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Heinrich Fidelis Müller

* 23. April 1837 in Fulda
† 30. August 1905 in Fulda

Repertoire

 

Portrait

Priester, Domdechant am Hohen Dom zu Fulda und Komponist

 

Heinrich Fidelis MüllerHeinrich Fidelis Müller wurde 1837 in Fulda geboren. Kurz nach seiner Geburt starb seine Mutter Maria Anna. Sein Vater Franz Adam heiratete ein Jahr später erneut. Aus dieser zweiten Ehe gingen in den folgenden Jahren neun Kinder hervor, für die sich Heinrich zeitlebens verantwortlich zeigte. Der Besuch von kirchlich geprägter Volksschule und Gymnasium bestimmten früh den theologischen Weg. Hier erhielt er Musik- und Klavierunterricht bei Michael Henkel (1780-1851) und dessen Sohn Georg Andreas (1805-1871).

 

Die Dommusik im cäcilianischen Fulda muss sich in einem desolaten Zustand befunden haben und hatte nichts mehr von der barocken Pracht der Fürstbischöfe. Dieses Stilmittel war aufgrund seiner Unverständlichkeit und des großen Aufführungsaufwandes aber auch nicht mehr gefragt. Kantionalsätze bekannter Kirchenlieder und kleine, vierstimmige Besetzungen wurden favorisiert. Genau dieses verlangte der Fuldaer Dompfarrer 1852 von seinem Dommusikdirektor, welcher daraufhin zurücktrat und die Dommusik ihrem Verfall überliess. Nur die Knaben und Studierenden des Priesterseminars versuchten, so gut es ging, die musikalische Tradition an der Bischofskirche fortzuführen; unter ihnen auch in führender Manier Heinrich Müller.

 

Nach dem theologischen Studium am Priesterseminar in Fulda empfing Müller am 21. Oktober 1859 die Priesterweihe. Nach einigen Jahren als Kaplan im Bistum Fulda wurde er 1861 Pfarrer in Bockenheim bei Frankfurt/Main. 1873 kam er als Pfarrer nach Kassel und übernahm die seelsorgerische Tätigkeit in der dortigen St. Elisabeth-Gemeinde. 1890 wechselte er an eine Pfarrstelle in Amöneburg bei Marburg, 1894 ging er als Domkapitular nach Fulda. Hier wurde er 1902 zum Domdechanten ernannt.

 

Er starb am 30. August 1905 nach einem Schlaganfall und wurde in der Grablege der Domherren auf dem Mittleren Städtischen Friedhof in Fulda beigesetzt.

 

Quellen und weiterführende Links:

 

Werke

  • Missa in honorem Sanctissimi Cordis Jesu op. 14,
    leichte Messe (ohne Credo) für vierstimmigen Chor (1890)
  • Die Auferstehung des Herrn op. 17 (Fortführung der Passion, op. 16)
    für Soli und gemischten Chor mit Klavierbegleitung (um 1894)
  • Emanuel op. 28 – Neues geistliches Weihnachtsfestspiel für Soli, gemischten Chor oder Kinderchor auch für Sopran und Alt alleine zur Aufführung mit lebenden Bildern (1902)

 

Quellen und weiterführende Links:
Heinrich Fidelis Müller – Das Opus im Überblick, Heinrich Fidelis Müller-Musikarchiv

 

 

 

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes auf folgende URL:
http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/stifts-chor-bonn/service/komponisten/Mueller.html

Stifts-Chor Bonn | Service | Komponistenverzeichnis | Komponistenportrait Heinrich Fidelis Müller

Autor: Judith Roßbach

Letzte Änderung am 02.06.2015


 
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