ERZBISTUM KÖLN  TagesLiturgie     

Wie lieblich ist der Maien [EG 501]

Den Text des Frühlingsliedes Wie lieblich ist der Maien dichtete Martin Behm 1604.

 

Die Melodie schrieb Johannes Steuerlein 1575, die im katholischen Kirchengesang nun auch unter dem von Detlev Block 1978/2012 verfassten Mittsommerlied Das Jahr steht auf der Höhe (GL 465) ihren Platz gefunden hat. 

 

Martin Behm, 1557 in Lauban in Schlesien geboren, nach harter Jugend zunächst Hauslehrer in Wien und Straßburg, dann Lehrer und 1586 Oberpfarrer an der Hauptkirche St. Trinitatis in seiner Heimatstadt Lauban, verfasste zahlreiche geistliche Lieder und Erbauungsschriften, verstarb 1622 in Lauban.

 

Der Komponist und gekrönte Dichter Steuerlein, 1547 in Schmalkalden geboren, war anfänglich Stadtschreiber in Wasungen, später Kanzleisekretär und schließlich Stadtschultheiß in Meiningen, verstarb 1613 in Meiningen. 

 

Dieses Lied ist im evangelischen Kirchengesang seit den 1950er Jahren bekannt und bereits im ersten Evangelischen Kirchengesangbuch (EKG 370) der deutschsprachigen Kirchengemeinden in den evangelischen Landeskirchen Deutschlands und den beiden evangelischen Kirchen Österreichs und im folgenden, aktuellen Evangelischen Gesangbuch (EG 501) abgedruckt.

 

Liedtext

1. Wie lieblich ist der Maien
aus lauter Gottesgüt,
des sich die Menschen freuen,
weil alles grünt und blüht!
Die Tier sieht man jetzt springen
mit Lust auf grüner Weid,
die Vöglein hört man singen,
die loben Gott mit Freud.
2. Herr, dir sei Lob und Ehre
für solche Gaben Dein.
Die Blüt zur Frucht vermehre,
lass sie ersprießlich sein.
Es steht in Deinen Händen,
Dein Macht und Güt ist groß,
drum wollst Du von uns wenden
Mehltau, Frost, Reif und Schloss.
3. Herr, lass die Sonne blicken
ins finstre Herze mein,
damit sich’s möge schicken,
fröhlich im Geist zu sein,
die größte Lust zu haben
allein an Deinem Wort,
das mich im Kreuz kann laben
und weist des Himmels Pfort.
4. Mein Arbeit hilf vollbringen
zu Lob dem Namen Dein,
und lass mir wohl gelingen,
im Geist fruchtbar zu sein;
die Blümlein lass aufgehen
von Tugend mancherlei,
damit ich mög bestehen
und nicht verwerflich sei.

 

Literaturnachweis, Quellen, weiterführende Links:

Evangelisches Kirchengesangbuch (EKG), Ausgabe für die Landeskirchen Rheinland, Westfalen und Lippe. Gütersloher Verlagshaus Gerd Mohn, Gütersloh, Luther Verlag GmbH, Witten, Neukirchener Verlag des Erziehungsvereins GmbH, Neukirchen-Vluyn, 1950

Evangelisches Gesangbuch (EG), Ausgabe für die Evangelische Kirche im Rheinland, die Evangelische Kirche von Westfalen, die Lippische Landeskirche. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh, Luther-Verlag, Bielefeld, 1996

 

 

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes auf folgende URL:
http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/stifts-chor-bonn/dokumente/werkbeschreibung/EG501.html

Autor: Judith Roßbach

Letzte Änderung am 12.07.2017

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