ERZBISTUM KÖLN | TagesLiturgie     

Werkbeschreibung | Anton Bruckner

Christus factus est, WAB 9, 10, 11

 

Der biblische Text Christus factus est entstammt dem Brief des Paulus an die Philipper, Kapitel 2, Verse 8b-9 und diente bis zur Reform der katholischen Liturgie (Die Feier der heiligen Messe, Messbuch, 1975) als Graduale am Gründonnerstag. In der heutigen Liturgie findet dieser Vers als Ruf vor der Passion am Palmsonntag und Karfreitag seine Verwendung.

 

Anton Bruckner hinterließ unter dem Titel Christus factus est drei Chorwerke:
Die erste Komposition in F-Dur für vierstimmigen Chor (SATB), WAB 9 stammt von 1844 und ist als Choralmesse für den Gründonnerstag untertitelt.

 

Die zweite Komposition, WAB 10 entstand um 1879 und ist eine Kantate in d-Moll für achtstimmigen Chor (SSAATTBB), 3 Posaunen und Streicher; sie wurde erst 1933 posthum am Brucknerfest in München uraufgeführt.

 

Die Motette für sechsstimmigen Chor (SAATBB) a cappella in d-Moll, WAB 11 wurde am 9. November 1884 in Wien uraufgeführt und ist Pater Otto Loidol gewidmet. Sie ist bei weitem die bekannteste der drei Kompositionen und zählt mitunter neben dem Locus iste zu Bruckners bekanntesten A-cappella-Chorkompositionen.

 

Liedtext und Übersetzung (deutsch)

Christus factus est pro nobis

obediens usque ad mortem,
mortem autem crucis.
Propter quod et Deus exaltavit illum
et dedit illi nomen,
quod est super omne nomen.

 

Christus, der für uns erschaffen ist,
war gehorsam selbst bis zum Tod,
bis zum Tod am Kreuz.
Deshalb hat Gott ihn erhöht,
und gab ihm einen Namen
über allen Namen.
(Phil 2, 8b-9)

 

Literaturnachweis, Quellen, weiterführende Links:

 

 

 

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes auf folgende URL:
http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/stifts-chor-bonn/dokumente/Werkbeschreibung/Bruckner_WAB011.html

Autor: Judith Roßbach

Letzte Änderung am 05.05.2015


 
Zum Seitenanfang | Benutzer-Login | Seite weiterempfehlen | Druckversion | Kontakt | Klassisch | Datenschutz | Impressum