ERZBISTUM KÖLN  TagesLiturgie     

Werkbeschreibung | Wolfgang Amadeus Mozart

Missa solemnis in C KV 337

 

Obwohl die Messe auch unter dem (nicht originalen) Beinamen Missa solemnis bekannt ist, weist sie nur durch die festliche Orchesterbesetzung Ähnlichkeiten mit der Gattung der Missa solemnis auf. Aufgrund der knappen und konzentrierten Anlage ist sie ansonsten eher als Missa brevis zu charakterisieren. Im Autograph der Partitur ist sie auf März 1780 datiert und ist Mozarts letzte vollständige Messvertonung.

 

Gegenüber der ein Jahr früher entstandenen „Krönungsmesse“, in deren Schatten das Werk zu Unrecht steht, weist die Messe KV 337 eine strengere kirchenmusikalisch-liturgische Haltung, aber einen durchaus vergleichbaren Einfallsreichtum auf.

 

Das knappe, getragene Kyrie löst sich von der traditionellen, vom Text bedingten Dreiteiligkeit. Das formal straffe Gloria lehnt sich an das Sonatensatzschema an, das Credo an das Ritornellprinzip. Das Benedictus ist eine strenge Fuge, die einzige in Mozarts Salzburger Messen. Mit dem Agnus Dei, einer Arie für Solo-Sopran, wandelt sich der Stil zu einer poetischen Anmutigkeit, die deutlich über den Rahmen einer Missa brevis hinausgeht.

Besetzung:

Soli (SATB), Chor (SATB), Streicher (ohne Bratschen), 2 Oboen, 2 Fagotte, 2 Trompeten, 3 Posaunen, Pauken, Orgel

 

Die Aufführungsdauer beträgt ca. 25 Minuten.

 

Notenmaterial und Hörproben

  • Kyrie
    Kyrie
  • Gloria
    Gloria
  • Credo
    Credo
  • Sanctus
    Sanctus
  • Benedictus
    Benedictus
  • Agnus Dei
    Agnus Dei
  • Mozart-Archiv Deutschland, Mozart-Turm, Darmstadt

 

Literaturnachweis, Quellen, weiterführende Links:

 

 

 

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes auf folgende URL:
http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/stifts-chor-bonn/dokumente/Werkbeschreibung/Mozart_KV337.html

Autor: Judith Roßbach

Letzte Änderung am 15.03.2015

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