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Prof. Karl Koch

* 28. Januar 1887 in Biberwier, Bezirk Reutte, Tirol
† 20. September 1971 in Innsbruck

Repertoire

  • Jubilate Deo aus op. 6 für Chor und Orgel (nicht mehr im aktuellen Repertoire)

 

Portrait

Österreichischer Komponist, Chordirektor, Musikpädagoge, Priester

 

Karl Koch erhielt den ersten Musikunterricht (Orgel, Klavier und Violine) von seinem Vater Johann Koch (1849-1922), der in Biberwier Lehrer, Organist und Chorleiter war. Nach dem Besuch des Gymnasiums Vinzentinum in Brixen, wo er auch Mitglied des Chores und des Orchesters der Schule war, wechselte Koch von 1905 bis 1909 in das Theologische Seminar. Nach der Priesterweihe 1909 kam Karl Koch als Kooperator nach Tux in das Zillertal.

 

1912 studierte er Orgel, Gesang und Dirigieren bei Prof. Joseph Renner und Prof. Peter Griesbacher an der Kirchenmusikschule Regensburg (seit 2001: Hochschule für Katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik Regensburg) und legte bereits im Juli 1913 die Reifeprüfung mit der Note sehr gut in allen Prüfungsgegenständen ab. 1920/21 studierte er an der Wiener Kunstakademie Orgel, Dirigieren und Komposition bei Joseph Marx und M. Springer und schloss diese Studien 1921 mit dem Diplom ab.

 

Von Januar 1915 bis Oktober 1924 war er als Chordirektor an der Propsteikirche Maria Himmelfahrt in Bozen und von 1916 bis 1919 auch als Mittelschullehrer für Musik und Gesang tätig. Zum 1. November 1924 wurde Karl Koch als Chorregent an die Pfarrkirche St. Jakob in Innsbruck (seit 1964 Dom) berufen, in ein Amt, das er bis 1967 innehatte.

 

Von 1924 bis 1938 sowie ab 1948 unterrichtete er Orgel und Musiktheorie am Konservatorium in Innsbruck, wo er zu Beginn des Schuljahres 1938/39 eine Abteilung für Kirchenmusik gründen wollte. 1946 erhielt Karl Koch einen Lehrauftrag an der Universität Innsbruck für Musiktheorie.

 

Karl Koch war von 1934 bis zum Ende ihres Bestehens im Jahr 1938 Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Tiroler Komponisten.

 

Quellen und weiterführende Links:

 

Werke

Sein Œuvre umfasst eine große Zahl weltlicher und kirchlicher Musikwerke, u. a. 8 Messen, Marienlieder, Motetten, Offertorien, Lieder, Klavierwerke, Orchesterwerke, Orgelkompositionen.

 

  • Missa in honorem B. Mariae Virginis (Marienmesse), op. 2 für Soli, Chor, Bläser, Pauken und Orgel (1910)
  • Festmesse zu Ehren der Geburt unseres Herrn Jesu Christi (Weihnachtsmesse), op. 7 (1916)
  • Messe In medio vitae op. 20 (1924/25)
  • Papst-Pius [X.]-Jubiläumsmesse (1953)
  • Hubertusmesse (1967)
  • Drei Marienlieder, op. 3 (Uns'rer lieben Frau, Aveklänge, Der Rosenkranzkönigin)
  • Jubilate Deo aus op. 6 für Chor und Orgel
  • Requiem op. 85 für Vokalsoli, Chor, Orchester und Orgel, op. 85 (1955-58)
  • Requiem op. 85 für Bläser, Pauken, Kontrabass und Orgel
  • Osterhymnus (1937)

 

  • Klaviersonate op. 29
  • Ouvertüre zu Calderons Das große Welttheater (1933)
  • Sinfonie Aus den Bergen op. 53 (1942), Bearbeitung der Klaviersonate op. 29 (1947 Uraufführung unter Fritz Wiedlich, Innsbruck)
  • Sonatine für Klavier, op. 56 (1942)
  • Streichquartett in A-Dur, op. 60 (1947/48)
  • Kinderoper Frau Holle (Uraufführung im Raimundtheater 04.12.1967)

 

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes auf folgende URL:
http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/stifts-chor-bonn/service/komponisten/Koch.html

Stifts-Chor Bonn | Service | Komponistenverzeichnis | Komponistenportrait Karl Koch

Autor: Judith Roßbach

Letzte Änderung am 29.01.2016


 
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