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Walter Rein

* 10. Dezember 1893 in Stotternheim/Thüringen (seit 1994 Ortsteil der Landeshauptstadt Erfurt)
† 18. Juni 1955 in Berlin

Repertoire

 

Portrait

Komponist, Musikpädagoge

 

Walter Rein war eines von neun Kindern der Eheleute Gustav und Agnes Rein. Schon früh erlernte er das Geigenspiel und sang im Kinderchor des Weimarer Hoftheaters. Mit 21 Jahren leitete Rein die „Liedertafel“ der Stadt Bürgel.

 

Rein, bis zum ersten Weltkrieg Landschullehrer, studierte ab 1920 bei Erwin Lendvai, mit dem er später die Lobeda–Bewegung um Armin Knab, Hans Lang, Ernst Lothar von Knorr und Fritz Jöde gründete, und 1922-1923 bei Richard Wetz in Weimar Komposition. Es folgte ein Studium an der Akademie für Kirchen- und Schulmusik in Berlin. Ab 1925 war Rein Lehrer in Weimar, 1929 Dozent an der Musikhochschule in Weimar, 1930-1934 an den Pädagogischen Akademien in Kassel (1930), Frankfurt/Main (1931) und Weilburg/Lahn und 1935-1945 Professor für musikalische Volkskunde an der Staatlichen Hochschule für Musikerziehung in Berlin.

 

Im April 1928 nahm er am Gründungstreffen des NS-Lehrerbundes in Hof teil. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten gehörte er zum Verwaltungsbeirat der Reichsmusikkammer. In der NS-Zeit komponierte er verschiedene Stücke im Sinne der Machthaber, darunter 1938 eine Sonnenwendkantate. Während des Zweiten Weltkrieges trat Rein im Jahr 1941 der NSDAP bei. In der Endphase des Zweiten Weltkriegs meldete er sich im Dezember 1944 freiwillig zum Volkssturm.

 

Ab 1945 bis zu seinem Tod war Rein freischaffender Komponist in Berlin.

 

In der Lobeda-Singbewegung hat er sich um die Bildung des Männerchorwesens bemüht. Sein eigenes Schaffen orientiert sich vor allem am Volkslied und umfasst vornehmlich Vokalmusik.

 

In den 1920er Jahren entstanden zahlreiche Liedsätze, so die „Deutschen Lieder vergangener Jahrhunderte“, die auf die Stilrichtung der Zeit großen Einfluss nahm. Für die Volksschulen entstanden das „Weilheimer Liederbuch“ und die beiden Kanonsammlungen „Das Singrad“ und der „Ring bind`alle Ding“. In den 1950er Jahren setzte sich seine Idee der „Chorfeier“, eine Verbindung von Chor- und Instrumentalmusik, Rezitation und Tanz durch.

 

Zu dem reichen Fundus seiner kompositorischen Hinterlassenschaft gehören neben vielen A-cappella-Chorsätzen zahlreiche Spielmusiken für Bläser, Sonatinen für Violinen und für Klavier, Suiten für Orchester, Liederzyklen und Kantaten mit verschiedenster Instrumentalbesetzung.

 

Quellen und weiterführender Links:

 

Werke

  • Du meine Seele, singe - Choralkantate - für Chor und Posaunen-Chor (4- bis 5-stimmig), Gemeinde ad lib.
  • Es sungen drei Engel - Motette - für gemischten Chor a cappella
  • Macht hoch die Tür - Choralkantate - für Gemeinde, gemischten Chor, 2 Trompeten, 2 Posaunen
  • Zu Bethlehem geboren - Weihnachtskantate (Choralkantate) - für Vokal- und Posaunen-Chor (auch Blech- oder Holzbläser) (1947)

 

 

 

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes auf folgende URL:
http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/stifts-chor-bonn/service/komponisten/Rein.html

Stifts-Chor Bonn | Service | Komponistenverzeichnis | Komponistenportrait Walter Rein

Autor: Judith Roßbach

Letzte Änderung am 14.05.2015

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