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Claudio Zuan (Giovanni) Antonio Monteverdi

getauft 15. Mai 1567 in Cremona
† 29. November 1643 in Venedig

Repertoire

 

Portrait

Italienischer Komponist, Violaspieler, Sänger und katholischer Priester

 

Claudio MonteverdiClaudio Monteverdi war der älteste Sohn des Wundarztes Baldassare Monteverdi (* um 1542). Obwohl sein Vater in bescheidenen Verhältnissen lebte und bis 1566 seine Arbeit in einem kleinen, vom Domkapitel der Kathedrale von Cremona gemieteten Geschäft ausführte, ließ er seinen zwei Söhnen aus erster Ehe eine gründliche musikalische Erziehung bei Marc' Antonio Ingegneri, dem Kapellmeister der Kathedrale von Cremona, zukommen.

 

1590 wurde Monteverdi an den Hof des Herzogs Vincenzo I. Gonzaga als Sänger und Violist nach Mantua bestellt, wo er 22 Jahre lang bleiben sollte. Er fand dort mit einem vollständigen Orchester und herausragenden Solisten außergewöhnlich gute Bedingungen vor. Monteverdi wurde dort 1594 ein sogenannter „Cantore“.

 

Nach einem kurzen Aufenthalt in Cremona wurde Monteverdi 1613 einstimmig zum Kapellmeister am Dom San Marco in Venedig ernannt, eines der bedeutendsten musikalischen Ämter der damaligen Zeit, wo er den Chor wiederbelebte, neue virtuose Sänger wie Francesco Cavalli engagierte, neue Noten einkaufte, das Singen von Messen an Wochen- und Festtagen wieder einführte und dafür sorgte, dass die Mitglieder des Instrumentalensembles Monatslöhne erhielten, anstatt wie bisher auf Tagesbasis bezahlt zu werden. Damit begannen seine wohl angenehmsten und produktivsten Jahre.

 

Nach dem Tod seines Sohnes, der der Pestepidemie während des Mantuanischen Erbfolgekriegs zum Opfer fiel, wurde Monteverdi zusehends krank. 1632, seine Frau war inzwischen verstorben, ließ er sich, auch unter dem Eindruck einer Pestepidemie, zum Priester weihen. Nach einer letzten Reise nach Cremona und Mantua starb er 1643 in Venedig, wo ihm ein feierliches Begräbnis zuteil wurde. Sein Grab befindet sich in der Kirche Santa Maria Gloriosa dei Frari in der ersten der vier Kapellen (Capella Dei Milanese), die den Hauptchor flankieren.

 

Quellen und weiterführende Links:

Marc Honegger/Günther Massenkeil (Hrsg.): Das große Lexikon der Musik, Band 5, Verlag Herder Freiburg, 1992

Der neue Musikführer - Oper, Operette, Musical, Ballett, Konzert. Die wichtigsten Komponisten und ihre Werke von A-Z, Siegmar Hohl (Hrsg.), Orbis Verlag, München, 1995

 

Chorwerke

  • Madrigali spirituali (1583)
  • Magnificat für sechsstimmigen Chor
  • Vespro della Beata Vergine (Marienvesper) (1610)

 

 

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes auf folgende URL:
http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/stifts-chor-bonn/service/komponisten/Monteverdi.html

Stifts-Chor Bonn | Service | Komponistenverzeichnis | Komponistenportrait Claudio Monteverdi

Autor: Judith Roßbach

Letzte Änderung am 04.10.2017

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