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Arthur Meulemans

* 19. Mai 1884 in Aarschot
† 29. Juni 1966 in Brüssel

 

Portrait

Flämischer Komponist, Dirigent und Musikpädagoge

 

Arthur MeulemansDer junge Arthur Meulemans bekam ersten Musikunterricht von seinem Vater, der selbst Tanzmusik komponierte, und seinem Onkel Johannes. Außerdem erhielt er Violinunterricht bei Herrn Van Einzel und Klavierunterricht bei Ernest Maréchal. Alfons van den Eynde, ein Schüler von Peter Benoit, unterrichtete ihn in Harmonielehre und Kontrapunkt. Im Alter von 16 Jahren begann er ein Studium am Lemmens-Institut in Mecheln. Dort erhielt er Orgelunterricht bei Oscar Depuydt (1858-1925), in Kontrapunkt und Komposition unterrichtete ihn der Konservatoriumsdirektor Edgar Tinel und in Harmonielehre Aloys Desmet (1867-1917).

 

Nach dem Examen 1906 unterrichtete Meulemans dann selbst Harmonielehre am Kirchenmusikinstitut in Mecheln, ging 1914 an das Koninklijke Atheneum in Tongeren (deutsch: Tongern) und gründete 1916 die Limburgse Orgel- en Zangschool in Hasselt, deren Direktor er bis 1930 blieb.

 

1930 wurde er Dirigent des Symfonieorkest van de Belgische Radio (heute: Brussels Philharmonic/Brüsseler Philharmoniker). 1942 legte er diesen Posten nieder, um sich ganz der Komposition zu widmen. 1954 wurde er Präsident der Koninklijke Vlaamse Academie.

 

Werke

Mit über 350 Werken zählt Meulemans nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ zu den herausragenden belgischen Komponisten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Stilistisch ist er deutlich vom französischen Impressionismus, insbesondere von Debussy, geprägt. In der belgischen Musikgeschichte steht er zwischen den Spätromantikern Peter Benoit und Edgar Tinel mit deren Nachfolgern, und August Baeyens (1895-1966), der sich als erster vollends zeitgenössischen Strömungen öffnete. Meulemans' Orchestersatz ist dicht, jedoch farbig. Seine Musik zeigt durchaus harmonische Schärfen, verlässt aber den Rahmen der Tonalität nicht. Ein Großteil seiner Kompositionen besitzt deskriptiv-programmatischen Charakter, oft mit Bezug auf seine flämische Heimat.

 

Arthur Meulemans komponierte u. a. 15 Sinfonien (Nr. 3 Dennensymfonie (1933), Nr. 6 Zeesymfonie (1939), Nr. 7 Zwaneven (1940), Nr. 8 Herffstsymfonie (1948), Nr. 10 Psalmensymfonie mit Chor (1943), Nr. 13 Rembrandtsymfonie für Orgel und Orchester (1951)), drei Opern (De Vikings (1919), Adriaan Brouwer (1925), Egmont (1944)), fünf Streichquartette, 10 Messen, Lieder, Oratorien (Sacrum Mysterium (1917)) und Chorwerke. Hinzu kommen über 40 konzertante Werke für Klavier, Orgel und fast alle Instrumente des Sinfonieorchesters (ausgenommen Tuba und Kontrabass), ferner unter anderem Ouvertüren, sinfonische Dichtungen (Plinius' Fontein (1913)) und Variationen.

 

  • Missa in honorem Sancti Servatii (1930) für gemischten Chor und Orgel
  • Missa Exaudi nos (1942) für gemischten Chor und Orgel
  • Missa aurea (1945) für gemischten Chor und Orchester oder Orgel
  • Missa "Mysterium Fidei" (1956) für gemischten Chor und Orgel
  • Adeste Fideles (1943) für Sopran, gemischten Chor (oder 3 gleiche Stimmen) und Orgel
  • Psalmus 147: Lauda Jerusalem (1943) für gemischten Chor und Orgel
  • De litanie van Onze Lieve Vrouw (1943) für gemischten Chor und große Orgel
  • O Jesus soete aendachtigheid (1946) für gemischten Chor a cappella
  • Die soete naem Jesus (1948) für gemischten Chor a cappella
  • Het avondmaal (1953) für gemischten Chor a cappella

 

Quellen und weiterführende Links:

 

 

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes auf folgende URL:
http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/stifts-chor-bonn/service/komponisten/Meulemans.html

Stifts-Chor Bonn | Service | Komponistenverzeichnis | Komponistenportrait Arthur Meulemans

Autor: Judith Roßbach

Letzte Änderung am 05.10.2014

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