münster, General-Anzeiger Bonn, 04.04.2009
In Memoriam: Markus Riebartsch, katholische Kirchengemeinden St. Peter Villich, St. Joseph Geislar

 

Werke

  • Missa Augustini für gemischten Chor, große Orgel und Orchester
    11. Januar 1998 Uraufführung durch die Kirchenchöre St. Servatius und St. Augustinus, Bonn-Friesdorf, Dr. Hermann Schäfer, Orgel; Leitung: Markus Riebartsch
  • Missa in Exequiis für gemischten Chor, Solostimmen und große Orgel
    23. September 2001 Uraufführung durch den Kirchenchor St. Cäcilia, Bonn-Oberkassel und Gesangssolisten; Leitung: Monika Werfel; Orgel: Markus Riebartsch
  • Missa in honorem Sanctae Caeciliae für 3-stimmigen gemischten Chor, Streicher und große Orgel
    2004 Uraufführung durch die Kirchenchöre St. Cäcilia und Heilig Kreuz, Bonn-Oberkassel, ein Streicherensemble; Leitung: Monika Werfel; Orgel und Gesamtleitung: Markus Riebartsch
  • Missa in honorem Sanctae Adelheidis 
    2008 Uraufführung zum Adelheidisfest
  • Weihnachtskantate „Das Licht der Welt“
    Uraufführung in der Christmette 2006 in St. Peter, Bonn-Vilich

 

Missa in Exequiis

Am 23. September 2001 fand in der Katholischen Pfarrkirche St. Cäcilia, Bonn-Oberkassel die Uraufführung der Missa in Exequiis für gemischten Chor und große Orgel von Markus Riebartsch statt. Ausführende waren der Kirchenchor St. Cäcilia, Gesangssolisten, Markus Riebartsch an der Orgel. Die Leitung hatte Monika Werfel.

 

Die Missa in Exequiis für gemischten Chor, Solostimmen und große Orgel ist als praxisbezogenes Werk komponiert für die Feier der Begräbnisliturgie. Der Aufbau des Werkes beginnt mit dem Introitus Requiem aeter­nam“, dann folgt das Kyrie. An dritter Stelle ist ein Alleluiatici eingefügt, das als Messbestandteil freudigen Charakters (wie auch Gloria und Credo) in einem Requiem sonst fehlt. Bewusst ausgelassen sind die nachtridentinisch festen Bestandteile eines Requiems wie Graduale, Tractus und die Sequenz „Dies irae“. Erst mit dem Offertorium wird die klassische Abfolge der Requiemteile wieder aufgenommen. Dazu gehören Sanctus, Benediktus und Agnus Dei. Die Communio Lux aeterna ersetzt der Komponist in der Auf­führung durch eine Orgelimprovisation, weil dieser Vers bereits im Introitus verwendet worden ist. Das Werk schließt mit der Postcommunio „In paradisum“. Eine weitere Eigenheit der Auffüh­rung ist die Zugabe eines Credos als betontes Gottesbekenntnis zwischen Alleluiatici und Offertorium.

 

Quelle und Link:

 

 

 

 

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes auf folgende URL:
http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/stifts-chor-bonn/service/komponisten/Riebartsch.html

Stifts-Chor Bonn | Service | Komponistenverzeichnis | Komponistenportrait Markus Riebartsch

Autor: Judith Roßbach

Letzte Änderung am 27.08.2014

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