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Prof. Maurice Duruflé

* 11. Januar 1902 in Louviers, Département Eure

† 16. Juni 1986 in Paris

Repertoire

 

Portrait

Französischer Organist und Komponist

 

Maurice DurufléMaurice Duruflé studierte am Pariser Konservatorium bei Noël und Jean Gallon, Paul Dukas, Louis Vierne und Charles Tournemire und gehört wie letztere zu den herausragenden Vertretern der von César Franck und Charles-Marie Widor begründeten großen französischen Organistenschule.

 

Seit 1930 war er Organist an der Pariser Kirche St-Étienne-du-Mont und bereiste Europa und Nordamerika als Konzertorganist. 1944 wurde er Professor für Harmonielehre am Conservatoire.

 

1953 heiratete Duruflé die bedeutende Orgelvirtuiosin Marie-Madeleine Chevalier (1921-1999), eine Schülerin Marcel Duprés, mit der er auch oft gemeinsam auftrat. Beide erlitten am 29. Mai 1975 einen schweren Autounfall, der die Organistenkarriere Duruflés beendete.

 

Maurice Duruflé starb 1986 im Alter von 84 Jahren in Paris.

 

 

 

Werke

Duruflé schrieb vor allem geistliche Vokal- und Orgelmusik. Obwohl er sein Leben lang komponierte, hat er nur einen Bruchteil seines Schaffens zur Veröffentlichung freigegeben. Sein von der Spätromantik, dem Impressionismus und dem Gregorianischen Choral beeinflusstes Gesamtwerk umfasst nur 14 mit Opuszahl versehene Werke, die sich jedoch ausnahmslos durch großes Können und hohe Originalität auszeichnen. Sein letztes Werk, der kurze Chorsatz Notre-Père, entstand 1977.

Unter den Orgelwerken ragen die Suite op. 5 von 1932 sowie das 1942 entstandene Prélude et Fuge sur le nom d'Alain op. 7 hervor. Berühmt wurde sein Requiem (1947) für Soli, Chor, Orgel und Orchester, welches als Meisterstück französischer Kirchenmusik anerkannt ist, nicht zuletzt durch die originelle und das ganze Werk prägende Verarbeitung gregorianischer Melodien. 1966 schrieb er die Messe Cum jubilo op. 11 für Solobariton, Männerchor und Orchester.

 

Quellen und weiterführende Links:

Marc Honegger/Günther Massenkeil (Hrsg.): Das große Lexikon der Musik, Band 2, Verlag Herder Freiburg, 1992

 

 

 

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes auf folgende URL:
http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/stifts-chor-bonn/service/komponisten/Durufle.html

Stifts-Chor Bonn | Service | Komponistenverzeichnis | Komponistenportrait Maurice Duruflé

Autor: Judith Roßbach

Letzte Änderung am 28.05.2015


 
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