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Jakob van Berchem
auch: Jacquet de Berchem oder Giachet(to) de Berchem

* um 1505, wahrscheinlich in Berchem bei Antwerpen
† um 1565, nach anderen Quellen um den 2. März 1567 bzw. 1580 in Ferrara

Repertoire

 

Portrait

franko-flämischer Komponist, Organist; Kapellmeister

 

Jacquet de Berchem wurde um das Jahr 1505 in Berchem, damals vor den Toren Antwerpens geboren. Von seinen früheren Jahren ist nichts bekannt.

 

Berchem lebte in Italien, wo auch 1536 sein erstes Madrigal veröffentlicht wurde. Um 1539 reiste er nach Venedig, wo er wohl Schüler seines Landsmannes Adrian Willaert, Begründer der Venezianischen Schule, war und dadurch weitere Bekanntschaften mit Komponisten machte. Seitdem etwa wurden einzelne seiner Madrigalkompositionen in Venedig in anderen Editionen veröffentlicht. 1546 wurde sein erstes Madrigalbuch mit durchweg eigenen Kompositionen in Venedig herausgegeben.

 

1555 war er Organist des Herzogs von Ferrara, dem er 1561 seine Ariost-Stanzen widmete, die musikalisch der französischen Chanson ähneln. Danach verließ er Venedig, um vier Jahre lang in Verona als Kapellmeister zu dienen.

 

Die letzten Lebensjahre verbrachte er in Monopoli bei Bari, wo er seine künftige Ehegattin kennenlernte und mit ihr zwei Kinder hatte.

 

Quellen und weiterführender Link:

Marc Honegger/Günther Massenkeil (Hrsg.): Das große Lexikon der Musik, Band 1, Verlag Herder Freiburg, 1992

 

Werke

Sein Œuvre umfasst einige geistliche Kompositionen sowie mehr als 200 weltliche Werke, die meisten davon Madrigale, die den Werken Willaerts und Rores nahestehen. Seine Messen sind von Josquin des Prés beeinflusst. Berchem gilt als erster Musiker, der für Kompositionen die Bezeichnung Capriccio verwandte. Als sein bekanntestes Werk gilt La Favola di Orlando, neben weiteren zahlreichen Madrigalen und Motetten.

 

 

 

 

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes auf folgende URL:
http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/stifts-chor-bonn/service/komponisten/Berchem.html

Autor: Judith Roßbach

Letzte Änderung am 06.10.2014


 
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