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Christian Lahusen

* 12. April 1886 in Buenos Aires

† 18. Mai 1975 in Überlingen

Repertoire

  • Wir glauben Gott im höchsten Thron (2014 unter Daniel Kirchmann einstudiert)

 

Portrait

Musiklehrer, Kapellmeister und Komponist

In Argentinien als ältester Sohn von Heinrich Lahusen und Therese geb. Leinau geboren, entstammte Christian Lahusen einer Kaufmanns- und Unternehmerfamilie in Bremen. Er wuchs mit seinen Geschwistern auf dem Kolonialsitz der Familie in unmittelbarer Nähe von Buenos Aires auf. Für die Ausbildung und Erziehung der Kinder wurden Hauslehrer beschäftigt. 1899 wurde er im Alter von 13 Jahren allein nach Deutschland geschickt, um das Gymnasium in Wernigerode zu besuchen. 1901 siedelte die Familie nach Bremen um, und Christian führte seinen Schulbesuch dort fort. Nach dem Abitur am Alten Gymnasium ging er 1905 zum Studium der Musik nach Leipzig. Er brach das Studium nach kurzer Zeit ab und widmete sich auf zahlreichen Reisen seinen autodidaktischen Studien.

 

1914 wurde er Korrepetitor am Opernhaus in Charlottenburg. Im Ersten Weltkrieg wurde Christian Lahusen Soldat und wurde als Jagdflieger eingesetzt.

 

Nach 1918 war er als Kapellmeister und Komponist an den Münchner Kammerspielen und seit 1920 freiberuflich für dieses Theater sowie für die Hamburger Kammerspiele und das Schauspiel Frankfurt tätig. Seit 1931 lebte er als Komponist in Überlingen und war Musiklehrer an der Salemer Internatsschule.

 

Christian Lahusen wurde er 1975 in Konstanz bestattet.

 

Quelle und weiterführender Link:

 

Werke

Christian Lahusen schuf vorwiegend geistliche und weltliche Vokalwerke, die sich am deutschen Chorlied des 16. Jahrhunderts orientierten.

 

  • Ein Schöpfungsgesang
  • Volks- und Bänkellieder (1910)
  • Das Unterlindener Rosenkränzlein, Kantate für 3-stimmigen Frauenchor und Soli (Dominikanerinnen-Handschr. 1440) (1933/34)
  • Andacht zum Tode, Motette für gemischten Chor (1939)
  • Heimkehr im Abend, Liederzyklus für gemischten Chor (1939)
  • Ave maris stella, Marienliederzyklus für gemischte Besetzung (1947/49)
  • Kleiner Psalter (1951)

Er komponierte auch die Bühnenmusik zu dramatischen Werken, u. a. zu Eichendorffs Lustspiel „Die Freier“ (1923).

 

Im Stammteil des Evangelischen Gesangbuches und zum Teil im katholischen Gebet- und Gesangbuch gebräuchliche Melodien von Christian Lahusen:

 

 

Choral Text Gesangbuch

Wißt ihr noch, wie es geschehen

(1939)

Hermann Claudius

(1939)

EKG 414, EG 52

Wir glauben Gott im höchsten Thron

(vor 1945/1948)

Rudolf Alexander Schröder

(1937)

EKG 133, EG 184, GGB 355

Meinem Gott gehört die Welt

(1948)

Arno Pötzsch

(1934/1949)

EKG 504, EG 408

In dem Herren freuet euch

(1948)

Kurt Müller-Osten

(1941)

EG 359

Eine ruhige Nacht und ein heiliges Ende

(1948)

aus der Komplet

 

EG 493

 

Quellen:

Evangelisches Kirchengesangbuch (EKG), Ausgabe für die Landeskirchen Rheinland, Westfalen und Lippe. Gütersloher Verlagshaus Gerd Mohn, Gütersloh, Luther Verlag GmbH, Witten, Neukirchener Verlag des Erziehungsvereins GmbH, Neukirchen-Vluyn, 1950

Evangelisches Gesangbuch (EG), Ausgabe für die Evangelische Kirche im Rheinland, die Evangelische Kirche von Westfalen, die Lippische Landeskirche. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh, Luther-Verlag, Bielefeld, 1996

Gotteslob (GGB), Katholisches Gebet- und Gesangbuch, Ausgabe für das Erzbistum Köln.
2013, Verlag Katholisches Bibelwerk GmbH, Stuttgart

 

 

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes auf folgende URL:
http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/stifts-chor-bonn/service/komponisten/Lahusen.html

Stifts-Chor Bonn | Service | Komponistenverzeichnis | Komponistenportrait Christian Lahusen

Autor: Judith Roßbach

Letzte Änderung am 26.03.2014

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