ERZBISTUM KÖLN  TagesLiturgie     

Giacomo Antonio Domenico Michele Secondo Maria Puccini

* 22. Dezember 1858 in Lucca
† 29. November 1924 in Brüssel

Repertoire

 

Portrait

Italienischer Komponist

 

Giacomo Puccini

Giacomo Puccini ist das fünfte Glied in der Generationenfolge hochverehrter Domorganisten seiner Heimatstadt, deren Vornamen er alle trägt: Giacomo Puccini (1712–1781), Antonio Puccini (1747-1832), Domenico Vincenzo Puccini (1772-1815), Michele Puccini (1813-1864). Seit Giacomos (I) Musikstudien in Bologna sind die Ämter des Stadtorganisten und des Leiters des Stadtorchesters in Lucca für 125 Jahre fest in der Hand der Familie. Wie hoch dieses Erbe eingestuft wurde, zeigt sich in der verbindlichen Zusage an den fünfjährigen Giacomo beim frühen Tod des Vaters, nach Abschluss seiner Ausbildung dessen Stelle einnehmen zu können. Giacomo wird auf diese Zusage nie wieder zurückkommen.

 

Nach dem frühen Tod des Vaters musste die Mutter die Familie mit den acht Kindern allein durchbringen. Giacomo, als fünftes von sieben Kindern, fiel eher durch schlechte Schulleistungen auf. Mit zehn Jahren wurde Giacomo Chorknabe, mit 14 Organist an verschiedenen Kirchen in Lucca, doch der »...zukünftige Maestro legte den ausgeprägtesten Hang zum Nichtstun an den Tag, was er durch mehrere Jahre mit ersichtlichem Erfolg durchsetzte«.

 

Giacomo bricht aus der Familientradition der Kirchenmusiker aus. Der Besuch einer Aufführung der Oper Aida von Giuseppe Verdi 1876 in Pisa brachte ihn zu dem Entschluss, seinen Weg als Opernkomponist zu machen. Mit Unterstützung seines Onkels und eines Stipendiums ging er 1880 für drei Jahre an das Mailänder Konservatorium, wo Amilcare Ponchielli sein wichtigster Lehrer war. Auf dessen Vermittlung hin schrieb Puccini seine erste Oper, Le Villi (UA 1884). In das Jahr 1884 fallen auch Puccinis Verbindung mit Elvira Gemigniani, die er aber erst 1904 - nach dem Tod ihres Ehemannes - heiraten konnte, und Ricordis Auftrag zu einer neuen Oper: Edgar (UA 1889). Mit der Oper Manon Lescaut (1893) feierte Puccini seinen Durchbruch zu einer internationalen Berühmtheit.

 

In vierzig Jahren seines künstlerischen Schaffens entstanden zwölf Opern, darunter: La Bohème (1896), Tosca (1900) und Madama Butterfly (1904). Allein aus den Aufführungs-Tantiemen und dem Notenverkauf erlangt er einen für Komponisten vor- wie nachher unvorstellbaren Reichtum (er soll 1924 über 5 Millionen Dollar hinterlassen haben). Sein Geld hielt er immer beisammen, nur für Häuser in der Toscana, Motorräder, Autos und Motorboote gab er viel, sehr viel Geld aus.

 

Von Selbstzweifeln gequält und von den ersten Symptomen des tödlichen Kehlkopfkrebses gezeichnet, begann er die Komposition seiner letzten Oper Turandot (UA 1926), die er unvollendet hinterließ.

 

Der passionierte Raucher starb am 29. November 1924, wenige Tage nach einer Operation in einer Brüsseler Klinik. Die Grabstätte von Puccini und seiner Frau befindet sich in seinem Haus in Torre del Lago. Der italienische Staat hat Puccinis Geburtshaus in Lucca, das heute ein Museum beherbergt, zugleich mit den Geburtshäusern von Gioachino Rossini und Giuseppe Verdi, mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet.

 

Quellen und weiterführende Links:

Marc Honegger/Günther Massenkeil (Hrsg.): Das große Lexikon der Musik, Band 6, Verlag Herder Freiburg, 1992

Dieter Schickling: Puccini: Biografie, Reclam Verlag Stuttgart, 2007

 

 

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes auf folgende URL:
http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/stifts-chor-bonn/service/komponisten/Puccini.html

Stifts-Chor Bonn | Service | Komponistenverzeichnis | Komponistenportrait Giacomo Puccini

Autor: Judith Roßbach

Letzte Änderung am 16.07.2017

Zum Seitenanfang Benutzer-Login Seite weiterempfehlen Druckversion Kontakt  Barrierefrei Datenschutz  Impressum