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Franz Joseph Haydn

* 31. März 1732 in Rohrau an der Leitha, Niederösterreich; getauft 1. April 1732
† 31. Mai 1809 in Wien

Repertoire

  • Salve Regina E-Dur Hob. XXIIIb:1, 1756 (1994 neu, 1970 unter Kantor Joseph Noël einstudiert)

 

Portrait

Österreichischer Komponist und führender Vertreter der Wiener Klassik

 

Joseph Haydn1738 wurde Joseph Haydn im Alter von sechs Jahren nach Hainburg geschickt, wo ihm ein entfernter Verwandter, Johann Mathias Frankh, die musikalischen Anfangsgründe vermittelte. Zwei Jahre später holte ihn der Kapellmeister des Stephansdoms von Wien, Georg von Reutter d. J., und nahm ihn als Sängerknaben in die Kapelle auf. Er erarbeitete sich selbständig auch die Grundlagen der Musiktheorie an Hand des Gradus ad Parnassum von Johann Joseph Fux und des Vollkommenen Capellmeisters von Johann Mattheson.

 

Die entscheidende Wende im Leben Haydns brachte das Jahr 1761, als er in den Dienst des Fürsten Esterházy in Eisenstadt im Burgenland trat. Dort war er ab 1761 als Vizekapellmeister und ab März 1762 als Nachfolgeder von Gregor Joseph Werner als Kapellmeister tätig. Die Abgeschiedenheit von anderen Komponisten und musikalischen Strömungen beschrieb er mit dem bekannten Zitat: »Niemand in meiner Nähe konnte mich an mir selbst irre machen und quälen, und so musste ich original werden«.

 

Zwischen 1759 und 1789, vor seiner ersten Reise nach England, hat Haydn 94 Symphonien geschrieben. Die meisten der etwa 60 Klaviersonaten und 43 der insgesamt 68 Streichquartette entstanden in Eisenstadt, die letzten Streichquartette in Wien.

 

Haydn hatte einige hervorragende Schüler. Auch Ludwig van Beethoven war eine Zeit lang, nachdem er 1792 nach Wien übergesiedelt war, Haydns Schüler.

 

Joseph Haydn verschied am 31. Mai 1809 nach einem Angriff der französischen Armee unter Napoleon auf Wien an allgemeiner Entkräftung friedlich in seiner Wohnung in Gumpendorf. Am 1. Juni wurde er zunächst auf dem Hundsturmer Friedhof (heute Haydnpark in Wien-Meidling) beigesetzt, am folgenden Tag wurde ein Requiem in der Gumpendorfer Kirche zelebriert. Fürst Nikolaus II. ließ Joseph Haydn 1820 exhumieren und nach Eisenstadt in die Bergkirche (auch Haydnkirche) überführen.

 

Quellen und weiterführende Links:

Marc Honegger/Günther Massenkeil (Hrsg.): Das große Lexikon der Musik, Band 4, Verlag Herder Freiburg, 1992

Siegmar Hohl (Hrsg.): Musikführer. Oper, Operette, Musical, Ballett, Konzert, Orbis Verlag München, 1995

Friedrich Wilhelm Bautz: Joseph Haydn In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Band II, BBKL Hamm 1990, ISBN 978-3-88309-032-0, Spalten 613-615

 

Werke

1797 komponierte Haydn für Kaiser Franz II. die ursprünglich als kroatisches Volkslied „Vjutro rano se ja stanem“ entstandene Kaiserhymne „Gott erhalte Franz, den Kaiser“ zu den Worten von Lorenz Leopold Haschka; 1841 unterlegt mit dem eigens für diese Komposition geschaffenen Text des Deutschlandliedes von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben dient sie mit dessen dritter Strophe heute als Deutsche Nationalhymne.

 

Joseph Haydn komponierte u. a. 107 Symphonien, 68 Streichquartette, 69 Sonaten, 24 Opern, 14 Messen, 6 Oratorien (u. a. Die 7 Worte des Erlösers am Kreuz, Die Schöpfung, Hob. XXI:2, Die Jahreszeiten, Hob. XXI:3, Il Ritorno Di Tobia (1775)), Chorwerke und Kantaten, Arien, Märsche, zahlreiche Menuette und Deutsche Tänze u.v.m.:

 

  • Missa brevis F-Dur „Jugendmesse“ Hob. XXII:1 (1749-50)
  • Missa Sunt bona mixta malis Hob. XXII:2 (1768)
  • Missa „Rorate coeli desuper“ in G-Dur Hob. XXII:3
  • Stabat Mater (1767)
  • Salve Regina g-Moll für vierstimmigen Chor, Streicher und konzertierende Orgel, Hob.XXIII/b:2 (1771)

 

Quellen und weiterführende Links:

 

 

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes auf folgende URL:
http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/stifts-chor-bonn/service/komponisten/Haydn.html

Stifts-Chor Bonn | Service | Komponistenverzeichnis | Komponistenportrait Joseph Haydn

Autor: Judith Roßbach

Letzte Änderung am 18.05.2017


 
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