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Antonio Caldara

* 1670 in Venedig
† 28. Dezember 1736 in Wien

Repertoire

  • Missa in B „Sancti Josephi“ für Soli, Chor, 2 Violinen und Basso Continuo
      (1996 unter Kantor Stefan Mohr einstudiert)
  • Stabat Mater dolorosa
      (1965 unter Kantor Joseph Noël einstudiert; nicht mehr im aktuellen Repertoire)

 

Portrait

Italienischer Violoncellist, Kapellmeister und Komponist
Er gehört zu den Komponisten des venezianischen Spätbarocks.

 

Antonio CaldaraAntonio Caldara erhielt seine musikalische Ausbildung vermutlich bei Giovanni Legrenzi in Venedig. 1693 wurde er Cellist an San Marco in Venedig. Von 1700 bis 1707 war er als Kapellmeister in Mantua tätig, wirkte dann bis 1709 am Theater San Giovanni Crisostomo in Venedig und stand anschließend bis 1716 im Dienst des Fürsten Ruspoli. Im Jahr 1708 komponierte er für Kaiser Karl VI. den 2. Akt der Oper „L'Atenaide“.

 

Nach der Übersiedlung im Jahr 1712 nach Wien wurde Caldara 1716 unter Johann Joseph Fux erster Vizekapellmeister der Wiener Hofkapelle am österreichischen Hof.

 

Caldara machte sich mit über 3.400 komponierten Werken, darunter 87 Opern, 32 Oratorien, 150 Messen, Serenaden, Motetten, 16-stimmiges „Crucifixus, ca. 100 weltliche Kantaten, 40 Madrigale, über 300 Kanons und Triosonaten einen Namen. In seinen Messkompositionen setzte sich der Typus der sogenannten Kantatenmesse durch, in der geschlossene chorische und solistische Teile kontrastierend gegeneinander gesetzt werden. In den Chorsätzen wechseln homophone und - zum Teil streng gearbeitete - polyphone Abschnitte miteinander ab.

 

Kaiser Karl VI. dirigierte damals einige Opern seines Vizekapellmeisters selbst. Die gut arrangierte Mischung von italienischen und deutsch-österreichischen Elementen brachte der Musik des Venezianers in Wien großen Erfolg.

 

Quellen und weiterführende Links:

Marc Honegger/Günther Massenkeil (Hrsg.): Das große Lexikon der Musik, Band 2, Verlag Herder Freiburg, 1992

Lexikon der klassischen Komponisten, Nikol Verlagsgesellschaft mbH Hamburg, 1996

Friedrich Wilhelm Bautz: Caldara, Antonio In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Band I, BBKL Hamm 1990, ISBN 978-3-88309-013-9, Spalten 852-853

 

Chorwerke

  • Missa in B „Sancti Josephi“ für Soli, Chor, 2 Violinen und Basso Continuo
  • Missa in G für Soli, Chor, 2 Violinen und Basso Continuo
  • Messe in C-Dur „Missa venerationis“ für Soli (SATBB), Chor und Orchester (1721)

 

 

 

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes auf folgende URL:
http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/stifts-chor-bonn/service/komponisten/Caldara.html

Stifts-Chor Bonn | Service | Komponistenverzeichnis | Komponistenportrait Antonio Caldara

Autor: Judith Roßbach

Letzte Änderung am 18.05.2017


 
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