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Prof. Dr. h.c. Flor Peeters

* 4. Juli 1903 in Tielen/Belgien

† 4. Juli 1986 in Antwerpen

Repertoire

  • Ave Verum, Op. 63, No.1 (1998 unter Kantor Stefan Mohr einstudiert)
  • Entrata Festiva, processional and recessional, Op. 93, „Christus vincit“
    für Orgel, 2 Trompeten, 2 Posaunen und Chor unisono (1995 unter Kantor Stefan Mohr einstudiert)
  • Missa in honorem Sancti Josephi, Op. 21 (1995 unter Kantor Stefan Mohr einstudiert)
  • Te Deum, Op. 57 (1998 unter Kantor Stefan Mohr neu, vor 1986 einstudiert)

 

Portrait

belgischer Komponist, Organist und Musikpädagoge

Flor PeetersPeeters stammte aus bescheidenen Verhältnissen, sein Vater war Briefträger, aber auch Küster und Organist in der Heimatpfarre. So war Flor Peeters von frühester Kindheit an mit Kirchenmusik vertraut. Bereits im Alter von acht Jahren konnte er den Vater gelegentlich vertreten. In dieser Zeit erhielt er zusätzlich Violinunterricht. Peeters besuchte das Gymnasium in Herentals, er erhielt auch während dieser Zeit Klavier- und Orgelunterricht sowie Solfègeunterricht beim Organisten des Collegs. Peeters studierte ab 1916 am Institut Saint-Victor de Turnhout bei Jozef Brandt, bei dem er zusätzlich Harmonielehre studierte. Aus dieser Zeit stammen seine ersten Kompositionen. 1919, im Alter von 16 Jahren,  begann er sein Studium am Lemmens-Institut bei Oscar Depuydt im Fach Orgel, Jules Van Nuffel (Gregorianik und Analyse) und Lodewijk Mortelmans (Kontrapunkt und Fuge). Er erhielt bereits nach vier Jahren, statt den üblichen acht Jahren, 1921 sein Abschlussdiplom, 1922 den Exzellenzpreis und 1923 im Alter von 20 Jahren wurde er mit dem „Prix Lemmens-Tinel“ ausgezeichnet. Er wurde Vizeorganist an der St. Romuald Kathedrale in Mecheln und gab seine ersten Konzerte in Brüssel. Nach dem Tode seines Lehrers Depuydt wurde Peeters Titularorganist an St. Rombout. Bestrebt, sich zu verbessern, ergänzte er seine Studien in Paris bei Marcel Dupré und Charles Tournemire.


Peeters gab 1934 mehrere Konzerte in Italien, 1936 in Paris. Dem Lemmens-Institut verbunden geblieben, erweiterte er sein pädagogisches Betätigungsfeld und wurde 1931 Orgelprofessor am Königlichen Konservatorium in Gent und 1935 am Konservatorium von Tilburg (NL). Nach dem Tod seines französischen Lehrers Tournemire vermachte dieser Peeters den alten Spieltisch der Orgel der Kirche Ste-Clotilde in Paris, an dem schon sein Landsmann César Franck gespielt hatte. 1948 wurde Peeters Orgelprofessor am Antwerpener Konservatorium und erst 1952, als man ihm auch die Direktion des Konservatoriums übertrug, verließ er das Lemmens-Institut.

1946 unternahm er eine erfolgreiche Konzerttournee durch die Vereinigten Staaten von Amerika (dorthin kehrte er neun Mal zurück). 1955 besuchte er die Philippinen, 1963 die UdSSR, Australien und Neuseeland. In seiner gesamten Laufbahn gab Peeters mehr als 3000 Konzerte in allen fünf Kontinenten.

1962 erhielt Peeters die Ehrendoktorwürde der „Catholic University of America“ in Washington. 1971 verlieh ihm der belgische König den Ehrentitel eines Barons und die Katholieke Universiteit Leuven die Ehrendoktorwürde.

 

Nach seiner Pensionierung im Jahr 1968 blieb er Organist in Mecheln und übernahm im Auftrage des Ministeriums für Flämische Kulturelle Angelegenheiten Orgelkurse für ausländische Studenten, „Meisterklasse Flor Peeters“ genannt, die alle zwei Jahre stattfanden.

 

Werke

Sein Gesamtwerk umfasst mehr als 130 Opuszahlen alleine für Orgel, darunter große Konzertstücke, Kirchenmusik, die oftmals auf Gregorianik beruht, und zahlreiche Werke mit pädagogischem Charakter. Darüber hinaus komponierte er Werke für Klavier, Kammermusik, Messen, Kantaten, Motetten, ein Konzert für Orgel und Orchester sowie Chorwerke.

1937 komponierte Flor Peeters Zehn Orgelchoräle“ op. 39 und widmete die Variationen über das Lied „Heer Jezus heeft een hofken (Herr Jesus hat ein Gärtchen) Hermann Schroeder. Beide Komponisten hatten ein besonderes Verhältnis zur Orgel und waren selbst hervorragende Orgelinterpreten. Flor Peeters führte Werke von Schroeder auf und auch Schroeder spielte in seiner Zeit als Trierer Domorganist in einem Orgelkonzert in der Kirche St. Paulin/Trier am 12.12.1938 die Variationen über ein altflämisches Lied“ op. 20 von Flor Peeters.

Für gemischten Chor schrieb Peeters u. a.:

  • Missa in honorem Sancti Josephi, Op. 21, 1931 für vier gemischte Stimmen und Orgel arrangiert
  • Missa Festiva, Op. 62, 1947 für fünf gemischte Stimmen
  • Missa Laudis, in honorem Sancti Johannis Baptistae, Op. 84 b, für 4 gemischte Stimmen und Orgel
  • Missa Choralis, Op. 91, 1958, für 4 gemischte Stimmen und Orgel
  • Te Deum, Op. 57, 1945
  • Quattuor Motetta, Op. 63, 1947, vier Stimmen a cappella: Ave Verum, Ave Maria, Jesu dulcis memoria, Tantum Ergo
  • Quattuor Motetta, Op. 64, 1947, vier Stimmen a cappella: Panis Angelicus, Sub tuum praesidium, Te Joseph celebrent, Tantum Ergo

 

Quelle und weiterführender Link:

 

 

 

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes auf folgende URL:
http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/stifts-chor-bonn/service/komponisten/Peeters.html

Autor: Judith Roßbach

Letzte Änderung am 17.09.2013

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