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Johann Joseph Fux

* 1660 in Hirtenfeld bei St. Marein (Oststeiermark)
† 13. Februar 1741 in Wien

Repertoire

  • Missa in C, K 46 für Soli, Chor, Orchester und Basso Continuo
     (1991 unter Kantor Stefan Mohr einstudiert)
  • Missa Lachrymantis virginis „Klosterneuburger Messe“
    für gem. Chor (Soli), 2 Violinen, Violoncello, Kontrabaß, 2 Posaunen und Continuo
      (1992 unter Kantor Stefan Mohr neu, 1966 unter Kantor Joseph Noël einstudiert)

 

Portrait

Österreichischer Komponist und Musiktheoretiker; gilt als der bedeutendste Barockkomponist Österreichs

 

Johann Josef FuxJohann Joseph Fux wuchs in bäuerlichen Verhältnissen auf und erhielt seine Ausbildung bei den Jesuiten, an deren Lehranstalten er 1680 in Graz und seit 1683 in Ingolstadt studierte. Bis 1688 wirkte er als Organist an St. Moritz in Ingolstadt. Von 1696 bis 1702 war er Organist an der Schottenkirche und von 1705 bis 1715 als Kapellmeister am Stephansdom in Wien tätig. Von Kaiser Leopold I. 1698 zum Hofkomponisten ernannt, wurde Fux nach der Krönung Kaiser Karls VI. 1713 Vizehofkapellmeister und 1715 als Nachfolger von Marc’ Antonio Ziani Hofkapellmeister.

 

Im Werk von Fux erreichte der österreichische Musikbarock seinen Höhepunkt. Entsprechend dem Stildualismus der Barockmusik folgen seine geistlichen Werke teils dem an Palestrina orientierten „stylus a cappella“, teils dem zu seiner Zeit zumeist gebräuchlichen „stylus mixtus“ mit Solo-Tutti-Kontrast und konzertierenden Instrumenten. Unter der übrigen Kirchenmusik ragt die Karl VI. gewidmete kontrapunktisch gearbeitete Missa canonica hervor. Durch dieses Werk, hauptsächlich aber als Musiktheoretiker, nämlich als Verfasser des 1725 veröffentlichten und in mehrere Sprachen übersetzten „Gradus ad Parnassum“, mit dem er die Lehre des strengen Satzes kodifizierte, lebt Fux im Gedächtnis der Nachwelt fort. Auf das letztgenannte Werk, das auch J. S. Bach besaß und nach dem W. A. Mozart unterrichtete, stützen sich die meisten Kontrapunktlehren bis zur Gegenwart.

 

Daneben unterrichtete Fux auch Komposition. Zu seinen Schülern gehören Georg Christoph Wagenseil, Gottlieb Muffat und Jan Dismas Zelenka.

 

Werke

Johann Joseph Fux komponierte über 500 Vokal- und Instrumentalwerke, darunter 14 Oratorien und 20 Opern (u. a. „Costanza e Fortezza“, 1723), über 60 Messen, über 12 Requiems, 57 Kirchen- und Kammersonaten, über 250 sonstige geistliche Werke, Kirchensonaten, Ouvertüren, Triopartiten und Cembalo-Suiten.

Auswahl seiner Kompositionen:

    • Missa brevis solennitatis, K 5
    • Missa Confidentiae, K 8
    • Missa Constantiae, K 9
    • Missa Corporis Christi, K 10
    • Missa Dies mei sicut umbra, K 12
    • Missa Humilitatis, K 17
    • Missa Pro Gratiarum actione, K 27
    • Missa Sancti Joannis, K 34 a 4 da Cappella
    • Missa Sancti Josephi, K 35
    • Missa Sancti Michaelis, K 36
    • Missa Velociter currit, K 43
    • Missa (ohne Bezeichnung II), K 46 für Soli, Chor, Orchester und Basso Continuo
    • Missa Lachrymantis Virginis, E 12 „Klosterneuburger Messe“
      für Soli, gem. Chor, 2 Violinen, Violoncello, Kontrabaß, 2 Posaunen und Orgel

Laurentiuskoor Oudorp · Leitung: Yiorgo Moutsiaras;
Radiosendung 1993 | Laurentiuskoor Oudorp | Repertoire

 

  • Cristo nell' orto, K 296 (Oratorium für die Karwoche) (1718)
  • Jubilate Deo, Offertorium de Dominica für Alt-Solo, Chor, 2 Violinen, 2 Trompeten und Continuo

 

Quellen und weiterführende Links:

Marc Honegger/Günther Massenkeil (Hrsg.): Das große Lexikon der Musik, Band 3, Verlag Herder Freiburg, 1992

Friedrich Wilhelm Bautz: Johann Joseph Fux In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Band II, BBKL Hamm 1990, ISBN 978-3-88309-032-0, Spalten 159-160

 

 

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes auf folgende URL:
http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/stifts-chor-bonn/service/komponisten/Fux.html

Stifts-Chor Bonn | Service | Komponistenverzeichnis | Komponistenportrait Johann Joseph Fux

Autor: Judith Roßbach

Letzte Änderung am 01.09.2017

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